SKYSCRAPER (2018)

Action-Kracher mit The Rock

Ein Hochhaus, eine Bande Terroristen und ein Held – natürlich weht ein Hauch von STIRB LANGSAM (1988) durch SKYSCRAPER, wie es bei allen Actionfilmen der Fall ist, deren Schauplatz auf ein Hochhaus begrenzt ist. Doch muss der von Dwayne „The Rock“ Johnson verkörperte Held hier nicht nur gegen einen Haufen Gangster kämpfen, sondern auch gegen die unbändige Kraft eines Feuers. Und bei dem Hochhaus handelt es sich nicht um das Nakatomi Plaza, sondern um das höchste und modernste Gebäude der Welt. Dennoch haben die beiden Filme eins gemeinsam: Sie bieten nonstop gut gemachte Action, die Spaß macht.

 

INHALT:

Früher war Will Sawyer (Dwayne Johnson) ein FBI-Spezialist. Doch nach einem missglückten Einsatz, bei dem er sein Bein verlor, kehrt er dieser Tätigkeit den Rücken zu. Er heiratet, wird zweifacher Vater und überprüft jetzt mit seiner eigenen Firma die Sicherheit von Hochhäusern. Mit seinem neuen Auftrag will er ganz hoch hinaus: Er überprüft das höchste Gebäude der Welt, einen riesigen Science-Fiction-Turm mit 226 Stockwerken – dreimal so hoch wie das Empire State Building.

Doch natürlich geht etwas schief. Gangster hacken sich ins Sicherheitssystem, deaktivieren die hochmoderne Brandschutztechnik und legen im 96. Stock ein Feuer. Nicht nur, dass man Sawyer dieser Tat verdächtigt – seine Frau (Neve Campbell) und seine beiden Kinder befinden sich auch noch in der 98. Etage des Hauses…

FAZIT:

Vieles ist unnötig und überflüssig in SKYSCRAPER. Gefühlsdusselige Szenen zu Beginn des Films etwa, die die Figur von Johnson voller Zweifel zeigen sollen, allerdings nichts mit dem Rest des Films zu tun haben. Oder die FBI-Hintergrundstory, auf die man auch wunderbar hätte verzichten können: Es wäre genauso spannend gewesen, hätte man die Gangster weggelassen und sich nur auf das Feuer und die ausgefallene Brandschutztechnik konzentriert. Denn der Reiz von SKYSCRAPER liegt nicht in erster Linie in den Schuss- und Prügelszenen und schon gar nicht in der Story, sondern in der schwindelerregenden Action in luftiger Höhe und dem Kampf gegen das Feuer. Es ist der blanke Horror für jeden Zuschauer, der nicht schwindelfrei ist – und das nutzt der Film geschickt aus, um spektakuläre Bilder zu präsentieren.

Und damit kann SKYSCRAPER auf jeden Fall punkten: Die atemberaubenden Actionszenen sind auf höchstem Niveau. Natürlich sind sie allesamt unter realistischen Gesichtspunkten großer Schwachsinn. So überlebt Sawyer ein paar Stunts, die auch schon Ethan Hunt in MISSION IMPOSSIBLE – PHANTOM PROTOKOLL (2011) so ähnlich vollzog – nur dass Sawyer für sie in SKYSCRAPER keine hochtechnisierten Gadgets braucht, sondern lediglich Seil und Klebeband. Diese Szenen haben rein gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun, doch sie machen (vielleicht genau deshalb) Spaß – und das ist auch das Ziel dieses Films, der nicht mehr will, als gute geradlinige Action-Unterhaltung zu bieten.

Die DVD ist ordentlich mit Extras gespickt: Unveröffentlichte Szenen, Interviews und zahlreiche Featurettes unterschiedlicher Länge, die einen guten Einblick in die Produktionsweise des Films geben, die dem Streifen aber auch mehr tiefere Bedeutung zuschreiben wollen als wirklich in ihm steckt. SKYSCRAPER erscheint mit dieser gelungenen Ausstattung am 15. November 2018 bei Universal.

von Benjamin Wirtz

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Universal Pictures

Produkte von Amazon.de

Benjamin Wirtz

Hey, ich bin angehender Cineast, großer Kinofreund und interessiert an jeder Art von Filmen. Deshalb steht in meinem DVD-Regal Godard neben Besson, die „Alien“-Box neben der Truffaut-Box, „Saw“ neben „Frau ohne Gewissen“ und „Panzerkreuzer Potemkin“ neben „2-Headed-Shark-Attack".

Letzte Artikel von Benjamin Wirtz (Alle anzeigen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: