Krittiq: Cineastisches Netzwerk für Microblogger

Das Twitter für Filmfans

Es ist schon verdammt mutig, sich bei so großen Portalen, wie imdb.com und Rotten Tomatoes, mit einem eigenen Filmbewertungsportal durchsetzen zu wollen. Doch Krittiq verfolgt nochmal einen etwas anderen, viel persönlicheren Ansatz: Die App verbindet die Liebe zum Film mit Social Media.

Krittiq sammelt also nicht nur Bewertungen und Kritiken von Filmen, sondern stellt den Verfasser in den Vordergrund. Der hat gleich ein halbes Dutzend Möglichkeiten, seine Meinung über einen Film kundzutun. So kann zu jedem Film eine Kritik (inklusive kurzer Überschrift) geschrieben werden. Wem das zu viel ist, wer aber trotzdem eine Bewertung abgeben möchte, der entscheidet sich einfach zwischen eines von drei Symbolen. Zur Auswahl stehen Herz (Film war toll), Häkchen (Film war okay) und Blitz (Film war schlecht). Auch Kritiken anderer können bewertet und kommentiert werden. Für alle Aktionen sammelt man Punkte, deren Anzahl sich nach Aufwand der Aktion äußert. So ist eine kurze Bewertung durch ein Symbol nur ein Punkt wert, eine ausformulierte Kritik bringt hingegen deutlich mehr.

Neben der Filmbewertung steht der Community-Gedanke. Jeder Nutzer hat, wie in anderen sozialen Netzwerken auch, ein Profil, in dem man sich durch Profilbild und Vorstellungstext kurz vorstellen kann. Weiterhin vernetzt man sich mit anderen Nutzern. Es wird auch hier unterschieden zwischen Follower und Leuten, denen man selbst folgt. Letzter erscheinen in Stream, insofern diese gerade aktuell eine Bewertung abgegeben haben.

Die Filmdatenbank für ständig erweitert und aktualisiert. Das ist natürlich nötig bei durchschnittlich fünf bis sieben Kinostarts die Woche. Auch die meisten Filmklassiker sind bereits eingepflegt. Wer als Nutzer eine Lücke findet bzw. einen Film vergeblich sucht, der kann diese melden und die Datenbank wird überprüft und gegebenenfalls aktualisiert.

Mir persönlich gefiel die herunter gebrochene Funktion auf das Wesentliche: Die Bewertung eines Films und das unverbindliche, schnelle Mitteilen dessen. Einziges, aber doch recht schwerwiegendes Manko für Profi-Filmkritiker ist, dass man seine eigenen Filmkritiken nicht über Browser einpflegen kann, sondern diese entweder nochmal auf Tablett oder Handy umständlich abtippen müsste oder diese auf komplizierte Art copy-pasten muss. Auch eine aktiver Link im Text zum Blogbeitrag wäre noch wünschenswert.

Aber das Projekt Krittiq, das 2013 von Manuel Jäger, Alexander Kohout und Michel Helms gegründet wurde, befindet sich noch am Anfang. Das merkt man auch daran, dass eigentlich keine Werbung auf der App zu finden ist – was natürlich sehr positiv ist. Zwar gibt es eine Kooperation mit Re-Buy, aber ansonsten ist die App werbefrei und für jeden kostenlos nutzbar. Die Jungs können also noch eine Menge Unterstützung gebrauchen. Schaut also einfach mal selbst drauf und teilt uns mit, wie euch die App gefällt. Und natürlich würde es uns freuen, wenn ihr euch dann auch direkt mal mit uns verlinkt. 🙂

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Quelle: Pressekit Krittiq

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