Der Filmaffe – ein Jahresrückblick auf 2016

Fazit, Fakten, Highlights

Wieder sind zwölf Monate ins Land geschritten. Und es war kein leichtes Jahr, aber eines, dass sich sehen lassen kann: Der Filmaffe hat 2016 die Zahl seiner Beiträge fast verdoppeln können. Aber es kommt ja nicht nur auf die Masse an. Auch inhaltlich haben wir uns weiterentwickelt. Ebenso wurde strukturell viel umgeworfen und neu aufgebaut. Aber nun mal der Reihe nach: Das ist 2016 beim Filmaffen alles passiert.

Neues Design, neue Inhalte & eine neue Struktur

Der Filmaffe ist weiß geworden. Aufgeräumt und vom Layout her breiter und großzügiger, zeigt sich der Filmblog im neuen, modernen Gewand. So hat sich nicht nur das Logo leicht verändert, sondern der Auftritt des Blogs macht einen deutlich professionelleren und aufgeräumten Eindruck. Mit dem Ziel „Weg vom klassischen Blog, hin zum Filmportal“ wurde mit der neuen Optik ein erster wichtiger Schritt vollzogen.

Eine weitere Veränderung war die klare Abgrenzung zwischen Film und Serie. So gibt es nun einen eigenen Serienbereich. Außerdem sind nun sowohl für Filme als auch für Serien Auflistungen zu finden, die als erster Schritt zu einer Filmdatenbank gesehen werden können. In dem Zusammenhang wurden in den fast vier Jahren, in denen der Blog bereits besteht, noch nie so viele aktuelle Kinofilme eingepflegt. Gut 80 Prozent aller Kinostarts des Jahres 2016 sind auf dem Filmaffen zu finden. Und dass soll im Jahre 2017 noch weiter ausgebaut werden.

Ein wahrer Brecher, der sich nun auf dem Filmaffen befindet, ist der Blogroll: eine Liste von allen Filmbloggern, die uns bekannt sind. Auch diese soll in den nächsten Jahren stetig aktualisiert werden. Damit ist der Filmaffe nicht nur eine Anlaufstelle für Filmintessierte geworden. Vielmehr möchten wir die Mitglieder der Filmblogosphäre einander näher bringen und uns noch mehr vernetzen – Konkurrenzgehabe, Neid und Konflikte sollen unter den Filmbloggern keine Rolle mehr spielen. Schließlich lebt die Filmkritik vom Austausch. Denn keine Meinung kann endgültig sein.

Kleine Bestandsaufnahme & Jubiläum

Dieses Jahr wurden 285 Filme und 34 Kurzfilme eingepflegt sowie 115 neue Filmkritiken veröffentlicht. Insgesamt haben wir gut 600 neue Blogbeiträge verfasst. Durchschnittlich macht das circa elf Beiträge pro Woche – und dass, obwohl wir eigentlich nur Hobbyblogger sind. Unsere zwei ältesten Reihen erlebten zudem ihr Jubiläum. So erreichte der „Trailer Park“ mit über hundert Folgen seine Dreistelligkeit und der „Newsticker“ kam auf stolze 50 Ausgaben.

 

Das Team wächst weiter

Gegen Mitte des Jahres erhielt ich eine sehr ausführliche E-Mail: Salih schrieb darin über seine Leidenschaft über Filme zu reden, dass er darin auch schon erste Erfahrungen auf andere Plattformen gemacht hat, und der erzählte davon, wie sehr er es mag, selbst kleine Filme zu produzieren. Er wollte beim Filmaffen mitmachen und ich war sofort von ihm begeistert. Kaum war er bei uns eingestiegen, wurde er zu einer Instanz, die schnell Spuren hinterlassen hat. Sofort begann er mit dem Besprechen erster Serien und Filme. Zwei seiner Highlights in diesem Jahr waren ohne Frage sein Berichte über die WEEKEND OF HELL in Oberhausen und die German Comic Con in Dortmund, zu der er sogar ein kleines Video gemacht hat:

Und ganz frisch dazu gekommen, sind außerdem noch Begüm und Lena. Die eine ist eine erfahrene Texterin und die andere eine wahre cineastische Naturgewalt. Beide lieben Filme und beide habe eine Menge Ahnung von der Materie. Wir freuen uns, dass alle drei den Weg zu den Filmaffen gefunden haben und sind gespannt auf ihre Projekte und Texte im neuen Jahr.

 

Neue Reihen, Kurzfilme und eine Indie-Plattform

Es hat sich auch inhaltlich viel getan auf dem Filmaffen. Neue Reihen kamen hinzu und konnten sich etablieren. Vorneweg hat Sarah mit ihrer Rubrik „Schwarz auf weiß“ ein eigenes Themenfeld im Affentheater eröffnet, in dem sie sich liebevoll und detailliert dem Schwarz-Weiß-Film widmet. Immer sonntags am Anfang des Monats dürft ihr euch auf eine neue Folge freuen.

