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    UNDER THE ROSE (2017)

    „Eine moderne Variante von FUNNY GAMES“, prangt auf dem Cover des spanischen Thrillers UNDER THE ROSE. Durch diesen Vergleich mit Michael Hanekes grausamen Film von 1997 wird zweierlei erreicht: Zum einen werden die Erwartungen hochgeschraubt. Zum anderen wird ein brutaler Film voll physischer und psychischer Gewalt angekündigt. Ganz so grausam wird es in UNDER THE ROSE dann letztendlich nicht, zumindest nicht für Genre-erfahrene Zuschauer. Zartbesaitete (vor allem, was das Thema Zähne angeht) sollten allerdings vorsichtig sein. Denn auch wenn selten die Durchführung der Gewalt gezeigt wird, wird das Ergebnis dieser Gewalt sichtbar. Mehr als um äußere Gewalt geht es in UNDER THE ROSE allerdings um innere.

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    COME TO DADDY (2020)

    Drama, Komödie, Thriller, Horror – es ist ein irrwitziger und abgedrehter Genremix, den Ant Timpson, als Produzent von Horrorfilmen wie THE ABC‘S OF DEATH (2012) oder HOUSEBOUND (2014) erfahren, mit COME TO DADDY als sein Regiedebüt präsentiert. Durchweg lässt sich nicht abschätzen, wohin die Reise in diesem verrückten Streifen geht und wie sich der Plot entwickeln wird. Zu viel darf man deshalb auch nicht verraten, nur soviel sei erlaubt: Es erwartet den Zuschauer eine gute Portion Unterhaltung, schwarzer Humor, makabre Gewalt und eine Vielzahl genialer Einfälle voller Kreativität.

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    KNIVES OUT (2019)

    Mit STAR WARS – DIE LETZTEN JEDI (2017) hatte Rian Johnson für viel Kontroverse in einer riesigen Saga sorgt. Er verlieh der stringenten, das ganze All umfassende Sci-Fi-Geschichte unerwartete Wendungen. Mit KNIVES OUT lebt Johnson das Spiel mit den Erwartungen weiter aus: Es ist einen Krimi klassischer Art, ein kleines Filmchen könnte man sagen, wenn das Budget nicht groß und die Besetzung nicht starreich wäre: Daniel Craig, Chris Evans, Jamie Lee Curtis, Toni Colette, Christopher Plummer und und und…

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    OFFICIAL SECRETS (2019)

    OFFICIAL SECRETS erzählt nach einer wahren Begebenheit die Geschichte der britischen Spionin Katharine Gun, die geheime Informationen zum Irakkrieg leakte. Damit wollte sie einen illegal geführten Krieg verhindern. Der Politthriller des Regisseurs Gavin Hood (ENDER‘S GAME) widmet sich einer Whistleblowerin, indem er die Story effektvoll und spannend in Szene setzt und dabei klar Partei ergreift. Mit einfachen Mitteln zieht der Film den Zuschauer in seinen Bann und erzeugt gezielt Wut und Empörung, deren man sich trotz der offensichtlichen filmischen Mittel aufgrund des Tempos und der tollen Schauspieler nicht entziehen kann.

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    DIE SCHWARZE WINDMÜHLE (1974)

    DIRTY HARRY-Regisseur Don Siegel inszenierte 1974 den Spionagethriller DIE SCHWARZE WINDMÜHLE, in dem ein MI6-Agent seinen entführten Sohn befreien will. In den Hauptrollen mit Michael Caine (KINGSMAN) und Donald Pleasance (HALLOWEEN) prominent besetzt, begeistert der Film leider nicht so sehr, wie man nach diesen ersten Infos hoffen würde…

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    DAS PERFEKTE GEHEIMNIS (2019)

    Erst vor kurzem hat die deutsche Komödie DER VORNAME (2018) die Zuschauer und die Filmkritik begeistert. Die kammerspielartige Screw-Ball-Comedy mit thematisch interessanten Diskussionen, Tiefsinn, exaktem Timing und hervorragenden Schauspielern kam der Perfektion so nahe wie kaum ein anderer deutscher Film in den letzten Jahren.

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    ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK (2019)

    Vor allem der erfolgreiche MAMMA MIA! (2008) und dessen Fortsetzung haben den Hype um Musicals mit Liedern berühmter Rockgruppen oder Musiker losgetreten. Genau in diese Fußstapfen tritt auch ICH WAR NOCH NIEMALS IN NEW YORK. Und sein Vorhaben ist zu loben: Aufwendig und groß wie eine Hollywood-Produktion will er sein und widmet sich dabei einem der größten deutschsprachigen Liedermacher aller Zeiten: Udo Jürgens. Die Musicalverfilmung klotzt statt zu kleckern. Die Inszenierung ist groß, kitschig und hollywoodesk. Die Farben sind knallbunt und grell, die Story bewusst bis an die Grenze der Möglichkeiten verkitscht, die wichtigen Rollen mit Stars besetzt: Heike Makatsch, Moritz Bleibtreu oder Uwe Ochsenknecht. Die Bilder (meist sind die…

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    KALTER SCHWEISS (1970)

    Von Action verstand James-Bond-Regisseur Terence Young (DR. NO; 1962/ LIEBESGRÜSSE AUS MOSKAU; 1963/ FEUERBALL; 1965) etwas. Und so sind es in dem 1970 von ihm inszenierten Film KALTER SCHWEISS auch die Handgreiflichkeiten und Verfolgungsjagden, die überzeugen. Ansonsten ist der französisch-italienische Thriller alles andere als frei von Schwächen. Neben ein paar Längen stören vor allem die stellenweise ziemlich bescheuerte Handlung sowie ein nerviges Frauenbild. Für leichte Unterhaltung für zwischendurch ist der Film aber dennoch zu gebrauchen.

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    GEMINI MAN (2019)

    Der Science-Fiction-Thriller GEMINI MAN behandelt hinter seinem Actionplot vor allem die Frage, ob man Menschen klonen darf. Es geht (mal wieder) um die Erschaffung perfekter Soldaten und das Gottspielen durch die Manipulation der DNA. Damit nimmt sich GEMINI MAN eines typischen Dystopie-Themas an, das bei Weitem nicht neu ist, doch der Film setzt es unterhaltsam und interessant um. Die Hauptrolle spielt Will Smith, seinen Kontrahenten Clive Owen. Regie führte Ang Lee (TIGER & DRAGON/ LIFE OF PI). Er benutzte für den Film das neuartige High-Framerate-Verfahren mit 60 statt 24 Bildern pro Sekunde. Das sorgt auf der visuellen Ebene für eine neuartige Wirkung.

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    INFAM (1961)

    Regisseur William Wyler (BEN HUR; 1959) versteht sich auf Dramatik und gesellschaftliche Themen. Mit INFAM drehte er ein beeindruckendes Drama über das Gerücht einer lesbischen Liebesbeziehung und die gesellschaftlichen Folgen dieser Behauptung: Ächtung, Verstoßung, Bedrohung. Er zeigt, was Worte anrichten können und dass, wenn einmal ein Gerücht öffentlich wird, es niemals wieder ganz verschwindet. INFAM hat Wyler in schwarz-weiß gedreht – zu der Zeit, 1961, nicht gerade üblich, aber wirksam. Der Film überzeugt durch die Schauspieler und seine enorme innere Spannung – sorgt durch einen kleinen Aspekt dann aber doch ein wenig für Verärgerung.