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HELL FEST (2019)

Kleine Morde auf höllischem Festival

Wenn der Mörder austauschbar ist, muss eben das Setting stimmen: In dem Slasher HELL FEST frönt man genau diesem Motto. Eine Gruppe Klischees wünscht sich Spaß und Alkohol auf einem Horrorfestival. Statt dessen beginnt eine schaurige Jagd durch allerhand unnötig gruselige Labyrinthe.

INHALT

Lang nicht mehr gesehen – das denken sich sechs Freunde, die sich gemeinsam für ein Festival treffen, um endlich mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Das „Hell Fest“ ist jedoch kein gewöhnliches Festival. Das gesamte Gelände ist ein einziger Horrortrip: Geisterbahnen, Escape Rooms, schaurige Kabinette und natürlich überall rumlaufende Schauspieler in Horrorkostümen. Ideal für Menschen, die mal selbst in einem Horrorfilm mitspielen wollen – und noch idealer für Mörder, die unbemerkt Leute schnetzeln.

Bald folgt den Freunden ein schwarzgekleideter, schweigsamer Maskenmann. Anfangs denken sie noch, es gehört zu Spiel. Doch als immer mehr verschwinden und er einzelnen bedrohlich nahe kommt, erkennen sie, dass ihr persönliches Hell Fest alles andere als geplant verläuft…

FAZIT

Willkommen zum HELL FEST, einem klassischen Slasher mit öder Handlung. Der Horrorfilm kennt sein Genre und hält sich an die Konventionen. Der Mörder sagt nichts, dafür merken die jungen Menschen mal wieder erst kurz vor Ende, was mit ihnen gerade passiert. Reicht? Reicht heute nicht mehr!

Hier kommen wir gleich zum großen Kritikpunkt am Film: Denn er macht sich nicht mal die Mühe etwas Innovation zu vermitteln. Sogar seine Mordszenen sind alles andere als spektakulär. Dabei geht es in Slasher doch vor allem darum, die Opfer auf möglichst kreative Art und Weise um die Ecke zu bringen. Doch heimlich mit Messer im Bauch oder Nadel im Auge gab es so schon mal (besser). Auch mitten in der Öffentlichkeit morden wurde in SCREAM 2 schon viel emotionaler und dramatischer inszeniert. So manche blutige Szene kratzt an Geschmacksgrenzen, die meisten sind jedoch nur kleine Stiche in die Magengrube – der Opfer. Allzu viel Gewalt erlebt das Publikum also nicht.

Worin HELL FEST jedoch überzeugt – und was tatsächlich mehr Grusel ausmacht als die Morde des Täters – ist das Setting. Das schaurige Festival ist wirklich ein fantastischer Ort. Überall laufen schaurige Gestalten herum und zu den besten Orten kommt man nur, wenn man sich durch andere Gebiete traut. Ein wenig wie in Westworld nur mit viel mehr Touristen. Die aufwändig gestalteten Orte verleihen dem Film Spannung. Noch spannender wäre es nur, wenn die Orte tatsächlich nicht nur Kulisse im doppeltem Sinne wären.

Ab 16 Jahre freigegeben ist HELL FEST kein großes Werk, aber ein perfekter Einstiegsfilm für kleine Horrorfan im zarten Teenageralter. Also Chips gekauft, Cola geöffnet und mit der Freundin unter die Decke gekuschelt…

HELL FEST ist seit dem 13.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Universum Film

Moin! Ich bin der Filmaffe. Den Blog hab ich mir ausgedacht. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.

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