Der Filmaffe – Der Filmblog für Cineasten https://filmaffe.de Primaten lieben Kino Fri, 04 Oct 2019 13:38:38 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.2.3 https://i1.wp.com/filmaffe.de/wp-content/uploads/2015/01/cropped-Der-Filmaffe_Favicon-54b039f4v1_site_icon-1.png?fit=32%2C32&ssl=1 Der Filmaffe – Der Filmblog für Cineasten https://filmaffe.de 32 32 82589711 Die fünf besten Filme von Sam Raimi https://filmaffe.de/die-fuenf-besten-filme-von-sam-raimi/ https://filmaffe.de/die-fuenf-besten-filme-von-sam-raimi/#respond Sat, 12 Oct 2019 09:30:41 +0000 https://filmaffe.de/?p=30627 Sam Raimi ist der Produzent von XENA und Kopf hinter TANZ DER TEUFEL. Muss man eigentlich noch mehr sagen? Wahrscheinlich nicht. Raimi ist einer dieser Regisseure, die sich weniger durch ihren besonderen Stil auszeichnen, sondern vielmehr durch die Geschichten, die erzählt werden. Als Produzent definitiv erfolgreicher und geschätzter, denn als Mann auf dem Regiestuhl, hat er vor allem das Fernsehen der 90er Jahre mit seinen komisch-historischen Low Budget-Serien geprägt. Und doch brachte weder John Carpenter, noch George A. Romero oder eine andere Horrorfilmikone eine Filmtrilogie heraus, die bis heute so einen absoluten Kultstatus im Horrorgenre genießt. Könnt ihr schon ahnen, welche das ist? Und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es praktisch Sam Raimi war, der dem Superheldenkino neuen Auftrieb gab? Na, dann beginnen wir doch mit Letzterem.   Nummer 5: SPIDER-MAN (2002) Auch wenn sich schon Batman und Superman lange vorher die Ehre gaben und das Superheldenkino eine längere, wenn auch nischige Tradition hatte, so waren Marvel-Helden im Kino doch eher rar gesät. Mit SPIDER-MAN sollte sich das ändern. Sam Raimi widmete sich dem wohl populärsten Vertreter. Für Schauspieler Tobey Maguire ist die Filmtrilogie der bisherige Höhepunkt seiner Blockbuster-Karriere, gleichzeitig sollte der Film der Startschuss für eine neue Kinoära sein. Im Film vereinten sich Komik mit modernsten Special Effects. Die Story war hingegen eine klassische Ursprungsgeschichte. Nicht außergewöhnliches, aber eine gute Einleitung in ein Franchise, dass allerdings nach drei Filmen wieder vorbei war. Wie so häufig verrannte sich die Trilogie in den 1.000 Möglichkeiten, die Spider-Man zu bieten hatte. Als Einzelfilm funktioniert der erste Teil jedoch auch heute noch prima. Nicht zuletzt, weil er so frisch und unschuldig daherkommt, vergleicht man ihn mit den aufgestylten Werken des MCUs. Und so war eben dieser Film und sein Erfolg ein Startschuss für etwas, dass nun schon mehr als zehn Jahre währt. Verrückt, bedenkt man, wo die eigentlich Stärken von Raimi liegen.   Nummer 4: SCHNELLER ALS DER TOD (1995) Einfach mal das Who is Who der 90er Jahre Hollywood-Größen engagieren und alle in einem Western vereinen. Heraus kommt SCHNELLER ALS DER TOD. Natürlich ist der Film kein düsterer TRUE GRIT, sondern ein ulkig-leichtfüßige Western über legendäre Revolverhelden, gespielt von legendären Schauspieler, die sich im Wettkampf duellieren. Mit dabei: Sharon Stone, Leonardo DiCaprio, Tobin Bell, Gene Hackman, Lance Henkrisen, Russell Crow und Roberts Blossom. Auch, wenn man dem Setting mal wieder anmerkt, dass nicht viel Geld dahinter steckte, so trifft der Film voll ins Schwarze, was seinen 90er Jahre Unterhaltungswert angeht. Perfekt-seichter Westernquatsch für den Nachmittag.   Nummer 3: DARKMAN (1989) Und noch eine Comicverfilmung: In DARKMAN mimt Liam Neeson den verunstalteten Rächer und genialer Wissenschaftler. Der wird von einer Gruppe Gangstern mit Säure überschüttet und beginnt ab da ein Leben in Dunkelheit als düsterer Verbrechensbekämpfer. Mit stets neuer Haut und Identität gelingt es ihm recht clever Schurken die Leviten zu lesen. Mit Sicherheit der düsterste Film in diesem Ranking. Und einer, der ebenfalls in seiner ungeschnittenen Form lange Zeit auf dem Index stand. Im Übrigen gilt DARKMAN als einer der besten Superheldenfilme. Also bitte mal reinschauen. Denn der Film ist nicht nur fabelhaft in der Umsetzung, sondern zeigt auch einen herausragenden Neeson in Hochform. Aber vergesst die beiden Fortsetzungen. Die sind Käse. Und seit gewarnt: Das ist kein Blockbuster, sondern ein fieser Horrorfilm.   Nummer 2: TANZ DER TEUFEL (1987) Wie? Was? Moment! TANZ DER TEUFEL ist nur auf Platz zwei? Joar, ist so. Logo. Der Horrorfilm ist eine Legende. Jahrzehntelang war er und sein kleiner Bruder TANZ DER TEUFEL 2 auf dem Index. Die Bilder sind auch wirklich verstörend. Das liegt nicht zuletzt an der sogenannten Shaky Cam – eine Kamera, die auf einem Brett über den holprigen Boden gezogen wird. Geradezu ikonisch ist der Arm, der durch eine Kettensäge ersetzt wird: Ja, hier wird TEXAS KETTENSÄGENMASSAKER ad absurdum geführt und mit einer dämonischen Lore vereint. Das Necronomicon und ein junger Mann namens Ash, der es nach Jahrtausenden wieder erweckt, ist der unglückliche Anfang für einen Helden, dessen Verhalten mehr als unehrenhaft ist. Macht aber nichts. Einfach groovy ein paar Bier mitzischen und über derbe Männerwitze und Fäkalhumor lachen. Geht auch hin und wieder…   Nummer 1: ARMEE DER FINSTERNIS (1992) Tjoar. Tatsächlich hat es Teil drei der TANZ DER TEUFEL-Reihe auf den ersten Platz geschafft. Denn trotz der durchweg billigen Produktion, der eigentlich flachen Geschichte und dem derb-morbiden Humor stimmt einfach alles. Wir haben hier einen Film, der sich seines Standes am unteren Rand der Daseinsberechtigung mehr als bewusst ist – und es kümmert ihn nicht im Geringsten. Statt dessen schickt der Film Ash Williams zurück in die Vergangenheit und lässt ihn im stinkenden Mittelalter gegen Dämonen kämpfen, die er praktisch selbst heraufbeschworen hat. Ein feines Trash-Fest und die Inkarnation von allem, wo für Sam Raimi steht. Herrlich! Na, seid ihr auch Sam Raimi Fans? Oder ist euch das alles etwas zu trashig? Erzählt uns eure Erlebnisse mit seinen Filmen oder warum ihr keinen Bock darauf habt.

Der Beitrag Die fünf besten Filme von Sam Raimi erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Sam Raimi ist der Produzent von XENA und Kopf hinter TANZ DER TEUFEL. Muss man eigentlich noch mehr sagen? Wahrscheinlich nicht. Raimi ist einer dieser Regisseure, die sich weniger durch ihren besonderen Stil auszeichnen, sondern vielmehr durch die Geschichten, die erzählt werden. Als Produzent definitiv erfolgreicher und geschätzter, denn als Mann auf dem Regiestuhl, hat er vor allem das Fernsehen der 90er Jahre mit seinen komisch-historischen Low Budget-Serien geprägt.

Und doch brachte weder John Carpenter, noch George A. Romero oder eine andere Horrorfilmikone eine Filmtrilogie heraus, die bis heute so einen absoluten Kultstatus im Horrorgenre genießt. Könnt ihr schon ahnen, welche das ist? Und habe ich eigentlich schon erwähnt, dass es praktisch Sam Raimi war, der dem Superheldenkino neuen Auftrieb gab? Na, dann beginnen wir doch mit Letzterem.

 

Nummer 5: SPIDER-MAN (2002)

Auch wenn sich schon Batman und Superman lange vorher die Ehre gaben und das Superheldenkino eine längere, wenn auch nischige Tradition hatte, so waren Marvel-Helden im Kino doch eher rar gesät. Mit SPIDER-MAN sollte sich das ändern. Sam Raimi widmete sich dem wohl populärsten Vertreter. Für Schauspieler Tobey Maguire ist die Filmtrilogie der bisherige Höhepunkt seiner Blockbuster-Karriere, gleichzeitig sollte der Film der Startschuss für eine neue Kinoära sein. Im Film vereinten sich Komik mit modernsten Special Effects. Die Story war hingegen eine klassische Ursprungsgeschichte. Nicht außergewöhnliches, aber eine gute Einleitung in ein Franchise, dass allerdings nach drei Filmen wieder vorbei war.

Wie so häufig verrannte sich die Trilogie in den 1.000 Möglichkeiten, die Spider-Man zu bieten hatte. Als Einzelfilm funktioniert der erste Teil jedoch auch heute noch prima. Nicht zuletzt, weil er so frisch und unschuldig daherkommt, vergleicht man ihn mit den aufgestylten Werken des MCUs.

Und so war eben dieser Film und sein Erfolg ein Startschuss für etwas, dass nun schon mehr als zehn Jahre währt. Verrückt, bedenkt man, wo die eigentlich Stärken von Raimi liegen.

 

Nummer 4: SCHNELLER ALS DER TOD (1995)

Einfach mal das Who is Who der 90er Jahre Hollywood-Größen engagieren und alle in einem Western vereinen. Heraus kommt SCHNELLER ALS DER TOD. Natürlich ist der Film kein düsterer TRUE GRIT, sondern ein ulkig-leichtfüßige Western über legendäre Revolverhelden, gespielt von legendären Schauspieler, die sich im Wettkampf duellieren. Mit dabei: Sharon Stone, Leonardo DiCaprio, Tobin Bell, Gene Hackman, Lance Henkrisen, Russell Crow und Roberts Blossom. Auch, wenn man dem Setting mal wieder anmerkt, dass nicht viel Geld dahinter steckte, so trifft der Film voll ins Schwarze, was seinen 90er Jahre Unterhaltungswert angeht. Perfekt-seichter Westernquatsch für den Nachmittag.

 

Nummer 3: DARKMAN (1989)

Und noch eine Comicverfilmung: In DARKMAN mimt Liam Neeson den verunstalteten Rächer und genialer Wissenschaftler. Der wird von einer Gruppe Gangstern mit Säure überschüttet und beginnt ab da ein Leben in Dunkelheit als düsterer Verbrechensbekämpfer. Mit stets neuer Haut und Identität gelingt es ihm recht clever Schurken die Leviten zu lesen. Mit Sicherheit der düsterste Film in diesem Ranking. Und einer, der ebenfalls in seiner ungeschnittenen Form lange Zeit auf dem Index stand. Im Übrigen gilt DARKMAN als einer der besten Superheldenfilme. Also bitte mal reinschauen. Denn der Film ist nicht nur fabelhaft in der Umsetzung, sondern zeigt auch einen herausragenden Neeson in Hochform. Aber vergesst die beiden Fortsetzungen. Die sind Käse. Und seit gewarnt: Das ist kein Blockbuster, sondern ein fieser Horrorfilm.

