Filmtipps

Die fünf besten Filme von Billy Wilder

Das Werk eines Meisters auf fünf Filme zu beschränken ist ein schweres Unterfangen. Billy Wilder war ohne Zweifel einer der größten Regisseure Hollywoods und bereits eine Legende, als er noch mitten im Geschäft war. Wilder gehörte zu den Filmemachern, die in den 1930er Jahren Deutschland verließen. Während seiner Zeit in Berlin hatte er als Journalist und Drehbuchautor gearbeitet, unter anderem bei MENSCHEN AM SONNTAG (1930). Über einen Zwischenstopp in Paris, zog es Wilder schließlich nach Hollywood.

Der erste Film, den ich von Billy Wilder gesehen habe war NINOTCHKA (1939). Der Film mit Greta Garbo gehört zu meinen Favoriten, aber Wilder hat hier „nur“ das Drehbuch geschrieben. Meine Top 5 beschäftigt sich mit Filmen, bei denen er auch Regie führte. Als Titel nutze ich die englischen Originaltitel. Auch wenn ihr die Filme kennt, klickt auf die Links, Trailer wie diese werden heute einfach nicht mehr gemacht!

[nextpage title=“Platz 5″]

SABRINA (1954)
SABRINA ist eine romantische Komödie mit Audrey Hepburn, Humphrey Bogart und William Holden. Sabrina ist die Tochter eines Angestellten der reichen Brüder Linus und David Larrabee. Sie ist verliebt in David, einem Playboy, der verlobt ist. Linus will verhindern, dass sich zwischen den beiden etwas entwickelt, weil die geplante Ehe sehr lukrativ für das Familiengeschäft ist. Er versucht also Sabrinas Aufmerksamkeit auf sich selbst zu ziehen. Auf dem Weg dahin passiert natürlich das Unvermeidbare, er verliebt sich in die hübsche junge Frau.

Der Altersunterschied zwischen Bogart und Hepburn war auf den ersten Blick schon etwas gewöhnungsbedürftig, dennoch ist SABRINA eine wunderschöne, großartige Romanze. Es ist auch nicht die einzige mit Hepburn. In LOVE IN THE AFTERNOON spielt sie ebenfalls eine bezaubernde junge Frau die sich in einen älteren Mann verliebt. Das Besondere an Wilders „RomComs“ war, dass sie immer mehr waren als nur Komödie oder Romanze. Jeder Film war mit Tiefgang und Ernsthaftigkeit versehen.

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[nextpage title=“Platz 4″]

(1948)
Billy Wilder war einer der Ersten, die nach Ende des Krieges im besetzten Deutschland drehten. Das Setting war das zerstörte Berlin. Alleine für Aufnahmen in Berlin ist der Film schon faszinierend. Wem das nicht reicht, kann Marlene Dietrich als Erika von Schlütow bewundern.

Sie ist Teil einer Dreiecksgeschichte mit einem amerikanischen Offizier und einer amerikanischen Kongressabgeordneten. Dazu kommen Songs von Dietrich, Liebe, Drama und die Überreste von Nazi-Deutschland. Ein Film, der definitiv seine Komik hat, dabei aber nicht vergisst, dass die Hintergrundgeschichte tragisch ist.

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[nextpage title=“Platz 3″]

SUNSET BOULEVARD (1950)
Ein Film, der die dunkle Seite Hollywoods schamlos offenlegt. Das Thema alleine ist schon gewagt genug, aber der Film startet direkt mal mit einer Leiche im Pool, die man von unten sieht. Heute nichts mehr Neues, aber damals gab es im Film noch keine Unterwasserkameras. Die Szene wurde mit einem Spiegel auf dem Boden des Pools gedreht, während die Kamera am Rand stand.

