Filmkritik: THE GREAT WALL (2017)

THE GREAT WALL (2017)

Ein richtiger China-Böller

THE GREAT WALL präsentiert sich ähnlich wie diese roten China-Böller – angesiedelt im Reich der Mitte handelt der Streifen nämlich nicht nur von Schwarzpulver, sondern brennt auch ein kräftiges, aber insgesamt nur wenig nachwirkendes Action-Feuerwerk ab.

INHALT:

Eine Söldnertruppe um den Anführer William Garin (Matt Damon) wird lange vor Christus nach China losgeschickt, um das im Westen stark begehrte Schwarzpulver zu beschaffen. Während sie noch orientierungslos in der Wüste irren, werden sie nicht nur von kriegerischen Stämmen angegriffen, sondern geraten auch mit einem Wesen in Berührung, das nicht von dieser Welt zu stammen scheint. Dem ist auch tatsächlich so, denn die Teo Tei entspringen beinahe buchstäblich der chinesischen Mythologie, indem sie alle 60 Jahre das Volk in China terrorisieren. Angekommen an der Chinesischen Mauer hilft Garin sie mit seinem verbliebenen Kompagnon und einer chinesischen Armee zu verteidigen.

FAZIT:

Yimou Zhang, bekannt als einer der erfolgreichsten asiatischen Actionfilm-Regisseure, ist die treibende Kraft hinter dieser chinesisch-amerikanischen Koproduktion. Der 150 Millionen Dollar teure Streifen verbindet damit westliches Mainstream-Kino mit einem kleinen Stück fernöstlicher Kultur. Die bunten Soldaten mit verschiedensten Waffen und Kampftechniken (wie den weiblichen „Bungee Jumping“ Kriegerinnen) bekriegen darin die wilden Bestien in einem modernen und bombastischen Action-Spektakel.

Die Teo Tei treten dabei nicht nur als brutal schlachtende Monster auf (obwohl darauf sicherlich die meiste Konzentration drauf verwendet wurde), sondern beweisen im Laufe des Films sogar etwas Köpfchen, damit die 103 Minuten nicht als einzig großer Kampf enden. Matt Damon (DER MARSIANER – RETTET MARK WATNEY; 2015) leiht dem Ganzen zwar sein Gesicht, aber kaum überraschende Charaktereigenschaften.

Überhaupt agieren die aller meisten Akteure sehr tapfer, selbstlos und heroisch. Daraus sticht Pero Tovar (Pedro Pascal; GAME OF THRONES) hervor, der sich mit dem seit langen auf der Chinesischen Mauer gefangenen Ballard (Willem Dafoe) verbündet und so weiter auf der Suche nach dem Schwarzpulver ist. Während Story und Charaktere also mehr als Pflichtaufgabe erfüllt wurden, konzentriert sich THE GREAT WALL auf die verschiedenen Kämpfe gegen die Teo Tei. Und das findet durchaus seine Berechtigung, da jene äußerst vielfältig und spannend ausfallen, was durch häufige sehenswerte 3D-Effekte unterstützt wird.

THE GREAT WALL läuft seit dem 12.01.2017 in den deutschen Kinos.

Eine Gastkritik von Nicolas Wenger
Mehr über seinen Blog: BlengaOne

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Universal Pictures 2017

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