 

Nummer 2: TANZ DER TEUFEL (1987)

Wie? Was? Moment! TANZ DER TEUFEL ist nur auf Platz zwei? Joar, ist so. Logo. Der Horrorfilm ist eine Legende. Jahrzehntelang war er und sein kleiner Bruder TANZ DER TEUFEL 2 auf dem Index. Die Bilder sind auch wirklich verstörend. Das liegt nicht zuletzt an der sogenannten Shaky Cam – eine Kamera, die auf einem Brett über den holprigen Boden gezogen wird. Geradezu ikonisch ist der Arm, der durch eine Kettensäge ersetzt wird: Ja, hier wird TEXAS KETTENSÄGENMASSAKER ad absurdum geführt und mit einer dämonischen Lore vereint. Das Necronomicon und ein junger Mann namens Ash, der es nach Jahrtausenden wieder erweckt, ist der unglückliche Anfang für einen Helden, dessen Verhalten mehr als unehrenhaft ist. Macht aber nichts. Einfach groovy ein paar Bier mitzischen und über derbe Männerwitze und Fäkalhumor lachen. Geht auch hin und wieder…

 

Nummer 1: ARMEE DER FINSTERNIS (1992)

Tjoar. Tatsächlich hat es Teil drei der TANZ DER TEUFEL-Reihe auf den ersten Platz geschafft. Denn trotz der durchweg billigen Produktion, der eigentlich flachen Geschichte und dem derb-morbiden Humor stimmt einfach alles. Wir haben hier einen Film, der sich seines Standes am unteren Rand der Daseinsberechtigung mehr als bewusst ist – und es kümmert ihn nicht im Geringsten. Statt dessen schickt der Film Ash Williams zurück in die Vergangenheit und lässt ihn im stinkenden Mittelalter gegen Dämonen kämpfen, die er praktisch selbst heraufbeschworen hat. Ein feines Trash-Fest und die Inkarnation von allem, wo für Sam Raimi steht. Herrlich!

Na, seid ihr auch Sam Raimi Fans? Oder ist euch das alles etwas zu trashig? Erzählt uns eure Erlebnisse mit seinen Filmen oder warum ihr keinen Bock darauf habt.

Der Beitrag Die fünf besten Filme von Sam Raimi erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/die-fuenf-besten-filme-von-sam-raimi/feed/ 0 30627
BILLIONAIRE BOYS CLUB (2018) https://filmaffe.de/billionaire-boys-club-2018/ https://filmaffe.de/billionaire-boys-club-2018/#comments Tue, 08 Oct 2019 09:30:14 +0000 https://filmaffe.de/?p=32451 Es könnte so witzig sein, wenn es nicht eine wahre Geschichte gewesen wäre: BILLIONAIRE BOYS CLUB erzählt von reichen Jungs, die in den 1980ern das große Geld verdienen wollen. Ihre Idee dafür ist so genial wie fahrlässig. INHALT Dean Karny (Taron Egerton) und Joe Hunt (Ansel Elgort) sind seit der Highschool Freunde. Beide haben es dank einer guten Ausbildung geschafft, als Emporkömmlinge in der Gesellschaft der Reichen zu bestehen. Doch ein ganz großer Durchbruch blieb für beide bisher aus: Der intelligente Joe arbeitet an der Börse und wohnt noch bei seinem Vater. Sein gewitzter Kumpel Dean hält sich mit teuren Autoimporten über Wasser und pflegt die Gesellschaft zu einer Gruppe von reichen Jungs. Als sich beide nach Jahren wiedertreffen, wollen sie gemeinsam durchstarten. Sie überzeugen die anderen jungen Männer davon, in ihre Geschäftsidee zu investieren und gründen den BBC, den Billionaire Boys Club. Durch Verbindungen zu Freunden der Väter gewinnen sie das Vertrauen andere Investoren. Doch die Versprechungen von hohen Renditen können sie bald nicht mehr erfüllen. Als sich dann auch noch ihr Hauptgeldgeber, der exzentrische Investor Ron Levin (Kevin Spacey), als Betrüger entpuppt, bricht ihre fragile Geschäftsidee wie ein Kartenhaus zusammen. FAZIT BILLIONAIRE BOYS CLUB ist ein Drama und Thriller nach einer wahren Begebenheit. Als Vertreter eines Genres, in dem echte Verbrechen, über die man nur den Kopf schütteln kann, erzählt er in manchmal cool präsentierten, manchmal erzählerisch komplexen Szenen von Aufstieg und Fall. In diesem Fall sind es zwei Freunde, die durch ein Schneeball-artiges Investitionsmodell zu großem Reichtum kommen. Den haben sie jedoch nur auf dem Papier. Und genau hier liegt bald ihr Problem: Sie geben Geld aus, dass sie nicht haben – ja nie hatten. Kevin Spacey ist ihr großer Gegenspieler. Er mimt die Rolle, die er beherrscht, wie kaum ein Zweiter: das durchtriebene, erfolgreiche Arschloch. Es braucht jedoch eine Weile, bis die Jungs das kapieren. Genau dann ist jedoch alles zu spät. Eine Abwärtsspirale beginnt: Ab hier wird aus dem American Way of Life ein dramatischer Thriller mit kleinen Morden, in dem sich irgendwann die Freunde selbst zerfleischen. Scheiß auf die Freundschaft, wenn man seinen eigen Arsch retten kann. So sind sie eben, die Machtsüchtigen und Gierigen. Trotz der soliden Inszenierung und der fabelhaften Arbeit der Schauspieler gelingt es dem Film nicht, alle Fragen zu beantworten. Gerade die Art, wie die Freunde das Geld investieren, wird nur am Rande erwähnt. Der Fokus liegt zu stark auf Liebesgeschichten und Sitestories. Und selbst diese sind zu oberflächlich und unsauber erzählt. Der Film verliert sich gar in Taten, dessen Gründe dem Zuschauer verborgen bleiben. Hier bleibt viel Raum für Spekulationen übrig, um sich die Zusammenhänge selbst erschließen zu müssen. Vielleicht sind 108 Minuten für so eine komplexe Geschichte auch zu kurz angelegt? Vielleicht liegt es aber auch darin verborgen, dass es keine Figur schafft, Sympathie zu entwickeln? Am Ende hat man das Gefühl, einen guten Film gesehen zu haben. Aber man hat noch lange nicht kapiert, was da wirklich vorgefallen ist. Das weckt Unbefriedigung, die diese wirklich interessante Geschichte, auf der alles basiert, nicht verdient hat. Nichtsdestotrotz stimmt die Verpackung: Tolle Schauspielerleistung, smart-elegantes 80er-Setting und eine stimmige musikalische Untermalung. BILLIONAIRE BOYS CLUB ist seit dem 13.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich. Bewertung: Quelle: Pressematerial Universum Film

Der Beitrag BILLIONAIRE BOYS CLUB (2018) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Es könnte so witzig sein, wenn es nicht eine wahre Geschichte gewesen wäre: BILLIONAIRE BOYS CLUB erzählt von reichen Jungs, die in den 1980ern das große Geld verdienen wollen. Ihre Idee dafür ist so genial wie fahrlässig.

Billionaire Boys Club - BluRay-Cover | Kritik

INHALT

Dean Karny (Taron Egerton) und Joe Hunt (Ansel Elgort) sind seit der Highschool Freunde. Beide haben es dank einer guten Ausbildung geschafft, als Emporkömmlinge in der Gesellschaft der Reichen zu bestehen. Doch ein ganz großer Durchbruch blieb für beide bisher aus: Der intelligente Joe arbeitet an der Börse und wohnt noch bei seinem Vater. Sein gewitzter Kumpel Dean hält sich mit teuren Autoimporten über Wasser und pflegt die Gesellschaft zu einer Gruppe von reichen Jungs.

Als sich beide nach Jahren wiedertreffen, wollen sie gemeinsam durchstarten. Sie überzeugen die anderen jungen Männer davon, in ihre Geschäftsidee zu investieren und gründen den BBC, den Billionaire Boys Club. Durch Verbindungen zu Freunden der Väter gewinnen sie das Vertrauen andere Investoren. Doch die Versprechungen von hohen Renditen können sie bald nicht mehr erfüllen. Als sich dann auch noch ihr Hauptgeldgeber, der exzentrische Investor Ron Levin (Kevin Spacey), als Betrüger entpuppt, bricht ihre fragile Geschäftsidee wie ein Kartenhaus zusammen.

FAZIT

BILLIONAIRE BOYS CLUB ist ein Drama und Thriller nach einer wahren Begebenheit. Als Vertreter eines Genres, in dem echte Verbrechen, über die man nur den Kopf schütteln kann, erzählt er in manchmal cool präsentierten, manchmal erzählerisch komplexen Szenen von Aufstieg und Fall. In diesem Fall sind es zwei Freunde, die durch ein Schneeball-artiges Investitionsmodell zu großem Reichtum kommen. Den haben sie jedoch nur auf dem Papier. Und genau hier liegt bald ihr Problem: Sie geben Geld aus, dass sie nicht haben – ja nie hatten.

Kevin Spacey ist ihr großer Gegenspieler. Er mimt die Rolle, die er beherrscht, wie kaum ein Zweiter: das durchtriebene, erfolgreiche Arschloch. Es braucht jedoch eine Weile, bis die Jungs das kapieren. Genau dann ist jedoch alles zu spät. Eine Abwärtsspirale beginnt: Ab hier wird aus dem American Way of Life ein dramatischer Thriller mit kleinen Morden, in dem sich irgendwann die Freunde selbst zerfleischen. Scheiß auf die Freundschaft, wenn man seinen eigen Arsch retten kann. So sind sie eben, die Machtsüchtigen und Gierigen.

Trotz der soliden Inszenierung und der fabelhaften Arbeit der Schauspieler gelingt es dem Film nicht, alle Fragen zu beantworten. Gerade die Art, wie die Freunde das Geld investieren, wird nur am Rande erwähnt. Der Fokus liegt zu stark auf Liebesgeschichten und Sitestories. Und selbst diese sind zu oberflächlich und unsauber erzählt. Der Film verliert sich gar in Taten, dessen Gründe dem Zuschauer verborgen bleiben. Hier bleibt viel Raum für Spekulationen übrig, um sich die Zusammenhänge selbst erschließen zu müssen. Vielleicht sind 108 Minuten für so eine komplexe Geschichte auch zu kurz angelegt? Vielleicht liegt es aber auch darin verborgen, dass es keine Figur schafft, Sympathie zu entwickeln?

Am Ende hat man das Gefühl, einen guten Film gesehen zu haben. Aber man hat noch lange nicht kapiert, was da wirklich vorgefallen ist. Das weckt Unbefriedigung, die diese wirklich interessante Geschichte, auf der alles basiert, nicht verdient hat. Nichtsdestotrotz stimmt die Verpackung: Tolle Schauspielerleistung, smart-elegantes 80er-Setting und eine stimmige musikalische Untermalung.

BILLIONAIRE BOYS CLUB ist seit dem 13.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

Bewertung:

banane_ranking_3.5

Quelle: Pressematerial Universum Film

Der Beitrag BILLIONAIRE BOYS CLUB (2018) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/billionaire-boys-club-2018/feed/ 2 32451
DOWNTON ABBEY (2019) https://filmaffe.de/downton-abbey-2019/ https://filmaffe.de/downton-abbey-2019/#respond Sat, 05 Oct 2019 09:30:09 +0000 https://filmaffe.de/?p=32443 Zurück auf DOWNTON ABBEY und es ist als wären wir nie weg gewesen. Die erfolgreiche britische Serie beschert uns ein fabelhaftes Finale im Kino. Dieses erfüllt alle Wünsche, beweist einmal mehr, warum wir DOWNTON ABBEY so lieben, und verführt uns am Ende trotzdem zu jener Aussage: „Das war schön! Gucken wir gleich noch eine Folge?“ INHALT Hoher Besuch kündigt sich auf dem Anwesen der Crawleys an: Der König von England plant eine Reise durch die Provinzen und möchte eine Nacht auf Downton Abbey verbringen. Eine große Herausforderung für die Bewohner des Hauses, denn seit Jahren arbeiten alle nur mit eine Minimalbesetzung. Die großen Tage der ländlichen Adelsfamilien sind eben schon lange vorbei. Und während Lady Mary Talbot (Michelle Dockery) und ihr Vater Robert Crawley, Earl of Grantham (Hugh Bonneville) ihre letzten Mittel aktivieren, um noch einmal den Glanz von einst in ihrem Haus erstrahlen zu lassen, trifft das königliche Personal ein und reißt alles an sich. Die Bediensteten auf Downton Abbey scheinen bei den Vorbereitungen nicht mehr benötigt zu werden. Nun wird es Zeit, dass Mr. Carson (Jim Carter) noch ein letztes Mal zurückkehrt. Doch trotz seiner Erfahrung vermag auch er nichts ausrichten zu können. Wie gut, dass Mr. (Brendon Coyle) und Mrs. Bates (Joanne Froggatt) schon eine Idee haben, wie sie die Feierlichkeiten retten und dem Ruf des Anwesens wiederherstellen können: durch Rebellion. FAZIT DOWNTON ABBEY ist eine nahtlose Fortsetzung an die Serie. Es mögen zwar ein paar Jahre seit dem Serienende vergangen sein. Aber schon ab der ersten Minute ist man wieder mitten drin im Trubel eines Hauses, in dem ein altes Ständeleben zwar noch gepflegt wird, im Grunde aber schon durch verschiedenste Maßnahmen aufgebrochen wurde. Der Film bricht nicht mit den Traditionen der Serie. Noch immer entsteht ein heimeligen Gefühl. Noch immer romantisiert und verklärt man gleichzeitig eine würdevoll Ära des britischen Adelsleben. Noch immer setzt Maggie Smith als Violet Crowley spitze Seitenhiebe gegen jeden, der sich ihrer Rhetorik nicht entziehen kann. Und noch immer gelingt es ihrer Freundin Isobel Merton, gespielt von Penelope Wilton, ihr auf frische Art Paroli zu bieten. Die Seele von DOWNTON ABBEY sind ihre vielfältigen Figuren. Den Machern dieses Films ist es gelungen, sie alle wieder vor der Kamera zu vereinen. Bei einem so großen Ensemble ein Erfolg für sich. Zwei Stunden lässt sich der Film Zeit. In denen rockt er nicht nur irgendeine gradlinige Handlung runter, sondern widmet sich vielen Charakteren, dessen Handlungsfäden mit Ende der Serie lose herunterhingen. Der Rebell Mr. Benton schließt endgültig Frieden mit seiner Rolle im Haus. Der ewige Intrigant Thomas Barrow (Robert James-Collier) wird zum Kämpfer für die sexuelle Befreiung. Mr. Molesley (Kevin Dolye) erhält seine zwei Minuten mit dem König, wenn auch nicht ganz ohne Fremdscham. Und auch Köchin Daisy (Sophie McShera) ist bereit für einen großen Schritt in ihrem Leben. Der Film ist nicht nur für eingefleischte Kenner der Serie geeignet – auch wenn eine gewisse Tiefe im den Figuren nicht schadet, um alle Referenzen zu verstehen. Durch diese Nebenhandlung fühlt sich DOWNTON ABBEY wie eine überlange Folge der Serie an. Und genau damit haben Regisseur Michael Engler und Drehbuchautorin Julian Fellowes alles richtig gemacht. Kluge und bissige Dialoge, ein durchweg schöne Kulisse mit tollen Kostümen und ein großartiges Ensemble eingebettet in eine unterhaltsame und komplexe Geschichte. Das mochten wir bereits an der Serie und ist wie gemacht für die große Leinwand. So muss Kino! DOWNTON ABBEY läuft seit dem 19.09.2019 in den deutschen Kinos. Bewertung: Quelle: Pressematerial Universal Pictures

Der Beitrag DOWNTON ABBEY (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Zurück auf DOWNTON ABBEY und es ist als wären wir nie weg gewesen. Die erfolgreiche britische Serie beschert uns ein fabelhaftes Finale im Kino. Dieses erfüllt alle Wünsche, beweist einmal mehr, warum wir DOWNTON ABBEY so lieben, und verführt uns am Ende trotzdem zu jener Aussage: „Das war schön! Gucken wir gleich noch eine Folge?“

Downton Abbey - Poster | (c) Universal Pictures

INHALT

Hoher Besuch kündigt sich auf dem Anwesen der Crawleys an: Der König von England plant eine Reise durch die Provinzen und möchte eine Nacht auf Downton Abbey verbringen. Eine große Herausforderung für die Bewohner des Hauses, denn seit Jahren arbeiten alle nur mit eine Minimalbesetzung. Die großen Tage der ländlichen Adelsfamilien sind eben schon lange vorbei.

Und während Lady Mary Talbot (Michelle Dockery) und ihr Vater Robert Crawley, Earl of Grantham (Hugh Bonneville) ihre letzten Mittel aktivieren, um noch einmal den Glanz von einst in ihrem Haus erstrahlen zu lassen, trifft das königliche Personal ein und reißt alles an sich. Die Bediensteten auf Downton Abbey scheinen bei den Vorbereitungen nicht mehr benötigt zu werden.

Nun wird es Zeit, dass Mr. Carson (Jim Carter) noch ein letztes Mal zurückkehrt. Doch trotz seiner Erfahrung vermag auch er nichts ausrichten zu können. Wie gut, dass Mr. (Brendon Coyle) und Mrs. Bates (Joanne Froggatt) schon eine Idee haben, wie sie die Feierlichkeiten retten und dem Ruf des Anwesens wiederherstellen können: durch Rebellion.

FAZIT

DOWNTON ABBEY ist eine nahtlose Fortsetzung an die Serie. Es mögen zwar ein paar Jahre seit dem Serienende vergangen sein. Aber schon ab der ersten Minute ist man wieder mitten drin im Trubel eines Hauses, in dem ein altes Ständeleben zwar noch gepflegt wird, im Grunde aber schon durch verschiedenste Maßnahmen aufgebrochen wurde.

Der Film bricht nicht mit den Traditionen der Serie. Noch immer entsteht ein heimeligen Gefühl. Noch immer romantisiert und verklärt man gleichzeitig eine würdevoll Ära des britischen Adelsleben. Noch immer setzt Maggie Smith als Violet Crowley spitze Seitenhiebe gegen jeden, der sich ihrer Rhetorik nicht entziehen kann. Und noch immer gelingt es ihrer Freundin Isobel Merton, gespielt von Penelope Wilton, ihr auf frische Art Paroli zu bieten. Die Seele von DOWNTON ABBEY sind ihre vielfältigen Figuren. Den Machern dieses Films ist es gelungen, sie alle wieder vor der Kamera zu vereinen. Bei einem so großen Ensemble ein Erfolg für sich.

Zwei Stunden lässt sich der Film Zeit. In denen rockt er nicht nur irgendeine gradlinige Handlung runter, sondern widmet sich vielen Charakteren, dessen Handlungsfäden mit Ende der Serie lose herunterhingen. Der Rebell Mr. Benton schließt endgültig Frieden mit seiner Rolle im Haus. Der ewige Intrigant Thomas Barrow (Robert James-Collier) wird zum Kämpfer für die sexuelle Befreiung. Mr. Molesley (Kevin Dolye) erhält seine zwei Minuten mit dem König, wenn auch nicht ganz ohne Fremdscham. Und auch Köchin Daisy (Sophie McShera) ist bereit für einen großen Schritt in ihrem Leben.

Der Film ist nicht nur für eingefleischte Kenner der Serie geeignet – auch wenn eine gewisse Tiefe im den Figuren nicht schadet, um alle Referenzen zu verstehen. Durch diese Nebenhandlung fühlt sich DOWNTON ABBEY wie eine überlange Folge der Serie an. Und genau damit haben Regisseur Michael Engler und Drehbuchautorin Julian Fellowes alles richtig gemacht.

Kluge und bissige Dialoge, ein durchweg schöne Kulisse mit tollen Kostümen und ein großartiges Ensemble eingebettet in eine unterhaltsame und komplexe Geschichte. Das mochten wir bereits an der Serie und ist wie gemacht für die große Leinwand. So muss Kino!

DOWNTON ABBEY läuft seit dem 19.09.2019 in den deutschen Kinos.

Bewertung:

banane_ranking_5

Quelle: Pressematerial Universal Pictures

Der Beitrag DOWNTON ABBEY (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/downton-abbey-2019/feed/ 0 32443
IRON SKY: THE COMING RACE (2019) https://filmaffe.de/iron-sky-the-coming-race-2019/ https://filmaffe.de/iron-sky-the-coming-race-2019/#respond Fri, 04 Oct 2019 10:58:02 +0000 https://filmaffe.de/?p=32439 Was hat der heilige Gral, Echsenmenschen, die Nazis und der Mond gemeinsam? Diesen Film! IRON SKY: THE COMING RACE ist eine Hommage an schlechte Verschwörungstheorie und so albern, wie unnötig. Man merkt dem Film an, dass der Lack seines Vorgängers bröckelt – und so wurde Teil zwei noch albernder und verrückter. INHALT Die Invasion der Mondnazis war erfolgreich und die Erde wurde in Schutt und Asche gelegt. Alles ist atomar verseucht und die letzten Überlebenden der Menschheit haben sich ausgerechnet auf der Mondbasis der Nazis niedergelassen. Dort leben viele im Dreck. Die Basis ist heruntergekommenen und steht kurz vor dem Verfall. Einige wenige ignorieren diesen Zustand und frönen ihrem neuen Gott Steve Jobs. Also eines Tages Pilot Sasha (Valdimir Burlakov) mit einem kleinen Raumschiff und einigen Überlebenden von der Erde zur Basis reist, kommt Hoffnung für ein besseres Leben auf. Es wächst jedoch auch die Angst vor einem erneuten Aufeinandertreffen mit den Nazis. Den mit am Bord ist Wolfgang Kortzfleisch (Udo Kier). Dieser erzählt der Mechanikerin Obi (Lara Rossi) von dem Heiligen Gral, einer unendlichen Energiequelle. Diese befindet sich jedoch im Erdinneren. An jenem Ort, wo sich auch die Echsenmenschen, die alles Leid auf der Welt verursacht haben, leben. Ihr Anführer ist Adolf Hitler (ebenfalls Udo Kier). Gemeinsam mit Sasha und ihrem kräftigen Kumpel Malcom (Kit Dale) reißt Obi zurück auf die Erde, um den Gral zu stehlen. Was sie bei ihrem Plan nicht bedacht haben: Hitler hat jetzt einen T-Rex. FAZIT IRON SKY: THE COMING RACE ist herrlich politisch-unkorrekt und kümmert sich herzlich wenig um irgendwelche Unzulänglichkeiten seiner Zuschauer. Wer sich über Nazis und globale Weltverschwörungen nicht lustig machen kann und nicht mal ein Augenzwinkern für flache Gesellschaftsgags hat, sollte um diesen Film einen weiten Bogen machen. Im zweiten IRON SKY haben die (Mond-)Nazis diesmal den Krieg gewonnen. Das Ergebnis ist die totale Zerstörung der Erde. Damit endet jedoch noch lange nicht die Herrschaft der Mächtigen. Die haben sich ins Erdinnere zurückgezogen, um ein Leben ohne Menschen zu genießen. Richtig: Ohne Menschen. Denn die wahren Herrscher sind und waren schon immer Echsen. Logo! In diesem Film stecken so viele offensichtliche Seitenhiebe gegen Aluhüttenträger und Holocaustleugner, dass man einen Zettel benötigt, um mitzuschreiben. So ziemlich jede relevante Verschwörungstheorie, die im ersten Teil noch nicht aufgegriffen wurde, wird hier (äußerst kreativ) neu mit anderen zusammengewürfelt. In eben diesen Referenzen liegt der große Spaß von IRON SKY: THE COMING RACE. Von der Story selbst darf man jedoch, wie schon im Vorgänger auch, nicht zu viel erwarten. Heruntergebrochen passiert kläglich wenig – sowohl auf dem Mond als auch auf der Erde. Dafür gibt es viel Slapstick, ein paar Actionszenen, bessere Effekte als im ersten Teil und einige kreativen Ideen, auf die man erst einmal kommen muss. Die Beste ist so wahr wie irre: Menschen beten Steve Jobs an. Die Applemania bleibt also auch nach dem totalen Krieg erhalten. Insgesamt ist IRON SKY: THE COMING RACE eine hochwertige, aber flache Unterhaltung für Genießer dieses Subgenres. Einem netten Nerdabende mit dem Kumpels steht hiermit nichts im Wege. Wir empfehlen ein Double Feature. IRON SKY: THE COMING RACE ist ab dem 27.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich. Bewertung: Quelle: Pressematerial Splendid Film

