STAR WARS VIII – DIE LETZTEN JEDI (2017)

Sci-Fi Heimkino-Abenteuerfeuerwerk mit kritischem Unterton

 

Nun ist auch der achte Teil der STAR WARS Saga für das Heimkino erschienen. Regisseur Rian Johnson hat sich hier inhaltlich viele Freiheiten genommen und teilweise die Pläne von J.J. Abrams determiniert. Das erzeugt an einige Stellen wirkliche Überraschungen. An anderen wiederum war der Knuddel-Faktor etwas zu groß und auch einige Wendungen sind nicht ganz zufriedenstellend.

In der Summe kann sich STAR WARS VIII – DIE LETZTEN JEDI jedoch sehen lassen. Die Heimkino-Version präsentiert sich dazu noch als Wundertüte voller Extras. Unter anderen mit dabei: 14 zusätzliche und alternative Szenen. Diese machen den gesamten Film sogar deutlich runder.

 

INHALT:

Nach der Zerstörung der Starkiller Basis wird der Widerstand um Anführerin Leia Organa (Carrie Fisher) erbarmungslos von der Ersten Ordnung gejagt und in ihrem Versteck mitten in einem erneuten Flutversuch aufgespürt und beinahe zerschlagen. Der Rest kann gerade so entkommen. Doch ihre Verfolger hängen sich an sie ran.

Eine neue Technologie der Hyperraum-Ortung macht es möglich, auch Schiffe mit Lichtgeschwindigkeit aufzuspüren. Die einzige Möglichkeit für den Widerstand der Ersten Ordnung zu entkommen: Das System lahm legen. Widerstandsheld Finn (John Boyega) und Technikerin Rose Tico (Kelly Marie Tran) begeben sich, angeführt von Poe Dameron (Oscar Isaac) auf eine gefährliche Mission.

Während dessen reist Rey (Daisy Ridley) zusammen mit Chewbacca (Joonas Suotamo) zum verschollenen Luke Skywalker (Mark Hamill), um ihre Ausbildung zum Jedi Ritter zu beginnen. Skywalker hat sich jedoch der Macht entsagt und zeigt sich nicht sonderlich kooperativ.

Obendrein stellt sich eine mysteriöse Verbindung zwischen Rey und Ben Solo aka Kylo Ren (Adam Driver) als eine Herausforderung für beide Seiten heraus. Was steckt dahinter? Und sind sich Rey und Kylo gar ähnlicher als man denkt?

FAZIT:

Ich muss zugeben, dass die Zweitsichtung des Films meiner Einstellung zu STAR WARS VIII – DIE LETZTEN JEDI gut getan hat. Zwar konnten meine Kritikpunkte, die ich in meiner Besprechung zum Kinostart äußerte, nichts vollends aufgelöst werden. Doch nun wusste ich, worauf ich mich einließ und konnte mich so mehr in die Welt wagen.

Die große Stärke von STAR WARS VIII – DIE LETZTEN JEDI ist nach wie vor seine Optik: gigantische Raumschiffe, fabelhaft-atmosphärische Kamerafahrten, bunte Welten, putzige Kreaturen und eine Diversität an fremden Kulturen und Völkern. Mittendrin stehen neue Helden, die sich etabliert haben, ja durch Rose Tico sogar tollen noch Zuwachs erhielten. Es macht Spaß, die Figuren miteinander agieren zu sehen. Fragt sich nur, ob auch die Gegenseite bald adäquate Schurken erhält und sich nicht auf seine zwei zankenden Halbstarken an der Spitze ausruht. Kylo Ren und General Hux wirken wie Karikaturen. Hier fehlt schlicht das Furchteinflößende.

Insgesamt ist der Film nicht ganz rund, aber eine konsequente wie weitestgehend gelunge Fortsetzung der Saga. Doch wie sieht es nun mit der Heimkino-Version aus?

Bild & Ton
Es überrascht nicht, wenn ich hier erwähne, dass das Bild scharf ist. Auch in schnellen Szenen kann man den Ereignissen optisch folgen. Es gibt kaum Körnungen und selbst auf älteren Fernseher ist der Film ein Genuss. Manche werden sich an den schwarzen Balken oben und unten stören. Mir macht das nichts.

Akustisch fiel mir auf, dass zeitweise die Atmosphäre und Effekte lauter waren als die Stimmen der Charaktere. Dies führte ab und an dazu, dass ich den Ton etwas aufdrehen musste. Der Soundtrack ist eine stimmige Mischung als alten Bekannten und neuen Themes. Das gefiel und holt den Zuschauer schon ab der ersten Minute zurück in eine weit, weit entfernte Galaxie.

Extras
Mit der Blu-Ray Version, die wir antesten durten, kommt gleich eine ganze Scheibe voller Extras nach Hause. Die zusätzlichen Szenen habe ich bereits erwähnt. Daneben gibt es auch ein Audiokommentar des Autors sowie mehrere Szenenanalysen, die uns die tiefere Bedeutung mancher Handlungsstränge näherbringt. Der zentrale Kern der Extras ist wohl „Der Regisseur und der Jedi“. Eine insgesamt 90-minütige Dokumentation über die Entstehung des Films. Mein persönliches Highlight war jedoch die Rohfassung der Szenen mit Andy Serkis als Snoke. Hier sehen wir, wie Serkis in einem Motion Capturing-Kostüm den Oberschurken spielt. Und das ist sogar noch beängstigender als die finale CGI-Fassung.

STAR WARS VIII – DIE LETZTEN JEDI ist seit dem 13.04.2018 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

von Jörg Gottschling

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Disney

© Disney

Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
Jörg Gottschling

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: