ICH, DANIEL BLAKE (2016)

Kinostart: 24.11.2016 | Regie: Ken Loach

Kurzinhalt:
Daniel Blake (Dave Johns) ist ein geradliniger und anständiger, zeitlebens Steuern zahlender Durchschnittsengländer – bis seine Gesundheit ihm einen Strich durch die Rechnung macht. Jetzt, im gesetzteren Alter, will ihm die willkürliche Staatsbürokratie den Bezug von Sozialhilfe verweigern. Schnell gerät er in einen Teufelskreis von Zuständigkeiten, Bestimmungen und Antragsformularen.

Daniel Blake rechnet nicht damit, dass die geradezu kafkaeske Situation ihn fast in die Knie zwingen wird. Seine Wege kreuzen sich mit Katie (Hayley Squires) und ihren beiden Kindern Daisy und Dylan. Sie raufen sich zu einer erfolgreichen Schicksalsgemeinschaft zusammen und erfahren neben den ständigen Seitenhieben der Behörden auch viel Solidarität – von ehemaligen Kollegen, sogar von Daniels schrägem Nachbar. Doch die bürokratischen Klippen des sogenannten Sozialstaates sind tückisch. Da wird Ohnmacht zur Wut – und so leicht geben Daniel und Katie ihre Träume und Hoffnungen nicht auf…

Ken Loach (RIFF RAFF; 1991/ ANGELS SHARE; 2012), eine Legende, ein Regisseur, der es versteht, authentisch über Missstände zu erzählen und aus Seifenblasen Träume entstehen zu lassen. Manchmal schwermütig, manchmal mit schwebender Leichtigkeit erzählt er nicht nur Geschichten, sondern schafft auch Charaktere, die hängen bleiben. So wohl auch in ICH, DANIEL BLAKE, in dem er den Sozialstaat ins Visier nimmt und erneut die Klinkerfassade des britischen Arbeitermilieu zum Zentrum seiner Handlung macht. Dafür wurde er dieses Jahr in Cannes mit der Goldenen Palme in der Kategorie „Bester Film“ ausgezeichnet und erhielt auf dem Filmfestival Locarno den Publikumspreis für ICH, DANIEL BLAKE.

Quelle: Pressematerial Prokino 2016

Werbung:

 

Der Filmaffe

Der Filmaffe

Hier bloggt die Redaktion.
Der Filmaffe

Letzte Artikel von Der Filmaffe (Alle anzeigen)

Comments

comments

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: