W2027 – WORLD OF TOMORROW: Interview mit Autor Florian Wentsch + Gewinnspiel

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Florian Wentsch – Autor von „W2027 – WORLD OF TOMORROW“ I Quelle: florian-wentsch.com

Mit W2027 – WORLD OF TOMORROW liefert der gelernte Drehbuchautor Florian Wentsch seinen Debüt-Roman. Am 11.06.2015 als E-Book erschienen, gibt es seit dem 14.09.2015 auch die gedruckte Form. Wir haben mit Florian über sein Werk gesprochen und verlosen gleich noch fünf Exemplare des Romans.

1. Du bist Drehbuchautor, was hat dich dazu veranlasst, einen Roman zu schreiben?
Die Geschichte von World of Tomorrow ist für mich ein absolutes Herzensprojekt, eine Geschichte, die ich schon sehr lange erzählen und einem breiten Publikum zugänglich machen wollte. Jetzt ist es nun mal so, dass meine Geschichte zwar einen sehr menschlichen, emotionalen Kern hat, die Story aber eben in der Zukunft spielt und dort Aliens und Raumschiffe auftauchen. Das wäre für einen Film aus Deutschland viel zu teuer, wenn überhaupt denkbar, dann hätte ich bei einem Drehbuch unzählige Kompromisse eingehen müssen und darauf wollte ich mich bei diesem Projekt nicht einlassen.

2. Was hat dich zu der Geschichte inspiriert?
Wir haben auf der Welt unglaublich viele Konflikte. Dafür Lösungen zu finden, ist sicherlich die Aufgabe unserer Generation, verdammt schwer, habe ich momentan leider auch nicht anzubieten. Was ich aber oft beobachte ist, dass Konfliktparteien nicht auf ihr Gegenüber eingehen können. Grenzen sind im Kopf schnell gezogen und ein anderer Blickwinkel scheint dann nahezu unmöglich. Aus der Entfernung heraus ist das auch schwierig und man kommt Leuten, die man nicht sonderlich mag, ja auch oft nicht so nahe. Ich habe für einige Jahre als Kameramann im Reportagen und News Bereich gearbeitet. Dabei habe ich wirklich die verschiedensten Leute getroffen und Einblicke in die unterschiedlichsten Leben bekommen. Mein Gefühl war immer, dass es aus der Entfernung leicht ist, alles in schwarz und weiß einzuteilen, wenn man den Dingen aber näher kommt, dann wird alles eher zu grau und man erkennt, dass eigentlich niemand zu 100% Recht oder zu 100% Unrecht hat. Diese Erfahrung hatte sicherlich einen großen Einfluss auf die Geschichte. Mit diesem Perspektivenwechsel ist auch die Protagonistin in World of Tomorrow konfrontiert. Sie ist zuerst bei den Unterdrückten, ihr Blick auf die Welt ist gefestigt, doch dann wird sie bei den Machthabern eingeschleust und sie erkennt, dass nicht alles so einfach ist wie es vorher schien. Mit dieser Erkenntnis muss sie herausfinden, wo die Wahrheit liegt und auf welcher Seite sie wirklich steht.

3. Wie lange hast du an dem Roman geschrieben?
Die Grundidee für die Geschichte habe ich wirklich schon seit Jahren mit mir herum getragen. Ich habe dann irgendwann beschlossen, dass ich die Geschichte nun endlich veröffentlichen muss. Von dem Moment, an dem ich begann, am Plot zu feilen, bis ich die endgültige Fassung fertig hatte, habe ich etwa neun Monate gebraucht.

4. Hattest du reale Menschen im Hinterkopf als du deine Charaktere erschaffen hast?
Nicht direkt. Man verbringt als Autor wirklich viel Zeit damit, den Plot und die Figuren genau auszuarbeiten. Diese Figuren sind dann zuerst mal so etwas wie erfundene Archetypen, denen ich dann Schritt für Schritt Leben einhauche und diese mit allem ausstatte, was für die Entwicklung der Charaktere beziehungsweise der Geschichte wichtig ist. Aber bei einzelnen Aktionen ist es sicherlich so, dass man als Autor auf alles was man kennt zurück greift und daher basieren einige Details, die meine Figuren sagen oder tun sicherlich auf realen Menschen. Bin mir aber nicht sicher, ob diese Menschen das dann überhaupt bemerken. Bis jetzt hat sich zumindest noch niemand beschwert.

5. Liest du selbst auch viele Romane im Dystopie-Genre?
Ich habe definitiv ein Faible für Geschichten, die mir andere Welten zeigen und mir durch einen anderen Blickwinkel eine neue Perspektive zeigen und mich zum Nachdenken anregen. Von dem her ist es sicherlich logisch, dass mein Debütroman genau in diese Kerbe schlägt. Wenn ich aber selbst so etwas schreibe, dann versuche ich in der Zeit keine thematisch ähnlichen Werke zu lesen. Ich glaube, dass man sonst unterbewusst beeinflusst wird oder sich versucht komplett dagegen zu sperren und sich dann selbst im Weg steht.

6. Können wir auf eine Fortsetzung hoffen?
Definitiv. Ich habe bis jetzt ganz tolle Rückmeldungen bekommen, die Leute wollen definitiv wissen, wie es mit Kassandra weitergeht. Ich denke, dass es im W2027-Universum darüber hinaus noch viele spannende Geschichten zu erzählen gibt, diese werden jedoch nicht nur in Buchform veröffentlicht werden. Auf meiner Homepage florian-wentsch.com gibt es auch schon einen kleinen Vorgeschmack darauf. Die talentierte Zeichnerin Anne Zimmermann hat mir dabei geholfen, die Vorgeschichte von World of Tomorrow in Comicform zu erschaffen. Wenn alles gut läuft, dann wird das W2027-Universum in ganz unterschiedlichen Medien weiter erzählt werden.

von Sarah Binder

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