ALIEN: COVENANT (2017)

Auf Kurs in die Hölle

ALIEN: COVENANT beweist sich als logisches Bindeglied zwischen PROMETHEUS und der regulären ALIEN-Reihe. In einem darwinistischen Szenario wird erzählt, wie diese feindliche Alien-Rasse entstand und wie es ihr gelang, sich zu verbreiten. Der Science Fiction Horrorfilm ist ab sofort im Handel erhältlich.

INHALT:

Das Raumschiff „Covenant“ ist auf einem langen Weg von der Erde zu einem neuen Planet, um diesen zu besiedeln. Am Bord befinden sich mehr als 2.000 Kolonisten und tausende von menschlichen Embryonen. Gemeinsam sollen diese eine neue Zivilisation gründen.

Doch es kommt anders: Ein unvorhergesehenes Ereignis stört den Kälteschlaf, in dem sich die Reisenden befinden. Einige Zivilisten sterben und die Crew der Covenant wird aufgeweckt. Android Walther (Michael Fassbender), der bisher zusammen mit dem Schiffscomputer „Mutter“ über die Reise gewacht hat, berichtet, was passiert ist.

Nach einem Scan der Umgegebung entdeckt die Crew einen bisher unbekannten Planeten, der sogar noch viel besser als neue Heimat geeignet ist. Obendrein ist er nicht sieben Jahre, sondern nur drei Wochen entfernt. Trotz aller Bedenken entschließt man sich, den Planeten anzuschauen. Doch kaum ist die Crew gelandet, werden sie von einer gefährlichen Lebensform bedroht…

FAZIT:

ALIEN: COVENANT von Ridley Scott zeigt erhebliche Parallelen zum ersten ALIEN-Teil: Ein Raumschiff landet auf einem Planet, die Besatzung wird von Aliens angegriffen und versucht verzweifelt zu überleben. So weit, so bekannt. Und leider wird es auch nicht besser. Tatsächlich ist der große Twist über die Entstehung der raubtierartigen Aliens mit ihren Säureblutkörpern doch sehr geradlinig und unspektakulär. Auch die Horrorelement scheinen aus der Konserve zu kommen und bedienen sich klassischer Schreckmomente. Die Splatter-Einlagen sind hingegen recht plastisch und nicht für jeden Magen bestimmt.

Nichtsdestotrotz fehlt es ALIEN: COVENANT an Fleisch – und an Atmosphäre. Vielleicht ist es das sich wiederholende Gleiche, das der Handlung Wind aus den Segeln nimmt, vielleicht ist es aber auch die verhältnismäßig platte, wenngleich effektvolle Präsentation dessen: Ja, Aliens töten. Ja, Menschen sind Wirte für Aliens. Ja, Menschen sind am Anfang noch tapfer und stellen sich der Bedrohung (reißen gar dumme Sprüche). Und ja, am Ende bleibt von den Menschen nicht viel übrig. Das alles wird schön verpackt in eine morbide Dunkelheit in einem verfallenen, grottenartig-düsteren Setting. Diese Motivik ist nach sechs ALIEN-Filmen und zwei Hypriden (ALIEN VS. PREDATOR; 2004 & 2007) langsam ausgelutscht.

Umso interessanter ist die Figur des Schöpfers dieser Kreaturen. Getreu dem Motto Charles Darwins, dass „der Stärkste überlebt“, stellt das Dasein dieser Hauptfigur jegliche unnatürliche Forschung der Menschheit in Frage. Darf man Gott spielen? Die Antwort in ALIEN: COVENANT ist ein klares „Nein!“ – jedenfalls nicht, wenn man ein Mensch ist. Hier brilliert Michael Fassbender in einer Doppelrolle als Andorid.

Insgesamt ist die Story jedoch viel zu vorhersehbar und auch die Effekte sind nicht ganz sauber. Allen voran und ausgerechnet die Aliens wirken zu künstlich, zu sehr aus dem Computer programmiert. Damit ist dieser ALIEN-Film vielleicht nicht der schlechteste in der Reihe. Er ist dank Ridley Scott erstklassig produziert und ein solider Film, der alles mitbringt, was man von Filmen der Reihe erwarten darf. Aber ebenso wenig sorgt er für Überraschungen. Damit bringt ALIEN: COVENANT vielleicht kurzweilige Unterhaltung, aber keine erhoffte Tiefe oder verblüffende Erkenntnis in eine Reihe hinein, in der alles seit Jahrzehnten nach dem selben Schema abläuft. Schade!

ALIEN: COVENANT ist ab dem 22.09.2017 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

von Jörg Gottschling

Bewertung:

Quelle: Pressematerial 20th Century Fox 2017

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
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