SPECTRE: Mexiko zahlt 20 Millionen für gutes Image

Unfassbar, aber Mexiko bezahlt schlappe 20 Millionen Dollar an die Produzenten des neuen James Bond-Films SPECTRE, um damit das angeschlagene Image des Landes etwas aufzubügeln. Für den Preis wurde sogar das Drehbuch umgeschrieben.

Eine neue Marktlücke für die Produktion von Filmen ist entstanden: Einfach mal aus einem actiongeladenen Agentenfilm einen versteckten Imagefilm machen – aber ist das noch okay? Solange es nicht aufhält, darf es ruhig sein, oder? Immerhin ist es schon seit Jahren Usus, dass in bestimmten Filmen nur Apple-Produkte zu sehen sind oder bestimmte Automarken über die Straße düsen. Zu einem Bond-Film gehört Letzteres sogar einfach dazu.

Mexiko geht einen neuen Weg des Product Placement
Das Land kämpft seit Jahren mit einem schlechten Image. Zu viel Korruption und ein fast unzerschlagbarer Drogenhandel sowie tausende, illegale Auswanderer haben den Ruf des Landes zerstört. Für 20 Millionen Dollar ist davon in SPECTRE von Regisseur Sam Mendes nichts mehr zu sehen. Und dabei ist von Mexiko nur VIER Minuten überhaupt etwas im neusten Bond zu sehen. Kostenpunkt: 14 Millionen Dollar.

Für weitere sechs Millionen Dollar gibt es weitere „kleinere Änderungen“, die das Drehbuch betreffen: So wird nicht mehr ein mexikanischer Bürgermeister, sondern ein internationaler Diplomat entführt und auch die hiesige Polizei kommt durchweg positiv weg. Damit jedoch nicht genug, wird auch noch – wenn auch kurz – ein mexikanisches Bond Girl (Stephanie Sigman) eingeführt, die vor kurzem zum Cast von SPECTRE dazu gestoßen ist. Darüber hinaus sollen im Film jedoch weitere Landschaftsaufnahmen aus Mexiko an anderer Stelle gezeigt werden.

Am 5. November 2015 kommt SPECTRE mit Daniel Craig und Christoph Waltz in den Hauptrollen in die deutschen Kinos. Dann dürfen wir uns selbst von dem wunderschönen Reiseziel Mexiko überzeugen… 😉

Was sagt ihr zu dieser Art von Product Placement? Noch in Ordnung? Oder werden hier bereits Grenzen überschritten, die fragwürdig sind?

 

Quelle: The Hollywood Reporter

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