Schwarz auf weiß #32: COFFEE AND CIGARETTES (2004)

Jeder weiß natürlich, dass Zigaretten schlecht für uns sind. Darüber brauchen wir auch gar nicht mehr diskutieren. Ich habe mir diese schlechte Angewohnheit abgewöhnt, oder zumindest so gut wie, also fast – es ist kompliziert. Aber wenn ich an die Zeit zurückdenke, in der es noch nicht kompliziert war, erinnere ich mich gerne daran, mit einer Tasse Kaffee und einer Zigarette auf meinem breiten Fensterbrett in meiner Studenten-WG gesessen und über alles und nichts nachgedacht oder mit Freunden einfach gequatscht habe.

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COLD WAR – DER BREITENGRAD DER LIEBE (2018)

Fünf Jahre nach seinem ruhigen, bedächtigen Werk IDA (2013), das viele Preise abräumte, beeindruckte der polnische Regisseur Paweł Pawlikowski auf Festivals erneut mit einem Film: Sein COLD WAR ist mehrfach preisgekrönt, unter anderem gewann er den Europäischen Filmpreis und wurde für drei Oscars nominiert. Das Drama erzählt die sich über zwanzig Jahre erstreckende Geschichte zweier Liebenden, während des Kalten Krieges. Seine ruhige Erzählweise sowie sein Verzicht auf Mainstream-konforme Inszenierung erschafft eine stark an die Nouvelle Vague erinnernde Atmosphäre.

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CLIMAX (2018)

Wer IRREVERSIBEL (2002) gesehen hat, vergisst den Namen Gaspar Noé nicht. So ein radikales, kompromisslos pessimistisches Werk kann nur von einem wahren Enfant Terrible kommen. Und diesen Ruf ergatterte sich Noé auch prompt. Mit ENTER THE VOID (2009) und LOVE (2015) versuchte er diesen Ruf zu stärken, vor allem mit letzterem misslang ihm dies: Es braucht heute mehr als provokante, pornographische Sexszenen, um radikal zu sein. Trotzdem ist sein Stil weiterhin radikal zu nennen. Mit CLIMAX versucht er jetzt, diesen Stil zum Höhepunkt zu bringen.

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AUFBRUCH ZUM MOND (2018)

Nach dem kleinen Meisterwerk WHIPLASH (2014) und dem großen Meisterwerk LA LA LAND (2016) war die Vorfreude groß auf den neuen Film von Damien Chazelle. Als dann bekannt wurde, was sein neustes Werk wird, konnten viele eine Enttäuschung nicht verbergen. Kein Musikfilm. Kein Jazz. Nein, AUFBRUCH ZUM MOND klang nach dem typisch amerikanischen Film nach wahren Begebenheiten über einen amerikanischen Helden, voller Pathos und ohne Überraschungen. Auch der wenig überzeugende Trailer verstärkte diesen Eindruck.

Wieso macht Chazelle so etwas gewöhnliches, fragte man sich unwillkürlich? Aber trotzdem gab man die Hoffnung nicht auf, dass er eben doch etwas Ungewöhnliches aus dieser Geschichte entwickelte. War sie berechtigt?

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HARD POWDER (2019)

Der schwarz-humorige Thriller HARD POWDER ist ein US-amerikanisches Remake zur dänischen Produktion EINER NACH DEM ANDEREN aus dem Jahre 2014. Der Neuauflage gelingt den Rhythmus und den Geist des Originals einzufangen und ihn in ein kriminell-amerikanisches Milieu einzubetten. Dies liegt ohne Frage an Regisseur Hans Petter Moland, der bereits für das Original verantwortlich war.

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THE WAY OF THE GUN (2000)

Der Name Christopher McQuarrie ist nicht gerade weit bekannt. Dabei hat der Regisseur und Drehbuchautor nicht nur mit den Mission Impossible-Teilen ROGUE NATION (2015) und FALLOUT (2018) bewiesen, dass die letzten Filme einer Actionfilmreihe die besten sein können, sondern vor allem mit Drehbüchern wie DIE ÜBLICHEN VERDÄCHTIGEN (1995) sein Schreibtalent für großartige Geschichten und Dialoge bewiesen – und wurde dafür ja auch mit dem Oscar belohnt.

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MARIA STUART, KÖNIGIN VON SCHOTTLAND (2019)

MARIA STUART, KÖNIGIN VON SCHOTTLAND ist ein Biopic über gleich zwei Frauen, die mächtiger nicht sein könnten und doch zum Spielball einer Männergesellschaft werden. Das historische Drama schildert das missverstandenes Verhältnis der Königinnen von England und Schottland, die beide das selbe Ziel verfolgten und durch unsägliche Umstände zu Feinden wurden. Ausgerechnet aus ihrer Rivalität soll schließlich das britische Königreich entstehen.

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