KINDER DES ZORNS II – TÖDLICHE ERNTE (1992)

Fürchte „Den, Der Hinter Den Reihen Wandelt“!

Der Fluch der schlechten Fortsetzung haftet auch an dieser Filmreihe. KINDER DES ZORNS II – TÖDLICHE ERNTE ist ein ziemlich unausgegorener, kaum zufriedenstellender zweiter Teil des zum Kult gewordenen Originals. Acht Jahre nach Erscheinen des ersten Teils kam das Sequel in die Kinos. Dementsprechend findet sich auch kein Schauspieler des ursprünglichen Casts in dem Film, obwohl die Story direkt an das Ende des ersten Teils anknüpft. Das ist nur einer der vielen Aspekte, die diese Fortsetzung zum Scheitern verdammen.

INHALT:

Die Polizei kommt in den Ort Gatlin und findet dort unzählige Leichen. Angeblich haben die Kinder des Dorfes – die einzigen Überlebenden – die Erwachsenen ermordet. Man schafft die Kinder in den Nachbarort, wo sich die Einwohner um sie kümmern. Die Warnungen von manch Einheimischen werden ignoriert. Und schon bald sollen sie das bereuen: Der Junge Micah wird zum neuen Anführer der Kindersekte, die „Dem, Der Hinter Den Reihen Wandelt“ huldigen, und schart die Seinigen um sich.

Der Journalist John Garrett ist mit seinem Sohn Danny auf dem Weg nach Gatlin. Er erhofft sich dort eine große Story. Garrett beginnt mit seinen Nachforschungen, und schon bald ereignen sich mysteriöse Todesfälle. In den Maisfeldern lauert etwas. Und dieses Etwas bringt die Kinder dazu, alle Ungläubigen zu töten.

FAZIT:

Vor allem das erste Drittel des Films lässt einen verzweifeln. Die Story ist weit hergeholt und fesselt nicht; die Dialoge sind so miserabel, dass es wehtut; die Schauspieler sind talentfrei (mit Ausnahme des Micah-Darstellers Ryan Bollmann); und die Inszenierung strotzt vor Horrorfilm-Klischees (dass der Schwarze als Erster stirbt, ist nur eines davon).

Auch viele der Effekte sind so schlecht, als würde es sich bei KINDER DES ZORNS II um eine Parodie handeln. Bei SchleFaZ hätte man seine helle Freude an diesen Szenen. Andere Effekte wiederum sind zugegebenermaßen überraschend gut gemacht und verfehlen ihre Wirkung nicht. Sowieso bessert sich die Qualität des Films mit den fortlaufenden Minuten: Er steigert sich von grottenschlecht zu einem Naja, und zwischendurch ist er manchmal sogar ganz unterhaltsam.

Vor allem fehlt es KINDER DES ZORNS II an Atmosphäre. Genau diese hatte zum Erfolg des ersten Teils beigetragen. Im Sequel aber geht sie verloren. In weiten Teilen ist er ein unterdurchschnittlicher Monsterfilm mit viel übernatürlichem Zeug wie Voodoo-Puppen. Gruselig ist das leider nicht. Nur die wenigen Szenen mit den Kindern erzeugen einen leichten Schauer. Darauf hätte man sich mehr konzentrieren müssen.

Der Schluss passt zur lustlosen Inszenierung: Es wird sich keine Mühe gemacht, die aufgeworfenen Geheimnisse und Anspielungen aufzudecken. Nachdem ein Mordversuch der Kinder an John und Danny scheitert und sie Micah töten können, ist plötzlich alles wieder gut. Was ist mit den anderen besessenen Kindern? Was ist mit dem Monster im Maisfeld? Und was hat es mit dem vergifteten Mais auf sich, der angeblich Halluzinationen hervorruft? Man bleibt darüber im Dunkeln – ob das absichtlich so ist, darf man anzweifeln!

Als Extras sind auf der Blu-ray ein paar Trailer vorhanden. KINDER DES ZORNS II – TÖDLICHE ERNTE ist seit dem 27.12.2017 innerhalb der KINDER DES ZORNS-Box im Handel erhältlich.

von Benjamin Wirtz

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Alive – Vertrieb und Marketing

Benjamin Wirtz

Hey, ich bin angehender Cineast, großer Kinofreund und interessiert an jeder Art von Filmen. Deshalb steht in meinem DVD-Regal Godard neben Besson, die „Alien“-Box neben der Truffaut-Box, „Saw“ neben „Frau ohne Gewissen“ und „Panzerkreuzer Potemkin“ neben „2-Headed-Shark-Attack".

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