METALLICA – THROUGH THE NEVER (2013)

Epochal & fesselnd

INHALT:
Der Skateboarder und Roadie Trip (Dane DeHaan) erhält den Auftrag eine wichtige Ladung aus einem liegengebliebenen LKW der Band Metallica zum gerade laufenden Konzert zu bringen. Dabei kommt es zu einem Unfall, als Trip unachtsamerweise eine rote Ampel überfahrt. Doch statt sich helfen zu lassen, flüchtet der Fahrer des anderen Fahrzeugs. Ohne funktionierenden Untersetzer sucht Trip seinen Zielort daraufhin zu Fuß weiter begegnet einem Pferd, das einen Polizisten hinter sich her zieht und landet schließlich mitten in einer Straßenschlacht zwischen der Polizei und einer aggressiven Gruppe von Aufrührern. Gerade so, kann er dieser entfliehen, doch nun wird Trip vom Mob verfolgt…

FAZIT:
Der Film METALLICA – THROUGH THE NEVER beginnt komisch, kultig, leicht surreal und epochal zu gleich. Überhaupt ist die Mischung aus Traumwelt und Realität das beherrschende Thema des Films. Regisseur Nimórd Antal setzte dabei neben der Musik, vor allem auf eine atemberaubende Bilderflut. Gedreht in IMAX-3D ist nicht nur das Bild rattenschaf, sondern alles wirkt wie ein aufwändig produziertes 93-minütiges Musikvideo der Extraklasse.

Vor allem beeindrucke Kamerafahrten aus unkonventionellen Positionen und gut platzierte und inszenierte Schnitte entwickeln zusammen mit der bildlichen Farbgebung ein Gesamtkonstrukt das gefällt. Wenn Green Days Album „American Idiot“ umgesetzt werden sollte, wäre die Macher dieser Rockoper die richtige Ansprechpartner für die Umsetzung.

Aus einem astreinen Konzertmitschnitt entwickelt sich tatsächlich eine Story, die sich durchaus sehen lassen kann. Gesprochen wird zwar kaum, denn der dröhnende Gitarrensound von Metallica über-hallt die gesamte Szenerie, doch zu viele Worte müssen auch gar nicht verloren werden. Fest steht: Der kurze HöllenTRIP des Hauptprotagonisten hat seine guten Momente. Mehr wäre schön, ist aber nicht nötig!

Ein überragender Sound macht METALLICA THROUGH THE NEVER nicht nur sehens-, sondern vor allem hörenswert. Der offizielle Soundtrack zu METALLICA – THROUGH THE NEVER ist daher für Rock-Lieberhaber neben der DVD oder Blu-Ray ein weiterer Kauftipp. Wenngleich Metallica-Fans wohl jedes der Lieder schon haben werden. Von der legendären Rockband Metallica zu hören, ist: The Ecstasy of Gold, Creeping Death, For Whom the Bell Tolls, Fuel, Ride the Lightning, One, The Memory Remains, Wherever I May Roam, Cyanide. And Justice for All, Master of Puppets, Battery, Nothing Else Matters, Enter Sandman, Hit the Lights, sowie Orion.

Spätestens nach epischen Musikfilmen, wie Pink Flyods THE WALL (1982), HEAVY METALL (1981) oder DETROIT ROCK CITY (1999) und nicht zuletzt auch TENAICIOUS D – A PICK OF DESTINY (2006) wissen wir, das nichts inszenatorisch besser zusammen harmoniert als harte Rockmusik und bewegtes Bild. Auch METALLICA THROUGH THE NEVER darf sich ohne weiteres in diese Riege einreihen. Trotz flacher Story ist der Film als ganzer innerhalb seines Genres durchweg gelungen.

Die Mischung aus einem verdammt geilen Rockkonzert und surreales, urbanes Fantasyabenteuer ist klasse. So weiß der Zuschauer oft gar nicht, ob er das Wohnzimmer zu Moshen freiräumen oder bei Trips Odyssee gebannt-verwirrt mitfiebern soll. Der Filmaffe durfte die BLU-Ray testen und ist von der vollgepackten Scheibe beeindruckt. Neben dem Hauptfilm gibt es massig Hintergrundmaterial, Musikclips und Filmfestival-Mitschnitte. Soviel für sein Geld bekommt man eher selten.

Seit dem 28. Januar 2014 ist METALLICA – THROUGH THE NEVER auf DVD und BLU-Ray im Handel erhältlich.

Von Jörg Gottschling

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Ascot Elite 2014

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
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