Der Beitrag IRON SKY: THE COMING RACE (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Was hat der heilige Gral, Echsenmenschen, die Nazis und der Mond gemeinsam? Diesen Film! IRON SKY: THE COMING RACE ist eine Hommage an schlechte Verschwörungstheorie und so albern, wie unnötig. Man merkt dem Film an, dass der Lack seines Vorgängers bröckelt – und so wurde Teil zwei noch albernder und verrückter.

Iron Sky - The Coming Race - BluRay-Cover | Actionfilm

INHALT

Die Invasion der Mondnazis war erfolgreich und die Erde wurde in Schutt und Asche gelegt. Alles ist atomar verseucht und die letzten Überlebenden der Menschheit haben sich ausgerechnet auf der Mondbasis der Nazis niedergelassen. Dort leben viele im Dreck. Die Basis ist heruntergekommenen und steht kurz vor dem Verfall. Einige wenige ignorieren diesen Zustand und frönen ihrem neuen Gott Steve Jobs.

Also eines Tages Pilot Sasha (Valdimir Burlakov) mit einem kleinen Raumschiff und einigen Überlebenden von der Erde zur Basis reist, kommt Hoffnung für ein besseres Leben auf. Es wächst jedoch auch die Angst vor einem erneuten Aufeinandertreffen mit den Nazis. Den mit am Bord ist Wolfgang Kortzfleisch (Udo Kier). Dieser erzählt der Mechanikerin Obi (Lara Rossi) von dem Heiligen Gral, einer unendlichen Energiequelle. Diese befindet sich jedoch im Erdinneren. An jenem Ort, wo sich auch die Echsenmenschen, die alles Leid auf der Welt verursacht haben, leben. Ihr Anführer ist Adolf Hitler (ebenfalls Udo Kier).

Gemeinsam mit Sasha und ihrem kräftigen Kumpel Malcom (Kit Dale) reißt Obi zurück auf die Erde, um den Gral zu stehlen. Was sie bei ihrem Plan nicht bedacht haben: Hitler hat jetzt einen T-Rex.

FAZIT

IRON SKY: THE COMING RACE ist herrlich politisch-unkorrekt und kümmert sich herzlich wenig um irgendwelche Unzulänglichkeiten seiner Zuschauer. Wer sich über Nazis und globale Weltverschwörungen nicht lustig machen kann und nicht mal ein Augenzwinkern für flache Gesellschaftsgags hat, sollte um diesen Film einen weiten Bogen machen.

Im zweiten IRON SKY haben die (Mond-)Nazis diesmal den Krieg gewonnen. Das Ergebnis ist die totale Zerstörung der Erde. Damit endet jedoch noch lange nicht die Herrschaft der Mächtigen. Die haben sich ins Erdinnere zurückgezogen, um ein Leben ohne Menschen zu genießen. Richtig: Ohne Menschen. Denn die wahren Herrscher sind und waren schon immer Echsen. Logo!

In diesem Film stecken so viele offensichtliche Seitenhiebe gegen Aluhüttenträger und Holocaustleugner, dass man einen Zettel benötigt, um mitzuschreiben. So ziemlich jede relevante Verschwörungstheorie, die im ersten Teil noch nicht aufgegriffen wurde, wird hier (äußerst kreativ) neu mit anderen zusammengewürfelt. In eben diesen Referenzen liegt der große Spaß von IRON SKY: THE COMING RACE.

Von der Story selbst darf man jedoch, wie schon im Vorgänger auch, nicht zu viel erwarten. Heruntergebrochen passiert kläglich wenig – sowohl auf dem Mond als auch auf der Erde. Dafür gibt es viel Slapstick, ein paar Actionszenen, bessere Effekte als im ersten Teil und einige kreativen Ideen, auf die man erst einmal kommen muss. Die Beste ist so wahr wie irre: Menschen beten Steve Jobs an. Die Applemania bleibt also auch nach dem totalen Krieg erhalten.

Insgesamt ist IRON SKY: THE COMING RACE eine hochwertige, aber flache Unterhaltung für Genießer dieses Subgenres. Einem netten Nerdabende mit dem Kumpels steht hiermit nichts im Wege. Wir empfehlen ein Double Feature.

IRON SKY: THE COMING RACE ist ab dem 27.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

Bewertung:

banane_ranking_2.5

Quelle: Pressematerial Splendid Film

Der Beitrag IRON SKY: THE COMING RACE (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/iron-sky-the-coming-race-2019/feed/ 0 32439
DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE (2003) https://filmaffe.de/down-with-love-zum-teufel-mit-der-liebe-2003/ https://filmaffe.de/down-with-love-zum-teufel-mit-der-liebe-2003/#respond Wed, 02 Oct 2019 09:30:47 +0000 https://filmaffe.de/?p=32400 DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE ist so schön, wie harmlos lustig. Die romantische Komödie spielt nicht nur in den 60ern, sie ahmt auch den Filmstil der Zeit nach. Das Ergebnis ist ein wohlig-warmer und drollig-verspielter Film mit einem Ensemble, das sein Handwerk versteht – und die eigene Rolle genießt. INHALT Ein Bestseller wirbelt die Gesellschaft auf und gibt den Damen ein ungeahntes Selbstbewusstsein: „Down with Love“ heißt das Werk, das Barbara Nowak (Renée Zellweger) geschrieben hat. Die junge Frau predigt davon, dass Frauen auch ohne Liebe Spaß im Leben haben können und sich nicht mehr von den Männern dominieren lassen sollen. In den USA der 1960er Jahre ein Affront, mit den die Männerwelt nicht umgehen kann. Doch ihrer Lektorin Vikki Hiller (Sarah Paulson) gelingt es, das Buch herauszubringen. Der erfolgreiche Journalist Catcher Block (Ewan McGregor) schreibt für das Männermagazin „Know“ und soll, wenn es nach seinem Chef und besten Kumpel Peter MacMannus (David Hyde Pierce) geht, ein Interview mit Barbara führen. Aber Catcher schiebt den gemeinsamen Termin mit Barbara für Bettgeschichten immer weiter nach hinten. Erst als das Buch zum Bestseller wird, kann Catcher es nicht mehr ignorieren. Nun hat Barbara jedoch keine Lust mehr auf das Interview. Und so entwickelt Catcher einen Plan: Er spielt den netten Typen von nebenan, der Barbara mit ihren eigenen Waffen schlägt. Er verführt sie, indem er sie nicht verführt. Ein doppeltes Balzspiel beginnt… FAZIT Wie köstlich kann ein Balztanz vor der Kamera eigentlich sein? DOWN WITH LOVE beweist, das es köstlicher kaum geht. Das Filmduo Zellweger/McGregor harmonisiert in jeder Faser ihres gemeinsamen Schauspiels. Der Film kokettiert mit einer Ära der Spießigkeit und verwandelt den grauen Arbeitsalltag der 60er Jahre in ein kunterbuntes Knallbonbon. Im Zentrum stehen zwei Menschen, die sich so sehr hassen wie lieben. Die Figuren in DOWN WITH LOVE leben ihr Dasein mit einer Leichtigkeit und Freude, die ansteckt. Gleichzeitig sind sie intrigant und täuschen ihre Umwelt durch aufgesetzte, charmante Charaktere. Es ist ein Kampf der Geschlechter um Macht und Rechthaberei. In diesem Film ist nichts so wie es scheint und genau deswegen so herrlich echt. Der Film präsentiert seine Geschichte und Figuren in eleganten Kleidern, feinen Anzügen und einer aufpolierten und reinen Kulisse ohne Makel. Durchweg schöne Menschen begegnen uns in einem Reigen aus cleveren Dialogen und einer turbulenten, abwechslungsreichen Geschichte. Regisseur Peyton Reed ist mit diesem Film voll in seinem Element. Als einer der Regisseure von NEW GIRL und Mann hinter GIRLS UNITED und den beiden ANT-MAN-Filmen beschäftige er sich seit je her mit dem komischen Sujet. DOWN WITH LOVE fällt jedoch durch den erfrischend-frechen Stil aus Reeds Wirken heraus. Wer nach einer bissigen, kurzweiligen Romanze für kalte Sonntagnachmittage sucht, ist hier genau richtig. DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE ist seit dem 19.09.2019 erstmals auf Blu-Ray im Handel erhältlich. Bewertung: Quelle: Pressematerial 20th Century Fox

Der Beitrag DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE (2003) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE ist so schön, wie harmlos lustig. Die romantische Komödie spielt nicht nur in den 60ern, sie ahmt auch den Filmstil der Zeit nach. Das Ergebnis ist ein wohlig-warmer und drollig-verspielter Film mit einem Ensemble, das sein Handwerk versteht – und die eigene Rolle genießt.

Down with Love - BluRay-Cover | Komödie

INHALT

Ein Bestseller wirbelt die Gesellschaft auf und gibt den Damen ein ungeahntes Selbstbewusstsein: „Down with Love“ heißt das Werk, das Barbara Nowak (Renée Zellweger) geschrieben hat. Die junge Frau predigt davon, dass Frauen auch ohne Liebe Spaß im Leben haben können und sich nicht mehr von den Männern dominieren lassen sollen. In den USA der 1960er Jahre ein Affront, mit den die Männerwelt nicht umgehen kann. Doch ihrer Lektorin Vikki Hiller (Sarah Paulson) gelingt es, das Buch herauszubringen.

Der erfolgreiche Journalist Catcher Block (Ewan McGregor) schreibt für das Männermagazin „Know“ und soll, wenn es nach seinem Chef und besten Kumpel Peter MacMannus (David Hyde Pierce) geht, ein Interview mit Barbara führen. Aber Catcher schiebt den gemeinsamen Termin mit Barbara für Bettgeschichten immer weiter nach hinten. Erst als das Buch zum Bestseller wird, kann Catcher es nicht mehr ignorieren.

