TEHERAN TABU (2017)

Kinostart: 16.11.2017 | Regie: Ali Soozandeh

Kurzinhalt:
Pari, Babak, Sara und Donya leben in der iranischen Hauptstadt Teheran. Um den Lebensunterhalt für sich und ihren fünfjährigen Sohn Elias zu verdienen, arbeitet Pari als Prostituierte und verkauft ihren Körper an einen einflussreichen Richter, der ihr vermeintlich zu einem besseren Leben verhilft.

Von einem schöneren Leben träumt auch ihre Nachbarin Sara, die ein gehorsames Hausfrauendasein unter ihrem Mann und seinen strenggläubigen Eltern fristet, aber viel lieber wieder arbeiten gehen würde. Der jungen Donya steht ein ähnliches Schicksal bevor. In wenigen Tagen wird sie heiraten. Trotzdem lässt sie sich auf eine Nacht mit dem jungen Musiker Babak ein und verlangt hinterher von ihm, für eine Operation zu zahlen, die ihre Jungfräulichkeit wiederherstellt.

Nur wo soll der arme Student das Geld hernehmen und wie die staatlichen Kontrollorgane umgehen? Vier Schicksale, die eng miteinander verflochten sind, vier Menschen, die alle auf ihre Weise unter den restriktiven Gesetzen des Gottesstaats zu leiden haben.

Der Animationsfilm TEHERAN TABU ist das Spielfilmdebüt von Regisseur Ali Soozandeh. Optisch lehnt sich der Film an WALTZ OF BASHIR (2008) und WAKING LIFE (2001) an: Gedreht wurde der Film mit dem Rotoskopie-Verfahren, bei dem zunächst echte Schauspieler vor der Kamera stehen und in der Nachbearbeitung die Szenen animiert werden.

TEHERAN TABU ist ein gesellschaftskritischer Film, der eine Gesellschaft anprangert, in der nach wie vor ein Ungleichgewicht zwischen Frauen und Männern herrscht. Gleichzeitig ist das Drama auch eine persönliche Auseinandersetzung des Regisseurs mit seinem Heimatland.

Quelle: Pressematerial Camino Filmverleih 2017

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