Die Oscars 2016: Leo hat das Ding & MAD MAX: FURY ROAD räumt ab

Die Oscars 2016 sind zu Ende und wirken für einen Goldjungen wohl wie ein Befreiungsschlag, der längst überfällig war. Bei der 88. Oscarverleihung hat es Leonardo DiCaprio endlich geschafft und durfte den kleinen, goldenen Kerl endlich als „Bester Hauptdarsteller“ (in THE REVENANT) entgegennehmen – vielleicht nicht für seine beste Rolle, aber für all die vergangenen Nominierungen.

Auch THE REVENANT-Regisseur Alejandro G. Inárritu (BIRDMAN; 2014) durfte sich freuen und erhielt das zweite Jahr in Folge einen Oscar. Diesmal für die „Beste Regie“. Das Trio für den Film mit der pikanten Bärenattacke komplettierte schließlich Emmanuel Lubezki mit seiner Auszeichnung für die „Beste Kamera“.

Bester Film wurde hingegen SPOTLIGHT, der auch gleich in der Kategorie „Bestes Drehbuch“ überzeugte. Über das „Beste adaptierte Drehbuch“ durften sich die Autoren von THE BIG SHORT freuen. Und wenig überraschend erhielt Disney & Pixars ALLES STEHT KOPF den Preis als „Bester Animationsfilm“.

Doch wie war der Abend als solcher eigentlich? Comedian, Schauspieler und Produzent Chris Rock führte zum zweiten Mal durch den Abend und brachte gleich zu Beginn wortwörtlich ein Wenig Farbe in die Academy Awards. In seinem Stand Up prangerte er auf humorvolle Weise die Abstinenz der Schwarzen unter den Nominierten an. Diese wurde in der gesamten Veranstaltung zum Leitmotiv. Besonders in Erinnerung bleibt hierbei wohl das kleine Mashup, in dem sich farbige Darsteller in Oscar-nominierte Spielfilme schlichen und gleich mal ganze Hauptrollen übernahmen. Für ein Kind er 90er war es dabei mal wieder schön zu sehen, dass es Whoopi Goldberg nach wie vor immer noch drauf hat.

Auch die Laudatoren bewiesen eine Menge Humor: Sarah Silverman, die Musiker Sam Smith ankündigte, zeigte sich von ihrer gewohnt frechen Seite und der im Film eher stille Ryan Gosling bewies an der Seite von Russel Crow sein komisches Talent. Richtig charamant wurden es dann, als die Minions (für Bester animierter Kurzfilm) sowie Buzz Lightyear und Woody (für Bester Animationsfilm) das Laudatoren-Pult übernahmen.

Der Abräumer des Abends war ein waschechter Blockbuster. MAD MAX: FURY ROAD konnte gleich in sechs Kategorien überzeugen. Allesamt, wie sollte es fast anders sein, Kategorien, in denen der Sound und die Optik im Vordergrund stehen. Da musste sich auch der einzige Deutsche im Rennen, Bernhard Henrich, der in der Kategorie „Bestes Szenenbild“ für BRIDGE OF SPIES nominiert war, dem Action-Road-Movie geschlagen geben.

Und jetzt nochmal alle Gewinner der Reihe nach. And the Oscar goes to:

Bester Film: SPOLIGHT von Tom McCarthy.

Bester fremdsprachiger Film: SAUL FIA (SON OF SAUL) von László Nemes Jeles.
Bester Kurzfilm: STUTTERER von Serena Armitage & Benjamin Cleary.

Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio für THE REVENANT.
Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson für RAUM.

Bester Nebendarsteller: Mark Rylance für BRIDGE OF SPIES.
Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander für THE DANISH GIRL.

Beste Regie: Alejandro G. Inárritu für THE REVENANT.
Bestes Drehbuch: Josh Singer & Tmo McCarthy für SPOLIGHT.
Bestes adaptiertes Drehbuch: Adam McKay & Charles Randolph für THE BIG SHORT.

Beste Kamera: Emmanuel Lubezki für THE REVENANT.
Bester Schnitt:
Margaret Sixel für MAD MAX: FURY ROAD.
Bestes Szenenbild:
Lisa Thompson für MAD MAX: FURY ROAD.
Beste Visuelle Effekte:
Mark Williams Ardington, Sara Bennett, Paul Norris & Andrew Whitehurst für EX MACHINA.

Bestes Kostümdesign: Jenny Beavan für MAD MAX: FURY ROAD.
Bestes Make-Up:
Damian Martian für MAD MAX: FURY ROAD.

Beste Filmmusik: Ennio Morricone für THE HATEFUL EIGHT.
Bester Song:
Writing’s on the wall von Sam Smith für SPECTRE.
Bester Ton:
Chris Jenkins, Ben Osmo & Gregg Rudloff für MAD MAX: FURY ROAD.
Bester Tonschnitt: Mark A. Mangini, David White für MAD MAX: FURY ROAD.

Bester Animationsfilm: ALLES STEHT KOPF.
Bester Animationskurzfilm: BEAR STORY von Gabriel Osorio & Pato Escala.

Bester Dokumentarfilm: AMY von Asif Kapadia & James Gay-Rees.
Bester Dokumentarkurzfilm:
A GIRL IN THE RIVER: THE PRICE OF FORGIVENESS von Sharmeen Obaid-Chinoy.

 

Und? Ist Euer Favorit unter den Gewinnern?

 

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