Nun hat Barbara jedoch keine Lust mehr auf das Interview. Und so entwickelt Catcher einen Plan: Er spielt den netten Typen von nebenan, der Barbara mit ihren eigenen Waffen schlägt. Er verführt sie, indem er sie nicht verführt. Ein doppeltes Balzspiel beginnt…

FAZIT

Wie köstlich kann ein Balztanz vor der Kamera eigentlich sein? DOWN WITH LOVE beweist, das es köstlicher kaum geht. Das Filmduo Zellweger/McGregor harmonisiert in jeder Faser ihres gemeinsamen Schauspiels. Der Film kokettiert mit einer Ära der Spießigkeit und verwandelt den grauen Arbeitsalltag der 60er Jahre in ein kunterbuntes Knallbonbon. Im Zentrum stehen zwei Menschen, die sich so sehr hassen wie lieben.

Die Figuren in DOWN WITH LOVE leben ihr Dasein mit einer Leichtigkeit und Freude, die ansteckt. Gleichzeitig sind sie intrigant und täuschen ihre Umwelt durch aufgesetzte, charmante Charaktere. Es ist ein Kampf der Geschlechter um Macht und Rechthaberei. In diesem Film ist nichts so wie es scheint und genau deswegen so herrlich echt.

Der Film präsentiert seine Geschichte und Figuren in eleganten Kleidern, feinen Anzügen und einer aufpolierten und reinen Kulisse ohne Makel. Durchweg schöne Menschen begegnen uns in einem Reigen aus cleveren Dialogen und einer turbulenten, abwechslungsreichen Geschichte.

Regisseur Peyton Reed ist mit diesem Film voll in seinem Element. Als einer der Regisseure von NEW GIRL und Mann hinter GIRLS UNITED und den beiden ANT-MAN-Filmen beschäftige er sich seit je her mit dem komischen Sujet. DOWN WITH LOVE fällt jedoch durch den erfrischend-frechen Stil aus Reeds Wirken heraus. Wer nach einer bissigen, kurzweiligen Romanze für kalte Sonntagnachmittage sucht, ist hier genau richtig.

DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE ist seit dem 19.09.2019 erstmals auf Blu-Ray im Handel erhältlich.

Bewertung:

banane_ranking_4.5

Quelle: Pressematerial 20th Century Fox

Der Beitrag DOWN WITH LOVE – ZUM TEUFEL MIT DER LIEBE (2003) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/down-with-love-zum-teufel-mit-der-liebe-2003/feed/ 0 32400
HELL FEST (2019) https://filmaffe.de/hell-fest-2019/ https://filmaffe.de/hell-fest-2019/#respond Tue, 01 Oct 2019 09:30:28 +0000 https://filmaffe.de/?p=32395 Wenn der Mörder austauschbar ist, muss eben das Setting stimmen: In dem Slasher HELL FEST frönt man genau diesem Motto. Eine Gruppe Klischees wünscht sich Spaß und Alkohol auf einem Horrorfestival. Statt dessen beginnt eine schaurige Jagd durch allerhand unnötig gruselige Labyrinthe. INHALT Lang nicht mehr gesehen – das denken sich sechs Freunde, die sich gemeinsam für ein Festival treffen, um endlich mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Das „Hell Fest“ ist jedoch kein gewöhnliches Festival. Das gesamte Gelände ist ein einziger Horrortrip: Geisterbahnen, Escape Rooms, schaurige Kabinette und natürlich überall rumlaufende Schauspieler in Horrorkostümen. Ideal für Menschen, die mal selbst in einem Horrorfilm mitspielen wollen – und noch idealer für Mörder, die unbemerkt Leute schnetzeln. Bald folgt den Freunden ein schwarzgekleideter, schweigsamer Maskenmann. Anfangs denken sie noch, es gehört zu Spiel. Doch als immer mehr verschwinden und er einzelnen bedrohlich nahe kommt, erkennen sie, dass ihr persönliches Hell Fest alles andere als geplant verläuft… FAZIT Willkommen zum HELL FEST, einem klassischen Slasher mit öder Handlung. Der Horrorfilm kennt sein Genre und hält sich an die Konventionen. Der Mörder sagt nichts, dafür merken die jungen Menschen mal wieder erst kurz vor Ende, was mit ihnen gerade passiert. Reicht? Reicht heute nicht mehr! Hier kommen wir gleich zum großen Kritikpunkt am Film: Denn er macht sich nicht mal die Mühe etwas Innovation zu vermitteln. Sogar seine Mordszenen sind alles andere als spektakulär. Dabei geht es in Slasher doch vor allem darum, die Opfer auf möglichst kreative Art und Weise um die Ecke zu bringen. Doch heimlich mit Messer im Bauch oder Nadel im Auge gab es so schon mal (besser). Auch mitten in der Öffentlichkeit morden wurde in SCREAM 2 schon viel emotionaler und dramatischer inszeniert. So manche blutige Szene kratzt an Geschmacksgrenzen, die meisten sind jedoch nur kleine Stiche in die Magengrube – der Opfer. Allzu viel Gewalt erlebt das Publikum also nicht. Worin HELL FEST jedoch überzeugt – und was tatsächlich mehr Grusel ausmacht als die Morde des Täters – ist das Setting. Das schaurige Festival ist wirklich ein fantastischer Ort. Überall laufen schaurige Gestalten herum und zu den besten Orten kommt man nur, wenn man sich durch andere Gebiete traut. Ein wenig wie in Westworld nur mit viel mehr Touristen. Die aufwändig gestalteten Orte verleihen dem Film Spannung. Noch spannender wäre es nur, wenn die Orte tatsächlich nicht nur Kulisse im doppeltem Sinne wären. Ab 16 Jahre freigegeben ist HELL FEST kein großes Werk, aber ein perfekter Einstiegsfilm für kleine Horrorfan im zarten Teenageralter. Also Chips gekauft, Cola geöffnet und mit der Freundin unter die Decke gekuschelt… HELL FEST ist seit dem 13.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich. Bewertung: Quelle: Pressematerial Universum Film

Der Beitrag HELL FEST (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Wenn der Mörder austauschbar ist, muss eben das Setting stimmen: In dem Slasher HELL FEST frönt man genau diesem Motto. Eine Gruppe Klischees wünscht sich Spaß und Alkohol auf einem Horrorfestival. Statt dessen beginnt eine schaurige Jagd durch allerhand unnötig gruselige Labyrinthe.

Hell Fest - BluRay-Cover | Horror

INHALT

Lang nicht mehr gesehen – das denken sich sechs Freunde, die sich gemeinsam für ein Festival treffen, um endlich mal wieder Zeit miteinander zu verbringen. Das „Hell Fest“ ist jedoch kein gewöhnliches Festival. Das gesamte Gelände ist ein einziger Horrortrip: Geisterbahnen, Escape Rooms, schaurige Kabinette und natürlich überall rumlaufende Schauspieler in Horrorkostümen. Ideal für Menschen, die mal selbst in einem Horrorfilm mitspielen wollen – und noch idealer für Mörder, die unbemerkt Leute schnetzeln.

Bald folgt den Freunden ein schwarzgekleideter, schweigsamer Maskenmann. Anfangs denken sie noch, es gehört zu Spiel. Doch als immer mehr verschwinden und er einzelnen bedrohlich nahe kommt, erkennen sie, dass ihr persönliches Hell Fest alles andere als geplant verläuft…

FAZIT

Willkommen zum HELL FEST, einem klassischen Slasher mit öder Handlung. Der Horrorfilm kennt sein Genre und hält sich an die Konventionen. Der Mörder sagt nichts, dafür merken die jungen Menschen mal wieder erst kurz vor Ende, was mit ihnen gerade passiert. Reicht? Reicht heute nicht mehr!

Hier kommen wir gleich zum großen Kritikpunkt am Film: Denn er macht sich nicht mal die Mühe etwas Innovation zu vermitteln. Sogar seine Mordszenen sind alles andere als spektakulär. Dabei geht es in Slasher doch vor allem darum, die Opfer auf möglichst kreative Art und Weise um die Ecke zu bringen. Doch heimlich mit Messer im Bauch oder Nadel im Auge gab es so schon mal (besser). Auch mitten in der Öffentlichkeit morden wurde in SCREAM 2 schon viel emotionaler und dramatischer inszeniert. So manche blutige Szene kratzt an Geschmacksgrenzen, die meisten sind jedoch nur kleine Stiche in die Magengrube – der Opfer. Allzu viel Gewalt erlebt das Publikum also nicht.

Worin HELL FEST jedoch überzeugt – und was tatsächlich mehr Grusel ausmacht als die Morde des Täters – ist das Setting. Das schaurige Festival ist wirklich ein fantastischer Ort. Überall laufen schaurige Gestalten herum und zu den besten Orten kommt man nur, wenn man sich durch andere Gebiete traut. Ein wenig wie in Westworld nur mit viel mehr Touristen. Die aufwändig gestalteten Orte verleihen dem Film Spannung. Noch spannender wäre es nur, wenn die Orte tatsächlich nicht nur Kulisse im doppeltem Sinne wären.

Ab 16 Jahre freigegeben ist HELL FEST kein großes Werk, aber ein perfekter Einstiegsfilm für kleine Horrorfan im zarten Teenageralter. Also Chips gekauft, Cola geöffnet und mit der Freundin unter die Decke gekuschelt…

HELL FEST ist seit dem 13.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

Bewertung:

banane_ranking_2

Quelle: Pressematerial Universum Film

Der Beitrag HELL FEST (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/hell-fest-2019/feed/ 0 32395
VICE – DER ZWEITE MANN (2018) https://filmaffe.de/vice-der-zweite-mann-2018/ https://filmaffe.de/vice-der-zweite-mann-2018/#respond Mon, 30 Sep 2019 09:33:04 +0000 https://filmaffe.de/?p=32389 VICE – DER ZWEITE MANN erzählt vom irren Leben eines verschlossenen, aber auch erfolgreichen Politikers der USA: Dick Cheney. An den nötigen Stellen etwas ausgeschmückt und manchmal auch nicht so recht ernstgemeint, wirft diese Biografie viel Licht auf eine politische Ära aus Fake-News und skrupelloser Egomanie, die im Grunde bis heute anhält. INHALT Er hatte es auch wirklich nicht leicht: Wie wohl viele erfolgreiche US-Politiker vor und nach ihm, hatte Dick Cheney (Christian Bale) ein Alkoholproblem. Gut, dass er das durch die weisen und überzeugenden Worte seinre Ehefrau (Amy Adams) in den Griff bekommen konnte. So biss er sich nach oben und hing sich an den jungen, aufstrebenden Politiker Donald Rumsfeld (Steve Carell). Die beiden sollte noch lange miteinander Postionentausch und Vetternwirtschaft spielen. Für die Politik völlig normal. Für Menschen, wie diese beiden, wohl auch privat Usus. Irgendwann gelingt es Cheney schließlich Vizepräsident zu werden – unter George W. Bush Junior (Sam Rockwell). Oder vielmehr über ihm. Auch dieser erfolgreiche Politiker (und Präsident) hatte einst ein Alkoholproblem. Das war es dann auch schon, was Cheney und Bush verbindet. Denn Cheney reißt die Macht an sich und führt den mächtigsten Staat der Erde heimlich im Alleingang. Dazu hat er (fast) alle großen Positionen unterwandert, meistert einige politische Affären und führt die USA in mindestens zwei Kriege…gegen den Terror natürlich. FAZIT Spätestens seit HOUSE OF CARDS und ALHPA HOUSE macht es dem Publikum unglaublich viel Spaß, sich mit den wirren Wegen und Traditionen US-amerikanischer Politik zu beschäftigen. Ulknudel und Satire-Experte Adam MCKay hat mit VICE – DER ZWEITE MANN ordentlich an politischen Futter nachgelegt. Apropos Futter: Christian Bale (THE PROMISE) hat mal wieder seinen Körper für diese Rolle komplett umgestaltet. Der Method Acter nahm einige Kilos zu, um den amerikanischen Hühnen mit den lichten Haar auf dem Kopf zu mimen. Krasser Typ, der dafür auch mit einer Oscar-Nominierung und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde – also Bale, nicht Cheney. Wie auch? Egal. Diese mehr als zweistündige Satire von Adam McKay (ANCHORMAN: DIE LEGENDE VON RON BURGUNDY/ THE BIG SHORT) ist so genüsslich wie bitter. Sieht tut an den richtigen Stellen weh, ja schmerzt im Zwerchfell und im Kopf. So viel Wahnsinn, so viele politische Lücken und Menschen, die sie missbrauchen, können gar nicht in einem Film gefasst werden. VICE – DER ZWEITE MANN versucht es, prangert an und macht sich lustig. Dabei vergisst der Film nie, dass es sich um einen echten gewählten Politiker handelt, der mittlerweile auch verstorben ist. VICE findet jederzeit eine passende Tonart und würdigt die großen Erfolge noch größerer Politiker (mit Alkoholproblem), indem er jene gleichzeitig ad absurdum führt. Diese Mischung aus ernstem Drama und ulkiger, jedoch nie albernder Satire ist gelungen und ein kurzweiliges Filmvergnügen. VICE – DER ZWEITE MANN ist seit dem 28.06.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich. Bewertung: Quelle: Pressematerial Universum Film

