LOGAN LUCKY (2017)

Brüderlicher Heist-Movie-Spaß

Der eine humpelt und dem anderen fehlt ein Arm. Das hält zwei Brüder nicht davon ab, einen genialen Raub in die Tat umzusetzen. LOGAN LUCKY ist ein seltsam-schöner Film, der den Charme 70er-Krimikomödien in sich trägt und mit Channing Tatum, Adam Driver und Daniel Craig eines der ungewöhnlichsten Film-Trios der letzten Jahre bereit hält.

 

INHALT:

Jimmy Lucky (Channig Tatum) wurde soeben bei seiner Arbeit für ein Bergbauunternehmen entlassen. Der Grund ist so profan wie schwerwiegend: Nur weil er nicht angegeben hat, dass sein rechtes Knie lediert ist, ist er für die Firma nicht mehr tragbar. Das führt zu weiteren Problemen. Denn völlig mittellos könnte er auch den Kontakt zu seiner Tochter Sadie (Farrah Mackenzie) verlieren. Aus sein Bruder Clyde (Adam Driver) steckt tief in einer Sinnkrise. Als Kriegsveteran verlor er seinen linken Arm und arbeitet seit seiner Rückkehr in einer Bar. Und ihr Schwester Mellie (Riley Keough) versucht sich mehr schlecht denn recht als alleinerziehende Mutter. In dem kleinen Örtchen, in dem sie wohnen, gelten die Logans deswegen als Verlierer.

Dann, mitten in einerm Schlägerrei spricht es Jimmy unverhohlen aus: „Kartoffelbrei“. Sofort ist Clyde klar, dass die Brüder wieder zurückkehren in alte Pfade. Das Verbrecher-Gen wird reaktiviert. Denn Jimmy benötigt Geld und hat schon einen Plan: Sie wollen die Einnahmen des hiesigen NASQUAR-Rennen rauben. Dazu bedarf es eines ausgefeilten Plans. Und ob man es glaubt oder nicht, die Logans mögen äußerlich einfach Rednecks sein, aber sie haben ordentlich etwas auf dem Kasten. Und so wird das Team noch um die drei Bang-Brüder (Daniel Craig, Jack Quaid, Brian Gleesson) erweitert, damit der Raubzug auch eine explosive Note erhält.

FAZIT:

Willkommen im Leben der Logans – ein Familie von Verliern. Ihr Ruf ist nicht sonderlich gut. Sie sind einfach Arbeiter, kleine Leute. Doch man sollte die Logans nicht unterschätzen. Hinter der Fassade als plumpen Gesichtszügen und langen Denkerpausen stecken raffinierte Verbrecher. Und der nächste tollkühne Plan wartet schon – für den brauchen sie nicht nur viel Hirn und einiges an Muskeln, sondern auch drei Prisen Glück. LOGAN LUCKY ist ein Heist-Movie, bei dem Dusel und Raffiness dicht beieinander stehen und eben diese sympathische Mischung macht die Komödie so köstlich.

LOGAN LUCKY ist ein verspielter Bruch mit den Klischees über die weiße, amerikanische Unterschicht. Die größte Vorteil der Teilzeitverbrecher ist, dass sie völlig unter dem Radar agieren und absolut unterschätzt werden. Dies gepaart mit dem irren Dusel, den sie während der Durchführung ihres Raubzugs haben, ist der Schlüssel zum Erfolg – und die Essenz für den Humor dieses wirklich herausstechenden Films.

Dabei kommt LOGAN LUCKY eigentlich wie ein klassischer Underdog-Film daher, der sogar durchaus dramatische Züge einnimmt. Dass sich die Figuren jedoch selten ernst nehmen, führt schnell zu einer Ironisierung der Geschichte. Die eingeschlagene Richtung manefestiert sich in selten dämlichen, aber sehr unterhaltsamen Situationen und Dialogen. Dabei macht es vor allem Daniel Craig sichtlich Spaß, den muskulösen Macho und fiesen Bombenbauer zu mimen – und mir auch!

Alle Komponenten einen Heist-Movies werden dargeboten: Der Katalysator zum Raubzug, die Teambildung, die Planung und die Durchführung. Wobei die ersten beiden Phasen fließend inneinander übergehen.

Seit kurzem steht LOGAN LUCKY auf Amazon Video für alle Prime-Mitglieder zum Abruf bereit. Und bereits seit dem 25. Januar 2018 ist die Komödie auf fürs Heimkino erhältlich.

von Jörg Gottschling

Bewertung:

Quelle: Pressematerial StudioCanal

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
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