Auch das Ende jeden Monats hat sein Satzzeichen gefunden: Die „Filmrolle – der monatliche Blogroll auf dem Filmaffen“ sammelt einige der interessantesten Blogbeiträge aus der Filmbloggerszene zusammen. Mit einem kurzen Kommentar versehen, soll diese Rubrik die Lust der Leser anregen, auch einen Blick auf die anderen deutschen Filmblogs zu werfen.

Jeden Samstag gibt es nun auch einen Kurzfilm, den wir vorstellen. Sein Alter spielt hier keine Rolle, Hauptsache ist, er unterhält oder hat etwas ganz besonderes. Gleichzeitig sind diese Kurzfilmtipps auch unsere kleine Ecke für angehende Regisseure, Grafiker und Drehbuchschreiber, dessen Erstlingswerk wir hier gerne der breiteren Öffentlichkeit präsentieren wollen. Also falls ihr gerade selbst Filmstudenten oder Uniabsolventen seid, so schickt uns doch über feedback@filmaffe.de eine kleine E-Mail, in der ihr uns auf eure Werke aufmerksam macht.

 

Specials & besondere Highlights

Bereits am Jahresanfang setzte das BATMAN-Special ein erstes kleines Highlight. Hier begab ich mich auf die Suche nach allen BATMAN-Darstellern. Zugegeben fand ich diese recht schnell. Aber dann nochmal deren Auftritte und die Inhalte der teilweise wirklich alten Filmen nachzuvollziehen, war gar nicht so einfach.

Neben den beiden Events, die Salih mitnahm, war auch ich on Tour: Zum einen machte ich einen Abendspaziergang durch die Karlsruher Innenstadt mit dem Team von „Der Kurbel“. Wir schauten uns Kurzfilme an, die auf Häuserwände projiziert wurden – eine schöne Symbiose aus Hinterhoferkundung und filmischer Blick über den Tellerrand. Außerdem nahm ich an der wissenschaftliche Konferenz „The Real of Reality“ im ZKM in Karlsruhe teil. Hier traf Filmpraxis auf Filmtheorie. Ein wenig Weiterbildung darf eben auch mal sein.

Auch das aktuelle Mediengeschehen wurde nicht außer Acht gelassen: In „Satire darf alles“, meinem Kommentar zur damaligen Diskussion um Jan Böhmermanns „Schmähgedicht“, ließ ich alle Zügel fallen und verkündete, wie so viele damals, meine Meinung. Diese war absolut subjektiv, wenn gleich ich dennoch bemüht war, Argumente zu liefern.

Aus einem Rezensionsmuster, dass uns erlaubte, über die SENDUNG MIT DER MAUS zu reden, ergab sich zudem ein sehr schönes und von den Lesern äußerst positiv angenommenes Interview mit Anna-Lena Vogel, einer Mitarbeiterin bei der Maus. Sie gab uns einen Einblick in die Produktion der Kindersendung, den man in der Form wahrlich nicht jede Tage erhält.

Bens Blick über den Tellerrand mit seinen beiden Texten „Die Landschaft als Hauptrolle“ und „Manifest gegen die Handkamera“ waren hingegen absolute Bereicherungen des „Affentheaters“. Warum? Weil ich nie auf die Idee gekommen wäre, mal ernsthaft über die Kulisse und Landschaft im Film nachzudenken, geschweige den, dieser sogar eine Art Rolle zu zuordnen. Im anderen Fall sprach mir Ben regelrecht aus der Seele. Auch ich bin leidenschaftlicher Horrorfan und mag Actionfilme, aber beide nutzen wirklich viel zu inflationär diese wackelnde, hektische, das Bild unkenntlich machende Handkamera.

Ein neuer Podcast

Außerdem gab auch in diesem Jahr einen neuen Podcast; diesmal zum Seriencomeback von GILMORE GIRLS auf Netflix: Zwei Mädels (Sarah und Steffi) und eine Halbe (ich) trafen sich zum Plausch. Dem ging zunächst ein GILMORE GIRLS-Marathon voraus. Entsprechend fertig waren alle noch bevor es richtig los ging. Und doch haben wir es durchgezogen. Wir sprachen über die vier neuen Folgen, wir sprachen über die Serie im Ganzen und im Kleinen. Wir schwelgten in Erinnerungen und verbissen uns in Diskussionen. Und am Ende waren wir uns alle darüber einig, ja vielmehr fühlten wir uns bestätigt, dass diese Serie immer noch eine der Besten ist.

 

War das Jahr 2016 für den Filmaffen also ein Gutes? Logo! Und doch hätte noch viel mehr drin sein können. Fakt ist: Wir stehen gerade erst am Anfang. Postfaktisch sind wir jedoch mitten drin im Strudel der Filmbloggerei.

Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
Jörg Gottschling

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