Der Beitrag VICE – DER ZWEITE MANN (2018) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
VICE – DER ZWEITE MANN erzählt vom irren Leben eines verschlossenen, aber auch erfolgreichen Politikers der USA: Dick Cheney. An den nötigen Stellen etwas ausgeschmückt und manchmal auch nicht so recht ernstgemeint, wirft diese Biografie viel Licht auf eine politische Ära aus Fake-News und skrupelloser Egomanie, die im Grunde bis heute anhält.

Vice - Der Zweite Mann - BluRay-Cover | Satire

INHALT

Er hatte es auch wirklich nicht leicht: Wie wohl viele erfolgreiche US-Politiker vor und nach ihm, hatte Dick Cheney (Christian Bale) ein Alkoholproblem. Gut, dass er das durch die weisen und überzeugenden Worte seinre Ehefrau (Amy Adams) in den Griff bekommen konnte. So biss er sich nach oben und hing sich an den jungen, aufstrebenden Politiker Donald Rumsfeld (Steve Carell).

Die beiden sollte noch lange miteinander Postionentausch und Vetternwirtschaft spielen. Für die Politik völlig normal. Für Menschen, wie diese beiden, wohl auch privat Usus. Irgendwann gelingt es Cheney schließlich Vizepräsident zu werden – unter George W. Bush Junior (Sam Rockwell). Oder vielmehr über ihm.

Auch dieser erfolgreiche Politiker (und Präsident) hatte einst ein Alkoholproblem. Das war es dann auch schon, was Cheney und Bush verbindet. Denn Cheney reißt die Macht an sich und führt den mächtigsten Staat der Erde heimlich im Alleingang. Dazu hat er (fast) alle großen Positionen unterwandert, meistert einige politische Affären und führt die USA in mindestens zwei Kriege…gegen den Terror natürlich.

FAZIT

Spätestens seit HOUSE OF CARDS und ALHPA HOUSE macht es dem Publikum unglaublich viel Spaß, sich mit den wirren Wegen und Traditionen US-amerikanischer Politik zu beschäftigen. Ulknudel und Satire-Experte Adam MCKay hat mit VICE – DER ZWEITE MANN ordentlich an politischen Futter nachgelegt.

Apropos Futter: Christian Bale (THE PROMISE) hat mal wieder seinen Körper für diese Rolle komplett umgestaltet. Der Method Acter nahm einige Kilos zu, um den amerikanischen Hühnen mit den lichten Haar auf dem Kopf zu mimen. Krasser Typ, der dafür auch mit einer Oscar-Nominierung und einem Golden Globe ausgezeichnet wurde – also Bale, nicht Cheney. Wie auch? Egal.

Diese mehr als zweistündige Satire von Adam McKay (ANCHORMAN: DIE LEGENDE VON RON BURGUNDY/ THE BIG SHORT) ist so genüsslich wie bitter. Sieht tut an den richtigen Stellen weh, ja schmerzt im Zwerchfell und im Kopf. So viel Wahnsinn, so viele politische Lücken und Menschen, die sie missbrauchen, können gar nicht in einem Film gefasst werden. VICE – DER ZWEITE MANN versucht es, prangert an und macht sich lustig.

Dabei vergisst der Film nie, dass es sich um einen echten gewählten Politiker handelt, der mittlerweile auch verstorben ist. VICE findet jederzeit eine passende Tonart und würdigt die großen Erfolge noch größerer Politiker (mit Alkoholproblem), indem er jene gleichzeitig ad absurdum führt. Diese Mischung aus ernstem Drama und ulkiger, jedoch nie albernder Satire ist gelungen und ein kurzweiliges Filmvergnügen.

VICE – DER ZWEITE MANN ist seit dem 28.06.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

Bewertung:

banane_ranking_4

Quelle: Pressematerial Universum Film

Der Beitrag VICE – DER ZWEITE MANN (2018) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/vice-der-zweite-mann-2018/feed/ 0 32389
13 REASON WHY (2019) – Season 3 https://filmaffe.de/13-reason-why-2019-season-3/ https://filmaffe.de/13-reason-why-2019-season-3/#respond Sun, 29 Sep 2019 16:42:30 +0000 https://filmaffe.de/?p=32405 Und sie haben es wieder getan. Trotz umfangreicher und teilweise berechtigter Kritik an 13 REASON WHY – TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT, gibt es auf Netflix nun die dritte Staffel. INHALT Bryce ist tot. Wer hat ihn ermordet? Verdächtige gibt es genügend. Und kann Tyler, der letzte Staffel fast einen Amoklauf durchgeführt hätte, mit Hilfe seiner Freunde wieder zur Normalität zurückkehren? Können die Freunde, die Vorkommnisse auf dem Spring Fling vertuschen? Und was hat das alles mit der neuen Mitschülerin Ani zu tun? FAZIT Wenn das so weitergeht, muss ich wohl bei Staffel 4 negativ Bananen vergeben. Die erste Staffel von TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT war, trotz einiger Schwächen, definitiv gelungen und ist glücklicherweise nah an der Romanvorlage von Jay Asher geblieben. Es gibt bis heute lautstark Kritik an der Serie, unter anderem, dass sie Selbstmord glorifiziert. Mittlerweile ist die Selbstmordszene an sich entfernt worden, was die Kritiker aber nur mäßig zufrieden stellen konnte. Ich kann nicht wirklich zustimmen, dass so eine Serie ernsthaft Selbstmord als etwas Nachzuahmendes porträtiert, aber ich bin auch kein psychisch labiler Teenager. Es gilt immer, egal ob man ein Buch liest, einen Film oder eine Serie schaut: Es ist Fiktion und wenn man von sich selbst weiß, dass manche Themen einen stark mitnehmen, sollte man vielleicht einfach von dem jeweiligen Inhalt fernbleiben. Aber nun zur dritten Staffel von 13 REASON WHY – TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT. Die Macher sind von einer Serie um Teenagerselbstmord zu einem halbherzigen Krimi übergegangen. Diese Serie hätte nach der ersten Staffel enden MÜSSEN. Die dritte Staffel ist an Absurdität kaum zu übertreffen. Klar, dass wir im Jahr 2019 nun die Abschiebegeilheit der Trump-Regierung mit zu den zahlreichen gesellschaftlichen Problemen hinzufügen müssen, denn die Serie will ja absolut jedes mögliche Problem behandeln, mit dem ein junger Mensch konfrontiert werden könnte. Einen negativen Beigeschmack hinterlässt auch die Storyline um Tyler. Die meisten Amokläufer in den USA werden nicht nur durch Mobbing zu dem, was sie sind und es reichen dadurch auch nicht ein paar Freunde, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Also ist es vermutlich auch keine gute Idee, sich einem „Freund“ mit einer Waffe in den Weg zu stellen und an seine Freundschaft zu plädieren. Aber das ist noch nicht einmal mein größtes Problem mit der Serie. Man stelle sich vor: eine Gruppe von Teenagern ist durch zahlreiche dunkle Geheimnisse miteinander verbunden. Keiner will reden, jeder hat seine zusätzlichen Probleme. Doch dann kommt eine neugierige neue Mitschülerin auf den Plan, die gerne lauscht und sich doch innerhalb von ein paar Wochen in die Herzen aller pflanzt und so viel weiß, dass sie direkt die Erzählerin der Staffel wird. Ähm, Hä? Grace Saif spielt die Rolle der Ani zwar ganz gut, aber ihre ganze Existenz ist nur der Ersatz von Hannah und das nervt extrem. Und die Grundfrage ist natürlich auch: Verdient ein Charakter wie Bryce es, eine Staffel lang zu zeigen, dass auch ein böser Mensch gute Seiten haben kann, nur um am Ende zu zeigen, dass er sich eigentlich nicht ändern kann und den Tod verdient hat? Ich gebe noch ein bisschen Lob für halbwegs gelungene Darbietung der Schauspieler und den Versuch, die Zeitlinien filmisch voneinander abzugrenzen, aber das war es leider auch schon. Mal sehen, was die kommende vierte Staffel noch auf den Plan ruft. Die dritte Staffel von 13 REASON WHY – TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT steht auf Netflix zum Abruf bereit. Bewertung: Quelle: Pressematerial Netflix

Der Beitrag 13 REASON WHY (2019) – Season 3 erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Und sie haben es wieder getan. Trotz umfangreicher und teilweise berechtigter Kritik an 13 REASON WHY – TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT, gibt es auf Netflix nun die dritte Staffel.

INHALT

Bryce ist tot. Wer hat ihn ermordet? Verdächtige gibt es genügend. Und kann Tyler, der letzte Staffel fast einen Amoklauf durchgeführt hätte, mit Hilfe seiner Freunde wieder zur Normalität zurückkehren? Können die Freunde, die Vorkommnisse auf dem Spring Fling vertuschen? Und was hat das alles mit der neuen Mitschülerin Ani zu tun?

FAZIT

Wenn das so weitergeht, muss ich wohl bei Staffel 4 negativ Bananen vergeben. Die erste Staffel von TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT war, trotz einiger Schwächen, definitiv gelungen und ist glücklicherweise nah an der Romanvorlage von Jay Asher geblieben. Es gibt bis heute lautstark Kritik an der Serie, unter anderem, dass sie Selbstmord glorifiziert.

Mittlerweile ist die Selbstmordszene an sich entfernt worden, was die Kritiker aber nur mäßig zufrieden stellen konnte. Ich kann nicht wirklich zustimmen, dass so eine Serie ernsthaft Selbstmord als etwas Nachzuahmendes porträtiert, aber ich bin auch kein psychisch labiler Teenager. Es gilt immer, egal ob man ein Buch liest, einen Film oder eine Serie schaut: Es ist Fiktion und wenn man von sich selbst weiß, dass manche Themen einen stark mitnehmen, sollte man vielleicht einfach von dem jeweiligen Inhalt fernbleiben.

