Film,  Kinokritik,  Kritiken

BAD BOYS FOR LIFE (2020)

The bad boys are back…forever!

Eine Buddy-Cop-Filmreihe, die sich konsequent Zeit lässt, kehrt zurück auf die Leinwand: BAD BOYS FOR LIFE ist erst der dritte Teil – und was für einer! Will Smith und Martin Lawrence schlüpfen dafür noch einmal in ihre alten Rollen, die sie 1995 erstmals besetzten. Für Smith war es der Beginn einer Action-Karriere. Doch von einem Ende kann bei dieser Darbietung nicht die Rede sein.

INHALT

Mike Lowrey (Will Smith) und Marcus Burnett (Martin Lawrence) sind Legenden der Miami Police. Doch der Zahn der Zeit nagt an den beiden: Marcus ist gerade erst Großvater geworden und denkt laut über seinen Rückzug vom Polizeidienst nach. Mike will ihm das ausreden, merkt aber selbst auch, dass sein Körper schon einmal besser in Form war. Er kommt zu einem Wettrennen zwischen den beiden ohne Gewinner. Den Mike wird angestoßen. Ein Attentat – eines von vielen in den nächsten Monaten. Jemand hat es auf Gesetzeshüter abgesehen. Doch wer ist die Person, die hier einen Rachefeldzug betreibt?

Noch ein letztes Mal müssen die Bad Boys den Tag retten: „Wir stehen zusammen, wir fallen zusammen. Bad Boys fürs Leben.“  

FAZIT

BAD BOYS FOR LIFE verliert keine Zeit, uns in das Leben der beiden Kumpel zu werfen. Eine wilde Verfolgungsjagd quer durch Miami bildet den fulminanten Start in Teil 3. Die präsentiert auch gleich eine erste, unerwartete Pointe. Denn es geht hier um keine Verbrecher, sondern um eine wichtige Geburt. So frech der Einstieg, so locker und humorvoll nimmt sich der halbe Film. Das gehört zu jedem guten Buddie-Cop-Movie einfach dazu und hat in dieser Reihe einen noch höheren Stellenwert für ihren Erfolg. Und wahrlich: Selbst mit über 50 Jahren haben Will Smith und Martin Lawrence immer noch einen jugendlichen Schalck im Nacken.

BAD BOYS FOR LIFE inszeniert sich als epische Hochglanzaction: Slow Motion, extrovertierte Kamerafahrten über blankes Chrome, sonnige Strände und Szenen aus dem Instagram-Filter berauschen und wecken Urlaubsgefühle. Die Rapmusik untermalt die Mischung aus MIAMI VICE und BOYZ N THE HOOD (1991).

Für die Handlung zieht der Film eine bisher unbekannte Vorgeschichte hervor. So überraschend und ungefragt sie daherkommt, so logisch ist sie. Man nimmt ihr die Idee von einer verflossenen Liebe, die auf Rache sinnt und einen Sohn als Todesengel schickt, mehr als. BAD BOYS FOR LIFE schafft damit sogar die bisher stärksten Gegner der Reihe. Die Auflösung des folgenreichen Twists wirkt nach den letzten Smith-Filme jedoch wie aus der Konserve. Ohne viel vorweg zu nehmen: Dies ist definitiv der persönlichste Kampf für Lowrey und Burnett.

Allzu viel darf man von diesem Film nicht erwarten. Er macht, was er soll: Verbrecherjagd, Schusswechsel, Explosionen, freche Oneliner und pathetische Dialoge zwischen den Partnern bilden ein solides Grundgerüst. Ja, an Pathos mangelt es in diesem Film wirklich nicht. Wenn nicht gerade gekämpft oder geneckt wird, führen folgenschwere Gespräche die Handlung weiter. Hier gibt es geschicktere Erzählweisen, die denselben Effekt gehabt hätten, aber dieses Pathos passt eben zu zwei Cop-Veteranen mit einem lässigen Mantra. So geht der Charme des Films vor allem aus den beiden Hauptfiguren hervor. Diese mögen gereift sein, aber mimen immer noch überzeugend die böse Jungs – und dass wohl nicht zum letzten Mal. Denn Teil 4 ist bereits bestätigt.  

BOD BOYS FOR LIFE läuft seit dem 16.01.2020 in den deutschen Kinos.

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Sony Pictures

Moin! Ich bin der Filmaffe. Den Blog hab ich mir ausgedacht. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.

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