Kritiken

SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE (2018)

Animierter Comicspaß mit Mulitversum

SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE brilliert optisch und überzeugt inhaltlich. Der Animationsfilm erfindet ein beeindruckenden Animationsstil und eröffnet uns ein völlig neues Marvel-Universum mit Mindfuck-Garantie.

INHALT

Miles Morales ist intelligent, hilfsbereit und meist für sich alleine. Sein bester Freund ist sein Onkel. Seine neue Schule mag er nicht besonders. Viel lieber ist Miles abends unterwegs, um seine Kunstwerke an die Wand zu sprayen. Als er dabei von einer radioaktiv-verseuchten Spinne gebissen wird, ändert sich sein ganzes Leben. Er hält die selbe Kräfte, wie Peter Parker – und kann sogar noch einiges mehr.

Spinnenkräfte zu kontrollieren, ist jedoch leichter gesagt als getan. Doch gerade jetzt braucht ihn die Stadt. Denn der Kingpin hat Spider-Man getötet und ein Portal in Parallelwelten geöffnet. Miles muss den Plan des Schurken vereiteln und die Dimensionen retten. Dabei erhält er unerwartet Hilfe von gleich fünf anderen Spinnenmenschen…

FAZIT

Hier ist er nun also: Miles Morales. Der zweite Spider-Man überzeugt durch jugendliche frische, viel Witz, so manch harter Kost für eingefleischte Fans und einer Optik, die neue Maßstäbe im Animationsfilm setzt. So viel vorweg: Spider-Man stirbt. Das muss er, weil nun ein Nachfolger nötig ist. Der ist Afroamerikaner, Teenager und ähnlich intelligent wie sein Vorgänger. Miles erster Leinwandauftritt wirkt wie Deadpool für Kinder. Denn SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE stellt das gesamte Universum auf dem Kopf. Das beginnt beim Design.

Das Animationsdesign basiert auf einem Mix verschiedener Stile. Diese Mischung sieht nicht nur grandios aus, sondern wird durch rasante Kamerafahrten und irrwitzige Kamerawinkel fabelhaft in Szene gesetzt. Der Mix ist dabei nicht nur reine Spielerei, sondern erfüllt einen Zweck: Wie der Titel des Films schon erklärt, reißt dieser Spider-Man durch verschiedene Universen, die alle anders aussehen. Jede hat ihren eigenen Spider-Man, ihre eigene Spider-Woman oder eben einen Spider-Pig. Letzterer erinnert an die Looney Tunes und hat schon deswegen Potential für einen eigenen Film – oder gar eine eigene Serie.

Die Geschichte ist eine klassische Origin-Story, die jedoch gleich mehrere Helden anteasert. Die Idee der multiple Realitäten ist irre, genial und für Fans bereits bestens bekannt. Schon in den 90er Jahren schickte Madam Web den damaligen Spider-Man auf einen interdimensionalen Endkampf. Diese Version hier verwebt alte Elemente mit einer neuen Heldentruppe. Das Ergebnis fühlt sich an wie ein Comic-Buch, das sich verselbstständigt und die Zuschauer auf einen atemlosen Trip mitnimmt. So nah war wohl noch nie eine Comic-Verfilmung an dem Medium, aus dem sie entsprang – nicht mal DICK TRACY kann hier mithalten.

Der Film ist losgelöst von MCU. Er passt dennoch prima hinein. Denn die Idee verschiedener Universen und Zeitlinien ist durch Thanos Schnipser nicht mehr ausgeschlossen und wird durch den Titel DOCTOR STRANGE AND THE MULTIVERSE OF MADNESS quasi bestätigt. Wenn sich das MCU nach Endgame in diese Richtung entwickelt, dann kommt bald ein fantastischer Comic-Spaß auf uns zu.

SPIDER-MAN: A NEW UNIVERSE ist im Handel erhältlich.

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Sony Pictures

Moin! Ich bin der Filmaffe. Den Blog hab ich mir ausgedacht. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.

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