Aber nun zur dritten Staffel von 13 REASON WHY – TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT. Die Macher sind von einer Serie um Teenagerselbstmord zu einem halbherzigen Krimi übergegangen. Diese Serie hätte nach der ersten Staffel enden MÜSSEN. Die dritte Staffel ist an Absurdität kaum zu übertreffen. Klar, dass wir im Jahr 2019 nun die Abschiebegeilheit der Trump-Regierung mit zu den zahlreichen gesellschaftlichen Problemen hinzufügen müssen, denn die Serie will ja absolut jedes mögliche Problem behandeln, mit dem ein junger Mensch konfrontiert werden könnte.

Einen negativen Beigeschmack hinterlässt auch die Storyline um Tyler. Die meisten Amokläufer in den USA werden nicht nur durch Mobbing zu dem, was sie sind und es reichen dadurch auch nicht ein paar Freunde, um alles wieder in Ordnung zu bringen. Also ist es vermutlich auch keine gute Idee, sich einem „Freund“ mit einer Waffe in den Weg zu stellen und an seine Freundschaft zu plädieren. Aber das ist noch nicht einmal mein größtes Problem mit der Serie.

Man stelle sich vor: eine Gruppe von Teenagern ist durch zahlreiche dunkle Geheimnisse miteinander verbunden. Keiner will reden, jeder hat seine zusätzlichen Probleme. Doch dann kommt eine neugierige neue Mitschülerin auf den Plan, die gerne lauscht und sich doch innerhalb von ein paar Wochen in die Herzen aller pflanzt und so viel weiß, dass sie direkt die Erzählerin der Staffel wird. Ähm, Hä? Grace Saif spielt die Rolle der Ani zwar ganz gut, aber ihre ganze Existenz ist nur der Ersatz von Hannah und das nervt extrem.

Und die Grundfrage ist natürlich auch: Verdient ein Charakter wie Bryce es, eine Staffel lang zu zeigen, dass auch ein böser Mensch gute Seiten haben kann, nur um am Ende zu zeigen, dass er sich eigentlich nicht ändern kann und den Tod verdient hat?

Ich gebe noch ein bisschen Lob für halbwegs gelungene Darbietung der Schauspieler und den Versuch, die Zeitlinien filmisch voneinander abzugrenzen, aber das war es leider auch schon. Mal sehen, was die kommende vierte Staffel noch auf den Plan ruft.

Die dritte Staffel von 13 REASON WHY – TOTE MÄDCHEN LÜGEN NICHT steht auf Netflix zum Abruf bereit.

Bewertung:

banane_ranking_1.5

Quelle: Pressematerial Netflix

Der Beitrag 13 REASON WHY (2019) – Season 3 erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/13-reason-why-2019-season-3/feed/ 0 32405
ALADDIN (2019) https://filmaffe.de/aladdin-2019/ https://filmaffe.de/aladdin-2019/#respond Sat, 28 Sep 2019 09:30:19 +0000 https://filmaffe.de/?p=32386 „Och nö, nicht noch eine Realverfilmung“, nörgelt das alternde Kinopublikum. Dann schaut man ungeplant doch hin und erlebt einen netten Film aus 1001 Nacht: Disneys zweiter ALADDIN ist an vielen Stellen ähnlich, an anderen Stellen wieder ganz anders. Eine gute Mischung, die durch ihr aufwändiges und Comic-artiges Setting kindlichen Charme behält und Retro-Synapsen aktiviert. Kann man mal gucken. INHALT Aladdin (Mena Massoud) und sein Affe Abu sind zwei Diebe, die die Straßen der arabischen Stadt Agrabah unsicher machen. Als eines Tages der Großvisir Dschafar (Marwan Kenzari) mit einem Auftrag an Aladdin herantritt, ändert sich dessen Leben von Grund auf: Der Junge Mann kommt in den Besitz eines fliegenden Teppichs und einer Wunderlampe samt Dschinni (Will Smith). Letzteres will eigentlich Dschafar, um den Sultan (Navid Negahban) seinem Thron zu entreißen. Aber es kommt anders. Tagedieb Aladdin erhält drei Wünsche. Verliebt in Prinzessin Jasmin (Naomi Scott), wünscht sich Aladdin, dass er ein Prinz wäre. Denn nur so glaubt er, dass er das Herz von Jasmin gewinnen kann. Während dessen lässt Dschafar nichts unversucht, um Aladdin die Wunderlampe wieder zu entreißen. Geht sein fieser Plan am Ende doch noch auf? Und braucht es wirklich Gold, Juwelen und Konfitüre, um die Liebe seines Lebens zu gewinnen? FAZIT Diese Realverfilmung macht einiges richtig, beweist jedoch auch wenig Mut. Sie hält sich in weiten Teilen an die Vorlage. Einen großen Kritikpunkt an Realverfilmungen der Vergangenheit haben die Filmemacher von ALADDIN jedoch berücksichtigt. Statt das Ensemble krampfhaft mit großen Stars zu besetzten, entschied man sich für Schauspieltalente mit indisch-arabisch Wurzeln. Für Naomi Scott und Superstar Will Smith, die als einzige mit Namen in unseren Gefilden bekannt sind, ist dieser Film zudem ein Novum. Denn sie spielen in einem Disney-Bollywood-Film mit. In ALADDIN wird viel getanzt und, wie schon in der Zeichentrick-Version von 1992 auch, viel gesungen. Einige Lieder von damals werden in diesem Film neu interpretiert. Darunter „Arabische Nächte“ und „Ein Traum wird wahr“. Die Tanzchoreographien sind opulent. Vor allem der Einzug von Aladdin als Prinz in die Stadt kann sich sehen lassen. Der Vorwurf, dass gerade in diesem Momenten ALADDIN albern, ja gar peinlich wirkt, ist unbegründet. Vielmehr lehnt sich der Film an seinen Vorgänger an und zelebriert sich wortwörtlich als spaßig-buntes Musical für eine eindeutig junge Zielgruppe. Als solches betrachtet, darf die Handlung einfach und die Figuren stereotypisch sein. Doch Regisseur Guy Ritchie möchte wohl beides nicht. Denn auch seine Version hält inhaltlich einige Überraschung parat. Ebenso dürfen die Figuren sich ausleben. Der bei uns eher unbekannte Mena Massoud mimt eine perfekten Hauptdarsteller, der die Naivität und Tollkühnheit der Zeichentrickfigur gekonnt in die „reale Welt“ überträgt. Die größte Herausforderung der Darsteller hatte Will Smith zu bestehen, der die ikonische Darstellung des Dschinnis von Robin Williams zumindest ankratzen muss, um bei den Kritikern und den Fans nicht völlig unterzugehen. Statt dessen macht es Smith auf seine lässige Art und erfindet den Lampengeist neu, ohne mit den Traditionen zu brechen. So macht auch dieser Dschinni Spaß und die Figur erhält sogar eine neue Rahmenhandlung. Smith war wahrlich die beste Entscheidung für diesen Film. ALADDIN ist seit dem 26.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich. Neben dem Hauptfilm erwarten euch viele Extras. Darunter zusätzliche Song und Szenen, Pannen vom Dreh und ein Video-Tagebuch. Ein wie immer schön-geschnürtes Paket als Ergänzung zu der Disney-Heimkino-Version. Bewertung: Quelle: Pressematerial Disney (c) Disney

Der Beitrag ALADDIN (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
„Och nö, nicht noch eine Realverfilmung“, nörgelt das alternde Kinopublikum. Dann schaut man ungeplant doch hin und erlebt einen netten Film aus 1001 Nacht: Disneys zweiter ALADDIN ist an vielen Stellen ähnlich, an anderen Stellen wieder ganz anders. Eine gute Mischung, die durch ihr aufwändiges und Comic-artiges Setting kindlichen Charme behält und Retro-Synapsen aktiviert. Kann man mal gucken.

Aladdin - BluRay-Cover | Fantasyfilm

INHALT

Aladdin (Mena Massoud) und sein Affe Abu sind zwei Diebe, die die Straßen der arabischen Stadt Agrabah unsicher machen. Als eines Tages der Großvisir Dschafar (Marwan Kenzari) mit einem Auftrag an Aladdin herantritt, ändert sich dessen Leben von Grund auf: Der Junge Mann kommt in den Besitz eines fliegenden Teppichs und einer Wunderlampe samt Dschinni (Will Smith). Letzteres will eigentlich Dschafar, um den Sultan (Navid Negahban) seinem Thron zu entreißen. Aber es kommt anders.

Tagedieb Aladdin erhält drei Wünsche. Verliebt in Prinzessin Jasmin (Naomi Scott), wünscht sich Aladdin, dass er ein Prinz wäre. Denn nur so glaubt er, dass er das Herz von Jasmin gewinnen kann. Während dessen lässt Dschafar nichts unversucht, um Aladdin die Wunderlampe wieder zu entreißen. Geht sein fieser Plan am Ende doch noch auf? Und braucht es wirklich Gold, Juwelen und Konfitüre, um die Liebe seines Lebens zu gewinnen?

FAZIT

Diese Realverfilmung macht einiges richtig, beweist jedoch auch wenig Mut. Sie hält sich in weiten Teilen an die Vorlage. Einen großen Kritikpunkt an Realverfilmungen der Vergangenheit haben die Filmemacher von ALADDIN jedoch berücksichtigt. Statt das Ensemble krampfhaft mit großen Stars zu besetzten, entschied man sich für Schauspieltalente mit indisch-arabisch Wurzeln. Für Naomi Scott und Superstar Will Smith, die als einzige mit Namen in unseren Gefilden bekannt sind, ist dieser Film zudem ein Novum. Denn sie spielen in einem Disney-Bollywood-Film mit.

In ALADDIN wird viel getanzt und, wie schon in der Zeichentrick-Version von 1992 auch, viel gesungen. Einige Lieder von damals werden in diesem Film neu interpretiert. Darunter „Arabische Nächte“ und „Ein Traum wird wahr“.

Die Tanzchoreographien sind opulent. Vor allem der Einzug von Aladdin als Prinz in die Stadt kann sich sehen lassen. Der Vorwurf, dass gerade in diesem Momenten ALADDIN albern, ja gar peinlich wirkt, ist unbegründet. Vielmehr lehnt sich der Film an seinen Vorgänger an und zelebriert sich wortwörtlich als spaßig-buntes Musical für eine eindeutig junge Zielgruppe.

Als solches betrachtet, darf die Handlung einfach und die Figuren stereotypisch sein. Doch Regisseur Guy Ritchie möchte wohl beides nicht. Denn auch seine Version hält inhaltlich einige Überraschung parat. Ebenso dürfen die Figuren sich ausleben. Der bei uns eher unbekannte Mena Massoud mimt eine perfekten Hauptdarsteller, der die Naivität und Tollkühnheit der Zeichentrickfigur gekonnt in die „reale Welt“ überträgt.

Die größte Herausforderung der Darsteller hatte Will Smith zu bestehen, der die ikonische Darstellung des Dschinnis von Robin Williams zumindest ankratzen muss, um bei den Kritikern und den Fans nicht völlig unterzugehen. Statt dessen macht es Smith auf seine lässige Art und erfindet den Lampengeist neu, ohne mit den Traditionen zu brechen. So macht auch dieser Dschinni Spaß und die Figur erhält sogar eine neue Rahmenhandlung. Smith war wahrlich die beste Entscheidung für diesen Film.

ALADDIN ist seit dem 26.09.2019 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich. Neben dem Hauptfilm erwarten euch viele Extras. Darunter zusätzliche Song und Szenen, Pannen vom Dreh und ein Video-Tagebuch. Ein wie immer schön-geschnürtes Paket als Ergänzung zu der Disney-Heimkino-Version.

Bewertung:

banane_ranking_3.5

Quelle: Pressematerial Disney

(c) Disney

Der Beitrag ALADDIN (2019) erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/aladdin-2019/feed/ 0 32386
DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS (2019) – Staffel 1 https://filmaffe.de/der-dunkle-kristall-aera-des-widerstands-2019-staffel-1/ https://filmaffe.de/der-dunkle-kristall-aera-des-widerstands-2019-staffel-1/#respond Fri, 27 Sep 2019 09:30:21 +0000 https://filmaffe.de/?p=32372 Der Stil dieser neuen Serie ist gewöhnungsbedürftig, anders und fast zu rückständig für das heutige Publikum. Doch gerade diese Optik gepaart mit einer hinreißend, ekligen wie zauberhaft-schönen Handlung macht DER DUNKLE KRISTALL – ÄRA DES WIDERSTANDS zum Besten, was Netflix in diesem Jahr bisher veröffentlicht hat. INHALT Thra liegt im Sterben. Der Planet ist von der Verfinsterung befallen. Schuld daran sind die Skekse. Einst kamen die vogelartigen Geschöpfe auf den Planeten, um sich dort niederzulassen. Mit einem Trick haben sie Aughra, die Hüterin des Kristalls der Wahrheit und Beschützerin von Thra, von ihrem Auftrag abgelenkt. Seit dem kümmern sich die Skekse um den Kristall. Doch sie haben ihre Macht missbraucht, um dadurch ewig zu leben. Die sieben Clans der Gelflinge und die kindlichen Potlinge dienen den Skeksen. Ihren Herrschern treu ergeben, merken die Geschöpfe nicht, dass ihnen übel mitgespielt wird. Denn die Macht des Kristalls schwindet. Auch die Unsterblichkeit der Skekse ist plötzlich gefährdet. Und so entwickeln die Herrscher eine neue Methode: Sie entleben Gelflinge – und zerstören durch ihren Egoismus endgültig das Gleichgewicht von Thra. Der Junge Krieger Rian findet diese Taten durch Zufall heraus und wird so zum Gejagten. Seine einzige Chance: Rian muss die anderen Gelflinge von der Wahrheit überzeugen – und einen Aufstand gegen die Skekse beginnen… FAZIT Echte Puppen, aufwändige Kulissen und eine magisch-ferne Welt, die gleichermaßen schön wie düster ist. Hinter DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS steckt ein echtes Handwerk – und viel Leidenschaft. Diese braucht es auch, um einen Kinofilmklassiker aus den 1980er Jahren in Serienform neu zu beleben. Das Puppenspiel stammt in seinem Ursprung von Jim Hendsons Ensemble. Jener Puppenspieler, der auch schon für die Muppets oder Yoda aus STAR WARS verantwortlich war. Die Serie handelt von drei Gelflingen aus drei verschiedenen Clans: Krieger Rian, der auf der Festung der Skekse stationiert ist und von einem aufregenden Leben träumt. Deet, die in den unterirdischen Tiefen von Thra aufgewachsen ist und bisher noch nie auf der Oberfläche war. Ein uralter Baum beauftragt Deet, die All-Maudra von der Gefahr durch die Verfinsterung zu berichten. Die Dritte im Bund ist die kluge Prinzessin Brea. Als Tochter der All-Maudra hat sie viele Pflichten. Doch statt diesen nachzugehen, forscht sie lieber und wünscht sich ein weniger kompliziertes Leben. Unter dem Thron ihrer Mutter entdeckt Brea ein Geheimnis, das sie zu einem Mystiker, einem uralten Wesen, führt. Im Laufe der Folgen kreuzen sich die Wege der drei Gelflinge. Dabei stellen sie fest, dass sie dasselbe Ziel haben: Sie wollen die Skekse aufhalten und Thra retten. Ihre Reise, ihre unterschiedlichen Pfade, das intrigante Spiel der Skekse um Macht, die sieben Gelfling-Häuser und die fantastische Umgebung wirken wie eine geraffte Version von GAME OF THRONES. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass es sich hierbei um fantastische Wesen auf einer fernen Welt handelt, die noch dazu teilweise unfassbar putzig sind. Diese Puppen wirken etwas steif, aber man nimmt ihnen ab, dass sie leben, ja gar Teil ihrer Welt sind. Hier wirkt einmal mehr die Inszenierung der Figuren, denn mit jedem Gelfling baut der Zuschauer eine Verbindung auf. Die Detailtiefe ist etwas kitischig, aber erstaunlich schön. Und sie setzt genau da an, wo die Spielfilm von damals aufgehört hat. Die Story ist hingegen relativ gradlinig, wenn auch mit durchdachten Abzweigungen versehen. Überraschende Momente gibt es hingegen wenige. Die Skekse sind so bösartig und wie komisch. Sie wirken wir uneinsichtige Eltern, die eigentlich auf ihre Kinder (und ihre Welt) aufpassen müssten, jedoch von einem Fettnapf in den nächsten treten. Ein herrliches Reigen, wenn ihre Absichten nur nicht so bitter wären. Der Humor bewirkt bei der oft düsteren und ekligen Stimmung, die durch dichte Kamerafahrten unterstützt wird, eine heimelige Balance. Der gediegene Erzählfluss nimmt dem Zuschauer seine Hektik und doch erlebt er eine aufregende Abenteuergeschichte, in der das gesamte Repertoire des Fantasy-Genres aufgefahren wird – nur eben auf eine ganz eigene Weise. Auf Kinder könnte DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS verstörend wirken – auf Erwachsene im übrigen auch. Es braucht einen Moment, um sich in die Serie einzusehen. Dann jedoch kann sich keiner mehr sattsehen. Die erste Staffel von DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS steht seit dem 30.08.2019 auf Netflix zum Abruf bereit. Bewertung: Quelle: Pressematerial Netflix

Der Beitrag DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS (2019) – Staffel 1 erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
Der Stil dieser neuen Serie ist gewöhnungsbedürftig, anders und fast zu rückständig für das heutige Publikum. Doch gerade diese Optik gepaart mit einer hinreißend, ekligen wie zauberhaft-schönen Handlung macht DER DUNKLE KRISTALL – ÄRA DES WIDERSTANDS zum Besten, was Netflix in diesem Jahr bisher veröffentlicht hat.

INHALT

Thra liegt im Sterben. Der Planet ist von der Verfinsterung befallen. Schuld daran sind die Skekse. Einst kamen die vogelartigen Geschöpfe auf den Planeten, um sich dort niederzulassen. Mit einem Trick haben sie Aughra, die Hüterin des Kristalls der Wahrheit und Beschützerin von Thra, von ihrem Auftrag abgelenkt. Seit dem kümmern sich die Skekse um den Kristall. Doch sie haben ihre Macht missbraucht, um dadurch ewig zu leben.

Die sieben Clans der Gelflinge und die kindlichen Potlinge dienen den Skeksen. Ihren Herrschern treu ergeben, merken die Geschöpfe nicht, dass ihnen übel mitgespielt wird. Denn die Macht des Kristalls schwindet. Auch die Unsterblichkeit der Skekse ist plötzlich gefährdet. Und so entwickeln die Herrscher eine neue Methode: Sie entleben Gelflinge – und zerstören durch ihren Egoismus endgültig das Gleichgewicht von Thra.

Der Junge Krieger Rian findet diese Taten durch Zufall heraus und wird so zum Gejagten. Seine einzige Chance: Rian muss die anderen Gelflinge von der Wahrheit überzeugen – und einen Aufstand gegen die Skekse beginnen…

FAZIT

Echte Puppen, aufwändige Kulissen und eine magisch-ferne Welt, die gleichermaßen schön wie düster ist. Hinter DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS steckt ein echtes Handwerk – und viel Leidenschaft. Diese braucht es auch, um einen Kinofilmklassiker aus den 1980er Jahren in Serienform neu zu beleben. Das Puppenspiel stammt in seinem Ursprung von Jim Hendsons Ensemble. Jener Puppenspieler, der auch schon für die Muppets oder Yoda aus STAR WARS verantwortlich war.

Die Serie handelt von drei Gelflingen aus drei verschiedenen Clans: Krieger Rian, der auf der Festung der Skekse stationiert ist und von einem aufregenden Leben träumt. Deet, die in den unterirdischen Tiefen von Thra aufgewachsen ist und bisher noch nie auf der Oberfläche war. Ein uralter Baum beauftragt Deet, die All-Maudra von der Gefahr durch die Verfinsterung zu berichten. Die Dritte im Bund ist die kluge Prinzessin Brea. Als Tochter der All-Maudra hat sie viele Pflichten. Doch statt diesen nachzugehen, forscht sie lieber und wünscht sich ein weniger kompliziertes Leben. Unter dem Thron ihrer Mutter entdeckt Brea ein Geheimnis, das sie zu einem Mystiker, einem uralten Wesen, führt. Im Laufe der Folgen kreuzen sich die Wege der drei Gelflinge. Dabei stellen sie fest, dass sie dasselbe Ziel haben: Sie wollen die Skekse aufhalten und Thra retten.

Ihre Reise, ihre unterschiedlichen Pfade, das intrigante Spiel der Skekse um Macht, die sieben Gelfling-Häuser und die fantastische Umgebung wirken wie eine geraffte Version von GAME OF THRONES. Der wesentliche Unterschied liegt darin, dass es sich hierbei um fantastische Wesen auf einer fernen Welt handelt, die noch dazu teilweise unfassbar putzig sind. Diese Puppen wirken etwas steif, aber man nimmt ihnen ab, dass sie leben, ja gar Teil ihrer Welt sind. Hier wirkt einmal mehr die Inszenierung der Figuren, denn mit jedem Gelfling baut der Zuschauer eine Verbindung auf. Die Detailtiefe ist etwas kitischig, aber erstaunlich schön. Und sie setzt genau da an, wo die Spielfilm von damals aufgehört hat. Die Story ist hingegen relativ gradlinig, wenn auch mit durchdachten Abzweigungen versehen. Überraschende Momente gibt es hingegen wenige.

Die Skekse sind so bösartig und wie komisch. Sie wirken wir uneinsichtige Eltern, die eigentlich auf ihre Kinder (und ihre Welt) aufpassen müssten, jedoch von einem Fettnapf in den nächsten treten. Ein herrliches Reigen, wenn ihre Absichten nur nicht so bitter wären. Der Humor bewirkt bei der oft düsteren und ekligen Stimmung, die durch dichte Kamerafahrten unterstützt wird, eine heimelige Balance. Der gediegene Erzählfluss nimmt dem Zuschauer seine Hektik und doch erlebt er eine aufregende Abenteuergeschichte, in der das gesamte Repertoire des Fantasy-Genres aufgefahren wird – nur eben auf eine ganz eigene Weise.

Auf Kinder könnte DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS verstörend wirken – auf Erwachsene im übrigen auch. Es braucht einen Moment, um sich in die Serie einzusehen. Dann jedoch kann sich keiner mehr sattsehen. Die erste Staffel von DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS steht seit dem 30.08.2019 auf Netflix zum Abruf bereit.

Bewertung:

banane_ranking_5

Quelle: Pressematerial Netflix

Der Beitrag DER DUNKLE KRISTALL: ÄRA DES WIDERSTANDS (2019) – Staffel 1 erschien zuerst auf Der Filmaffe - Der Filmblog für Cineasten.

]]>
https://filmaffe.de/der-dunkle-kristall-aera-des-widerstands-2019-staffel-1/feed/ 0 32372