GREATEST SHOWMAN (2018)

Komm mit mir ins Abenteuerland

Das Musical GREATEST SHOWMAN ist im Handel erhältlich: Was im Kino durchaus erfolgreich war, dürft im Heimkino ja nicht verkehrt sein. Wir nahmen dies zum Anlass, diese Lücke zu schließen und den Film zu schauen.

Der Film soll ein Biopoc sein, hat aber nicht viel mit der Realität gemein. Und auch sonst holpert er ein Wenig. Insgesamt weiß er dennoch zu unterhalten.

 

INHALT:

P.T. Barnum (als Erwachsener: Hugh Jackman) ist in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen. Als Sohn eines Schneiders hat er aber schon früh Zutritt zu reichen Häusern gehabt und so die hübsche Charity (als Erwachsene: Michelle Williams) kennen gelernt. Als Erwachsener kehrt er zurück und heiratet sie. Er geht normalen Jobs nach, aber der Erfolg will sich nicht einstellen. Er gründet Barnum’s American Museum of Curiosity, ein Kuriositätenkabinett mit Wachsfiguren und ausgestopften Tieren. Aber auch hier verdient er kein Geld. Bis ihm mit Hilfe seiner Töchter die Idee kommt, menschliche Kuriositäten zu zeigen. Als er noch den reichen Phillip Carlyle (Zac Efron) ins Boot holt, steht dem Erfolg eigentlich nichts mehr im Weg – außer vielleicht das echte Leben.

FAZIT:

GREATEST SHOWMAN ist ein mitreißendes Musical, das voller Popmusik ist. Die Musik würde ich mir vielleicht nicht unbedingt im Alltag anhören, aber sie funktioniert sehr gut und Hugh Jackman hat schon mehrmals bewiesen, dass er auch ein großartiger Musical-Star hätte werden können (LES MISERABLE; 2013).

Der Film erhielt viel Kritik vor seiner Veröffentlichung, vor allem von PETA. Ich bin absolut gegen die Haltung von Tieren in Zoos und Zirkussen und bin auch der Meinung, dass man einen Zirkus nicht glorifizieren soll. Allerdings war mir beim ersten Anschauen nicht mal bewusst, dass es sich hierbei um ein Biopic handeln soll. Die Handlung, die Songs und die Filmtechnik sind so überspitzt, laut und bunt, dass es dem Zuschauer doch möglich sein sollte, zwischen dem Leben des echten P.T. Barnum und dem Film zu unterscheiden. Wenn sein Name noch geändert worden wäre, hätte der Film nämlich nichts mehr mit dem geldgierigen Geschäftsmann zu tun, der Barnum wirklich war.

Die Besetzung spielt durchweg überzeugend. Einer meiner Lieblingsszenen ist das Duett zwischen Zac Efron und Zendaya. Allerdings liegt in diesem Duo auch meine größte Kritik. Ein wichtiger Handlungsstrang ist deren Liebesgeschichte, die durch den Rassismus der Zeit erschwert wird. Wenn allerdings ein großer Aspekt sich auf die Hautfarbe bezieht, ist es wenig überzeugend eine Jungschauspielerin zu besetzen, deren Hautfarbe sich kaum von der ihres Partners unterscheidet. Damit will ich nicht sagen, dass Zendaya keine großartige afro-amerikanische Sängerin ist, aber es fällt doch etwas schwer, die Blicke der Menschen nachzuvollziehen.

Alles in allem ist das Regiedebüt von Michael Gracey sehr unterhaltsam mit Musik von den Oscar-Preisträgern Benji Pasek und Justin Paul (LA LA LAND; 2017). Ich finde es zwar etwas fragwürdig, eine Opernsängerin Popsongs singen zu lassen, aber wie schon gesagt, mit Authentizität hat der Film wenig am Hut und ich begrüße das. Für einen Abend mit seichter Unterhaltung ist GREATEST SHOWMAN absolut zu empfehlen.

GREATES SHOWMAN ist ab dem 17.05.2018 auf DVD, Blu-Ray und VoD erhältich.

von Sarah Binder

Bewertung:

Quelle: Pressematerial 20th Century Fox Home Entertainment

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Sarah Binder

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Ich hab was mit Medien studiert und liebe Bananen. Keine Frage also, dass ich für den Filmaffen über die Welt der Filme und Serien berichte.
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