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CENTRAL PARK – MASSAKER IN NEW YORK (2017)

Killer murkst Teenies im Park ab

Der Central Park in New York – ein guter Filmschauplatz. Es wundert nicht, dass auch das Slasher-Genre ihn nun für sich entdeckt hat. Der simple Titel CENTRAL PARK – MASSAKER IN NEW YORK sagt da schon alles aus, was der Horrorfan wissen muss. Regie-Neuling Justin Reinsilber, eigentlich Schauspieler, zeichnet sich fürs Drehbuch und die Regie verantwortlich. Die Werbung für den Film setzt groß an: Mit Slasher-Filmen wie HALLOWEEN oder FREITAG, DER 13. wird dort CENTRAL PARK verglichen. Ob der Film das Versprechen halten kann?

INHALT

Eine sechsköpfige High-School Clique trifft sich nachts im New Yorker Central Park zum Kiffen und Abhängen. Manche von ihnen haben eine mehr oder weniger ausführlich Backgroundstory erhalten: Harold (Justiin A. Davis) hat zum Beispiel einen Vater, der Freunde und Fremde um Millionen betrogen hat und nun im Gefängnis sitzt. Mikey (Deema Aitken) ist das fünfte Rad am Wagen und soll mit Donna (Malika Samuel) verkuppelt werden. Außerdem ist irgendwas mit seiner Mutter, die in der Vergangenheit wohl gestorben ist. Doch darüber machen sich die Teenager gerade keine Gedanken, als sie im Park die Joints durchziehen. Sie merken bald, dass sie nicht allein sind, und kurz darauf gibt es den ersten Toten…

FAZIT

CENTRAL PARK ist im Prinzip ein klassischer Slasher-Film und möchte dies auch sein – allerdings hat er dafür einen ziemlich langen Prolog und einen etwas ungewöhnlichen Epilog. Erst zur Hälfte des Films beginnt der Mörder mit seiner Jagd. Zuvor wird lange auf die Figuren eingegangen, viel Hintergrundstories geliefert und alltägliche Szenen gezeigt, die die Figuren vorstellen. Damit wird mit Klischees nicht gegeizt: Die Jungen reden über Sport, die Mädchen über Handtaschen. So braucht es recht lange, bis Spannung aufgebaut oder so etwas wie Handlung reingebracht wird.

Damit bewegt sich CENTRAL PARK ein bisschen zwischen den Stühlen. Denn diejenigen, die ihn wegen seiner Slasher-Elemente schauen, müssen bis zur Mitte des Films warten. Wer aber den Film wegen der Figuren sieht, wird auch enttäuscht, denn ihre angedeuteten Geschichten werden nicht zu Ende geführt, bleiben stets oberflächlich und bringen kaum einen Mehrwert. Man fragt sich, was die ausführlichen Backgroundstories sollen, denn für den Slasher-Plot sind sie streng genommen irrelevant und für sich genommen kaum bedeutsam. Es ist auch nicht so, dass der plötzliche Umschwung ins Slasher-Genre überraschend kommt und dies den Reiz des Films ausmachen würde. Denn dass da ein Killer im Central Park lauert, wird stets angedeutet.

Nach 40 Minuten Einführung der Figuren und 40 weiteren Minuten, die die typischen Genre-Elemente aufbieten (etwa Hinfallen der fliehenden Opfer), schließt sich allerdings ein sehr interessantes Finale an. Hier kommen einige gute Ideen zusammen. Ein genretypischer Schluss wird vermieden, neue Plotelemente werden eingefügt und Spannung wird aufgebaut. Man wünscht sich diese Szene als Maßstab für den restlichen Film. Hätte man diese Szene als Ausgangspunkt genommen, den Rest um sie herum gebaut und die Handlung hier weitergesponnen, hätte bestimmt etwas weit besseres rauskommen können. Allerdings fügen sich an dieses Finale noch ein paar seltsame Szenen als Schluss an, die den Zuschauer mit einer Menge unbeantworteter Fragen und einigen nicht aufgelösten Nebenplots zurücklassen.

CENTRAL PARK bietet insgesamt wenig Spannung, wenig Atmosphäre und wenig Story. Positiv zu erwähnen sind die authentischen Jungdarsteller und der ungewöhnliche Schluss.

Und noch eine Info für die Gore-Liebhaber, die sich harte Gewaltszenen erhoffen: CENTRAL PARK bietet davon eher wenig und ist dementsprechend auch ab 16 freigegeben. Das FSK18 Logo auf der DVD/Blu-ray prangt dort aufgrund der Trailer im Bonusmaterial – die sind nämlich nicht jugendfrei.

CENTRAL PARK – MASSAKER IN NEW YORK ist ab dem 18. April 2019 auf DVD und Blu-ray erhältlich. Als Extras gibt’s Trailer.

von Benjamin Wirtz

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Neue Pierrot Le Fou

Hey, ich bin angehender Cineast, großer Kinofreund und interessiert an jeder Art von Filmen. Deshalb steht in meinem DVD-Regal Godard neben Besson, die „Alien“-Box neben der Truffaut-Box, „Saw“ neben „Frau ohne Gewissen“ und „Panzerkreuzer Potemkin“ neben „2-Headed-Shark-Attack".

2 Kommentare

  • W Muedder

    Der größte scheiß der jemals auf eine Leinwand gebracht wurde. Unfassbar das für diesen Müll auch noch geworben wird.
    Keine Spannung,
    Keine Handlung,
    Einfach einmal kein gar nichts !!!
    80 Minuten völlig verschwendete Zeit.!!!
    Was für ein armseliger Film !!!!

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