DEADPOOL (2016)

Derbe Sprüch & harte Schläge!

Es begann alles als ein kleiner Clip zum Spaß, doch die Fans wollten mehr. Daraufhin gab es diverse Werbebanner, Trailer, Clips und sogar Kinoplakate, die einen Liebesfilm suggerieren. Und das nur damit sich auch die Freundinnen der Comicfans DEADPOOL ansehen. Klar, soviel Blut, Gewalt (zu hart für China) und derbe Sprüche sind nichts für zarte Frauen, doch irgendwie geht es in dem Film auch um Liebe. Ob man sich Marvel’s vielleicht verrücktesten Superhelden wirklich anschauen sollte, erfahrt ihr jetzt.

INHALT:

Wade Wilson (Ryan Reynolds) ist Soldat in einer Spezialeinheit und Söldner. Nachdem er von einer Krebserkrankung erfährt, unterzieht er sich einem riskanten Experiment im Labor des skrupellosen Ajax (Ed Skrein). Danach sieht er zwar hässlich aus, aber nun besitzt er Selbstheilungskräfte – und weil Wades Freundin Vanessa Carlisle (Morena Baccarin) von Ajax verfolgt wird, hat er auch gleich eine Mission. So schlüpft Wade in einen rot-schwarzen Anzug, zieht sich eine Maske auf und wird zu Deadpool, um seinen Erschaffer auszuschalten. Allerdings geht Deadpool dabei anders vor als andere „normale Superhelden“:

Die offensichtlichsten Unterschiede sind sein pechschwarzer Humor, sein bissiges Mundwerk und seine Angewohnheit,  die verite Wand zu durchbrechen. Außerdem ist seine Freundin Vanessa keine kleine Prinzessin, sondern kann selbst ordentlich austeilen. Auch Deadpools Kumpanin Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand), eine junge Frau mit explosiven Fähigkeiten, teilt ordentlich mit aus…

FAZIT:

Der „normale“ Marvel-Kinogänger hat wahrscheinlich noch nicht wirklich viel von dieser Figur gehört, auch wenn man ihn schon einmal gesehen hat. Erinnert ihr euch noch an den Endgegner von Hugh Jackman in X-MEN ORIGINS: WOLVERINE, mit den Schwertern im Arm und diesen Regenerationskräften? Das war bereits DEADPOOL bzw. Wade Wilson, doch FOX will den Charakter so darstellen, wie man ihn aus den Comics kennt, also knallhart in Gewalt und Humor und ganz wichtig im roten Anzug. Was die Gewalt angeht, so kann man sagen, dass DEADPOOL zu Recht die Freigabe ab 16 erhalten hat. Zwar wird schon ziemlich blutig geballert und geschlitzt, doch setzten auch mindestens genauso schnelle Schnitte ein, die das Geschehen ein wenig kaschieren. Was ich aber dabei sehr ernüchternd finde ist, dass so ziemlich jede Actionsequenz bereits ausreichend in den Trailern und Clips zu sehen war. Wenn es dann noch die RedBand-Versionen waren, habt ihr was Gewalt angeht quasi alles gesehen. Dass man sich hier nichts fürs Kino aufgehoben hat, gefällt mir nicht und euch sicher auch nicht. Wenn man noch etwas neues, frisches nennen will, dann das: Die beiden X-Men Colossus und Negasonic Teenage Warhead sind supercool und dass sie, bedingt durch die hohe Altersfreigabe, mal ordentlich zulangen können, finde ich sehr geil. Sicher, eine FSK 16 würde für ein Genre wie X-Men eher negativ sein (wegen den Einnahmen), doch härtere Fights stehen ihnen sehr viel besser.

So, genug von der Gewalt und kommen wir zu seinem schwarzen Humor, der schon direkt in der ersten Szene seine Premiere feiert. Ohne jetzt groß zu spoilern solltet ihr mal genauer hinschauen, wenn dort „Directed by …“ oder „Written by…“ steht, es wird euch gefallen. Auch bleibt kein Auge trocken, wenn das finanzierende Studio FOX sein Fett wegkriegt, besonders wenn es um die X-Men geht und den Versuch DEADPOOL zu integrieren. Bedingt durch diese Seitenhiebe spricht er übrigens auch ab und zu mit uns, was ebenfalls für köstliche Unterhaltung sorgt und auch Stan Lee ist in seinem Cameo bei bester Laune. Leider gibt es ebenso Gags, die total erzwungen wirken und man vielleicht schmunzelt, mehr jedoch nicht. Diese beziehen sich dann eher auf den unteren Teil der Gürtellinie und auch wenn DEADPOOL dafür ebenfalls bekannt ist, sind sie teilweise doch zu geschmacklos. Wenn ihr allerdings am Ende nochmal ordentlich lachen wollt, dann wartet bis nach dem Abspann und erfreut euch noch einmal an einer netten Szene.

Die wesentlichen Bestandteile in DEADPOOL sind derbe Gewalt und schwarzer Humor. Wenn man jetzt allerdings im Trailer schon alles an brutaler Action gezeigt bekommt, ist das eher nicht so toll für ein cooles Kinoerlebnis, wie es die Werbung zum Film anpreist. Und dafür, dass der Film in China sogar gebannt ist, hatte ich mir diesbezüglich etwas mehr erhofft, doch zum Glück hauen die beiden X-Men noch einiges raus. Der Humor ist dafür aber wirklich tief schwarz und wirkt nur an manchen Stellen ein wenig aufgesetzt, vorwiegend jedoch sehr lustig. Im Großen und Ganzen wird man von DEADPOOL schon recht ordentlich unterhalten, doch sollte man sich später auf jeden Fall noch den angekündigten Director´s Cut anschauen, der mehr Action und Sprüche beinhalten soll.

DEADPOOL startet am 11.02.2016 in den deutschen Kinos.

von Tobias Dute

Bewertung:

Quelle: Pressematerial 20th Century Fox 2016

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Hey, ich bin Tobi, 25 Jahre alt und ein riesen Scifi- und Fantasyfan, doch auch Disneyfilme finde ich echt klasse. Und damit ihr meine Begeisterung auch irgendwann einmal teilt, teile ich meine Kritiken und Neuigkeiten aus Hollywood mit euch!
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