RANCHO RIVER (1966)

Aufwändige Westernkomödie

In diesem komödiantischen Western treiben ein gealterter James Stewart und die rothaarige Hollywood-Diva Maureen O’Hara einen Bullen durch den Westen zu seinem neuen Besitzer. Der Film ist eine Mixtour – aus Komödie, Western, Romanze und Naturfilm. Alles dreht sich hier um einen ungewöhnlichen Herefort-Bullen, der in Texas eine neue Rinderrasse begründen soll. RANCHO RIVER erschien jetzt als deutsche Blu-ray-Erstveröffentlichung.

INHALT:

Die Britin Martha Price (Maureen O’Hara) und ihre Tochter (Juliet Mills) sind mit einem preisgekrönten Bullen nach Amerika gereist. Auf der Überfahrt verloren sie Ehemann und Vater, und müssen sich jetzt alleine durchschlagen. Sie verkaufen ihr besonderes Zuchttier, das ohne Hörner im Westen nur als Missgeburt angesehen wird, an einen Farmer.

Der rindererfahrene Scout Sam Burnett (James Stewart) wird engagiert, den Bullen zu dem Käufer zu bringen. Die Damen schließen sich dem Cowboy an – gegen dessen ausdrücklichen Willen. Denn Burnett hat eigentlich vor, den Bullen an jemand anderen zu verscherbeln. Doch als er Martha genauer kennen und lieben lernt, ändert er seinen Plan. Das muss er nur seinen Kumpanen verständlich machen…

FAZIT:

RANCHO RIVER ist ein oft alberner Film, der mit guten Einfällen aber auch zum Lachen bringen kann. So kann der hörnerlose Bulle nur bewegt werden, wenn man ihm „God save the Queen“ vorpfeift – das zieht sich als Running Gag durch den ganzen Film. Stewart hat in dem Film nochmal die Gelegenheit, sein komödiantisches Talent zu zeigen: Er spielt einen etwas dümmlichen Kerl. Das gelingt mal mehr und mal weniger gut. Beeindruckend sind allerdings seine Stunts und sein körperlicher Einsatz für den Film, wenn man bedenkt, dass er schon 58 Jahre auf dem Buckel hatte und nicht allzu fit aussieht.

Die Westernkomödie ist insgesamt ziemlich aufwändig inszeniert: etwa mit der Zerstörung eines Saloons oder einer Rinderherde, die durchgeht – aufwändig vor allem, da man das Gefühl hat, dass diese ganzen Teile eigentlich nicht zwingend notwendig für die Story des Films sind. Aber sie sind schön anzusehen. Das gilt so auch für den Film: Nett anzusehen, aber jetzt auch nicht überragend.

Wer übrigens immer mal wieder Star Wars-, E.T.- oder Indianer Jones-Feeling bekommt, liegt gar nicht so falsch: Die Musik wurde von John Williams geschrieben, einer der ersten Filme, zu denen er den Score komponierte.

RANCHO RIVER erschien am 10.08.2017 auf Blu-Ray und DVD. Die Extras bestehen aus Trailern, einer Bildergalerie und Artworks.

von Benjamin Wirtz

Bewertung:

Quelle: Koch Media 2017

 

Benjamin Wirtz

Hey, ich bin angehender Cineast, großer Kinofreund und interessiert an jeder Art von Filmen. Deshalb steht in meinem DVD-Regal Godard neben Besson, die „Alien“-Box neben der Truffaut-Box, „Saw“ neben „Frau ohne Gewissen“ und „Panzerkreuzer Potemkin“ neben „2-Headed-Shark-Attack".

Letzte Artikel von Benjamin Wirtz (Alle anzeigen)

Comments

comments

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: