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    ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (2019)

    Vor allem der erfolgreiche MAMMA MIA! (2008) und dessen Fortsetzung haben den Hype um Musicals mit Liedern berühmter Rockgruppen oder Musiker losgetreten. Genau in diese Fußstapfen tritt auch ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK. Und sein Vorhaben ist zu loben: Aufwendig und groß wie eine Hollywood-Produktion will er sein und widmet sich dabei einem der größten deutschsprachigen Liedermacher aller Zeiten: Udo Jürgens. Die Musicalverfilmung klotzt statt zu kleckern. Die Inszenierung ist groß, kitschig und hollywoodesk. Die Farben sind knallbunt und grell, die Story bewusst bis an die Grenze der Möglichkeiten verkitscht, die wichtigen Rollen mit Stars besetzt: Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu oder Uwe Ochsenknecht. Die Bilder (meist sind die…

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    KALTER SCHWEISS (1970)

    Von Action verstand James-Bond-Regisseur Terence Young (DR. NO; 1962/ LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU; 1963/ FEUERBALL; 1965) etwas. Und so sind es in dem 1970 von ihm inszenierten Film KALTER SCHWEISS auch die Handgreiflichkeiten und Verfolgungsjagden, die überzeugen. Ansonsten ist der französisch-italienische Thriller alles andere als frei von Schwächen. Neben ein paar Längen stören vor allem die stellenweise ziemlich bescheuerte Handlung sowie ein nerviges Frauenbild. Für leichte Unterhaltung für zwischendurch ist der Film aber dennoch zu gebrauchen.

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    GEMINI MAN (2019)

    Der Science-Fiction-Thriller GEMINI MAN behandelt hinter seinem Actionplot vor allem die Frage, ob man Menschen klonen darf. Es geht (mal wieder) um die Erschaffung perfekter Soldaten und das Gottspielen durch die Manipulation der DNA. Damit nimmt sich GEMINI MAN eines typischen Dystopie-Themas an, das bei Weitem nicht neu ist, doch der Film setzt es unterhaltsam und interessant um. Die Hauptrolle spielt Will Smith, seinen Kontrahenten Clive Owen. Regie führte Ang Lee (TIGER & DRAGON/ LIFE OF PI). Er benutzte für den Film das neuartige High-Framerate-Verfahren mit 60 statt 24 Bildern pro Sekunde. Das sorgt auf der visuellen Ebene für eine neuartige Wirkung.

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    INFAM (1961)

    Regisseur William Wyler (BEN HUR; 1959) versteht sich auf Dramatik und gesellschaftliche Themen. Mit INFAM drehte er ein beeindruckendes Drama über das Gerücht einer lesbischen Liebesbeziehung und die gesellschaftlichen Folgen dieser Behauptung: Ächtung, Verstoßung, Bedrohung. Er zeigt, was Worte anrichten können und dass, wenn einmal ein Gerücht öffentlich wird, es niemals wieder ganz verschwindet. INFAM hat Wyler in schwarz-weiß gedreht – zu der Zeit, 1961, nicht gerade üblich, aber wirksam. Der Film überzeugt durch die Schauspieler und seine enorme innere Spannung – sorgt durch einen kleinen Aspekt dann aber doch ein wenig für Verärgerung.

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    ANNA (2019)

    Luc Besson mag Filme mit starken Frauenrollen, auch im Actionkino. Und oft genug benennt er auch die Filme nach seinen Heldinnen, etwa LUCY (2014) und NIKITA (1990) – oder eben ANNA, sein neuer Actionfilm. Die Handlung (und stellenweise auch der Trailer) liest sich zunächst etwas wie der kürzlich erschienene RED SPARROW (2018) mit Jennifer Lawrence, in dem ebenfalls eine junge Russin zur Killerin ausgebildet wird. Und auch wenn ANNA oft ähnlich ernst und sogar deprimierend ist, geht er um einiges raffinierter vor. Der Plot verspricht nämlich vor allem eines: viele Wendungen und Überraschungen.

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    CRAWL (2019)

    Dass der Alligator-Horror CRAWL kein Billig-Trash á la 2-HEADED-SHARK-ATTACK (2015) oder SHARKNADO (2013) ist, sieht man schon mit einem Blick auf die Namen der beteiligten Personen: Alexandre Aja (PIRANHA 3D, 2010; HORNS, 2013) zeichnet sich für die Regie verantwortlich, Sam Raimi (TANZ DER TEUFEL, 1981, SPIDERMAN 1-3) ist Mitproduzent. Und so ist CRAWL – zumindest, was die Effekte und den Aufwand beim Dreh betrifft – Qualitäts-Tierhorror. Er erinnert damit (und auch von der Story her) an den 2012 erschienenen BAITS – HAIE IM SUPERMARKT. Nur kämpfen die Protagonisten hier eben nicht gegen Haie im Supermarkt, sondern gegen Alligatoren im Haus.

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    SUDDEN DEATH (1995)

    „Stirb langsam“ im Eishockeystadion – so könnte man etwas vereinfacht SUDDEN DEATH beschreiben, wie so viele Actionfilme der frühen 1990er Jahre sich an dem großen Idol orientierten. Es ist eben ein bewährtes Schema: eine Geiselnahme in einem abgeschlossenen Raum, skrupellose Killer und ein Mann, der sich alleine gegen die Bösewichte stellt. So auch bei SUDDEN DEATH mit Jean-Claude Van Damme in der Heldenrolle. Der Actionfilm gilt als einer der besten Beiträge des Genres in den 1990ern. Hat er bis heute an Charme verloren?

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    DIE MÄDCHEN VON ROCHEFORT (1967)

    DIE MÄDCHEN VON ROCHEFORT ist ein französisches Musical von Jacques Demy, der schon mit DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG (1964) bewies, dass er das Genre beherrscht. Der Film ist eines der Vorbilder für LA LA LAND (2017) gewesen. Und sieht man die knallbunten Farben, die wilden Tanzchoreografien und die schöne Musik, versteht man, wieso auch Damien Chazelle von diesem Film angetan war.

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    DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG (1964)

    Damien Chazelle, Regisseur und Drehbuchautor von LA LA LAND (2016), nannte DIE REGENSCHIRME VON CHERBOURG den „formvollendetsten Film, den ich kenne“. Dieser Film, zusammen mit DIE MÄDCHEN VON ROCHEFORT (1967), waren die Vorbilder und Inspiration für LA LA LAND. Der Regisseur dieser beiden klassischen Musicals Jacques Demy setzte den Filmen der Novelle Vague zur damaligen Zeit knallbunte, kitschige Gesangsfilme entgegen. Entstanden ist ein einfach liebenswürdiges Musical nach alter Schule, das aber mit Sicherheit nicht für jedermann geeignet ist.

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    HAPPY DEATHDAY 2U (2019)

    Als HAPPY DEATHDAY 2017 erschien, rechnete man irgendwie mit einer billigen Horrorvariante von UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER (1993). Es stellte sich aber heraus, dass mit dem Zeitschleifenfilm, in dem eine junge Frau den Tag ihrer Ermordung immer und immer wieder erlebt, eine sympathische und gut umgesetzte Variation des Klassikers gelungen war. Der Film war mit 125,5 Millionen US-Dollar Einspielergebnissen bei nur 5 Millionen Dollar Produktionskosten auch finanziell ein großer Erfolg. Wie so häufig dauerte es dann nicht lange, bis eine Fortsetzung erschien.