TROLLS (2016)

Kunterbunter Glitzerspaß?

DreamWorks haucht in diesem Film den berühmten Trollen aus den 90ern Leben ein und spinnt eine Geschichte um die putzigen Geschöpfe und fiese Bergen. Lena hat sich das mal angesehen und nimmt kein Blatt vor den Mund.

INHALT:

Vor zwanzig Jahren konnte das Volk der kleinen Trolle den bösen Bergen entkommen und lebt seit jeher unentdeckt im neuen Versteck. Tagein, tagaus feiern die Trolle unter ihrem König Peppy (Helmut Gauß) das Leben und die gelungene Flucht vor den Bergen. Die Bergen sind ein griesgrämiges Volk und verspeisen am liebsten Trolle, denn den Erzählungen nach kann ein Bergen nur dadurch glücklich sein. Angelockt vom Partylärm der Trolle, entdeckt die Bergin Chef (Kerstin Sanders-Dornreif) das Versteck der kleinen Wesen.

Schnurstracks entführt sie einige von ihnen nach Bergenstadt. Dies möchte Prinzessin Poppy (Lena Meyer-Landrut) als künftige Herrscherin nicht hinnehmen und beschließt ihren Freunden zu Hilfe zu eilen. Hierbei erhält sie Unterstützung vom Troll Branch (Mark Forster), der ihr eher widerwillig zur Seite steht. Ein aufregendes Abenteuer beginnt…

FAZIT:

TROLLS ist eine Welt voller Regenbogen und Cupcakes. Nur kuscheln, singen und tanzen, das ist das Leben der Trolle. Nach mehrfacher Wiederholung kriege ich eine Gänsehaut und der Schweiß bricht mir aus. Innerhalb der ersten fünf Minuten. Der Film dauert knappe 90 Minuten, mir schwant es werden lange 90 Minuten. Nachdem erklärt wurde, dass die Trolle der Bedrohung durch die Bergens bereits vor 20 Jahren entfliehen konnten, darf der Zuschauer wieder die Regenbogen und Cupcake Welt genießen. Stündlich klingelt die Blütenarmbanduhr und erinnert Prinzessin Poppy und ihre Freunde an das Gruppenkuscheln. Mir wird schlecht, schwer zu sagen ob es an dem vielen Pink, den leuchtenden Blütenarmbanduhren oder der Stimme von Prinzessin Poppy liegt.

Anlässlich des Jahrestags zur Flucht aus Bergenstadt soll eine riesige Party steigen, denn die Gefahr für die Trolle scheint gebannt und sie wiegen sich in Sicherheit. Nur Branch, der alte Griesgram – der mich an diesen muffeligen Schlumpf erinnert – wird nicht müde auf die drohende Gefahr hinzuweisen und verkriecht sich in seinem Bunker. Die ganze Kuschelei mag er genauso sehr wie ich. In der nächsten seligen Gruppenumarmung werde ich selbst zum Bergen.

Die Party ist in vollem Gange, doch die verbannte Köchin der Bergens entdeckt das geheime Lager. Sie crasht die Party und sammelt direkt einige von Poppys Freunden ein, um sie zu ihrem König Gristle zu bringen. Natürlich hofft sie damit die Verbannung zu lösen und außerdem noch den König von seinem Thron zu stoßen. Latente Form von Größenwahn, aber was erwartet man auch von einer verbannten Köchin die den Namen Chef trägt?!

Die Handlung in der Stadt der Bergens ist kurzzeitig Erlösung für meine Augen und Ohren, die Farben sind gedeckter und auch die Stimmung der Bewohner – absolut im Keller – machen den Film doch erträglich. Die Pause währt nicht lang: Denn selbstverständlich ist Poppy bereits auf dem Weg um ihre Freunde zu retten. Männliche Unterstützung erhält sie bei dieser Rettungsaktion – natürlich wie sollte es auch anders sein – vom Obermuffel Branch. Eine sprechende Wolke mit zwei Beinen und Socken zeigt den beiden den richtigen Weg. Während ich noch über die fragwürdige Begegnung mit der Wolke philosophiere, sind die beiden Trolle bereits in Bergenstadt angekommen. Hier treffen die beiden auf die Küchenhilfe Bridget, die offensichtlich schwer in den jungen König Gristle verliebt ist. Eins kommt zum anderen, Bridget hilft den Trollen ihre Freunde zu befreien und die verpassen ihr im Gegenzug ein komplettes Makeover. Bei mir ist Game over als es der Küchenhilfe gelingt, unter dem Pseudonym „Lady Glitzer-Funkel“ – hinter meiner Schläfe pocht es bereits heftig – den König zu bezirzen. Der ultimative Wendepunkt mit Erkenntnischarakter, denn nicht nur Bridget, sondern auch dem letzten grenzdebilen Zuschauer wird nun klar: Die Bergens müssen nicht zwangsläufig Trolle essen um glücklich zu sein.

Mithilfe ihrer neuen bunten Happy Trolls schafft es die kleine Küchenmagd tatsächlich die anderen Bergens zu einem Umdenken zu bewegen. Finale mit viel Gesang, Herzchen, Schmalz und Kuschelei…

Dieser Film von Dreamworks ist mir einfach zu viel. Zu viel Zucker, zu viel Piepsstimme von Lena Meyer-Landrut, zu viel Glitzer, zu viel Farbe einfach totaler Overload. Dagegen waren die Glücksbärchis die reinste Politikerversammlung im Bundestag. Ich liebe Animationsfilme wirklich.

Was die sprechende Wolke mit den zwei Beinen und den Socken in dem Film macht, verstehe ich immer noch nicht. Der Film macht mich sprachlos, in vielerlei Hinsicht. Klar es geht um Freundschaft, Völkerverständigung, Weltfrieden und natürlich auch die Liebe. Die Vermittlung dieser Botschaft erfolgt mittels Konfettikanone, einer Blaskapelle und der pinken Prinzessin Poppy, die sicherlich auch nur Herzchen pupt. Mein freundlicher Ratschlag an alle Zuschauer jenseits der Pubertät: Besser nicht.

TROLLS ist ab dem 02.03.2017 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

von Lena Gerlach

Bewertung:

 

Quelle: Pressematerial 20th Century Fox 2017

 

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Lena Gerlach

Lena Gerlach

Hello, ich bin die Lena und neben meiner Passion dem Lesen steht direkt das Kino. Gerne natürlich auch Buchverfilmungen, wobei ich immer noch auf das cineastische Meisterwerk warte, das die literarische Vorlage übertrifft. Die Wartezeit auf die nächste Buchverfilmung vertreibe ich mir dann mal mit Serien;-)
Lena Gerlach

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