SUNSET BLVD behandelt das Thema, dass in Hollywood Ruhm sehr leicht vergänglich ist. Wilder gab dem ehemaligen Stummfilmstar Gloria Swanson die Rolle der Norma Desmond. Desmond ist ebenfalls ein Stummfilmstar, an den sich aber kaum noch jemand erinnert. Sie verliebt sich in den jungen Drehbuchautor Joe Gillis (wieder Holden) und versinkt in Wahnvorstellungen. Nicht nur, dass Wilder für die Hauptrolle eine Schauspielerin nutze, deren Schicksal vergleichbar mit dem ihres Charakters war, viele vergangenen Filmgrößen hatten Gastauftritte, um das Tragische an der Schattenseite des Ruhmes aufzuzeigen. Einer davon war zum Beispiel Buster Keaton.

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[nextpage title=“Platz 2″]

SOME LIKE IT HOT (1959)
Dieser Titel dürfte wohl vielen bekannt sein, auch wenn man nicht viel von Billy Wilder kennt. Marilyn Monroe, Tony Curtis und Jack Lemmon waren die Hauptdarsteller in dieser Komödie. Es beginnt damit, dass Joe (Curtis) und Jerry (Lemmon) Zeugen eines Mafiamordes werden und schnell fliehen müssen. Sie verkleiden sich als Frauen und nehmen Jobs als Musiker in einer Damenkapelle an. Dabei lernen sie Sugar (Monroe) kennen und das Schicksal nimmt seinen Lauf.

SOME LIKE IT HOT war zu seiner Zeit teilweise umstritten. Zum einen öffnet die Komödie mit einem blutigen Mord und zum anderen war er für das prüde Amerika sehr freizügig und doppeldeutig. Manche finden vielleicht, wenn schon Monroe in der Top 5, dann THE SEVEN YEAR ITCH, aber ich finde SOME LIKE IT HOT sehr gelungen und meine Nummer eins zeigt, dass das auch mit einem bestimmten Schauspieler zu tun hat.

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[nextpage title=“Platz 1″]

THE APARTMENT (1960)
Mein absoluter Lieblings-Wilder-Film ist ohne Zweifel THE APARTMENT mit Jack Lemmon und Shirley Maclaine in den Hauptrollen. Lemmon spielt darin den jungen C.C. Baxter, der sein Apartment mehr oder weniger freiwillig seinen Vorgesetzten überlässt, damit die sich dort ihren außerehelichen Vergnügungen hingeben können. Weil er dadurch die Karriereleiter nach oben klettert, nimmt er auch Nächte auf der Parkbank in Kauf. Baxter ist Junggeselle, hat aber ein Auge auf die junge Aufzugführerin Fran Kubelik (MacLaine) geworfen, die wiederum ist aber unglücklich in seinen Boss Mr. Sheldrake (Fred MacMurray) verliebt. Nach einem missglückten Selbstmordversuch von Fran in seinem Apartment, hat Baxter die Chance sie endlich auf sich aufmerksam zu machen.

Es gibt so viele Gründe, warum dieser Film an der Spitze steht. Lemmons Slapstick Humor ist herausragend. Und wie schon in den anderen Filmen, kombiniert Billy Wilder eine so traurige und kontroverse Geschichte (Selbstmord und Männer, die ihre Ehefrauen betrügen) mit Komik. Shirley MacLaine mit ihrem Pixie-Haarschnitt ist auf der einen Seite so stark und dann wieder so schwach und will doch nur geliebt werden. Wie man sich denken kann, stieß auch dieser Film nicht nur auf Zustimmung. In den frühen 60er Jahren war es nicht unbedingt gängig in einer Komödie über Selbstmord und Affären zu sprechen. Er setzte sich aber durch und wurde zu einem Klassiker.

Lange Rede, kurzer Sinn – diesen Film kann man einfach nicht oft genug sehen und ist meine Nummer 1!

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von Sarah Binder

 Bildquelle: Amazon.de/ imdb.com

Ich hab was mit Medien studiert und liebe Bananen. Keine Frage also, dass ich für den Filmaffen über die Welt der Filme und Serien berichte.

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