JESSABELLE – DIE VORSEHUNG (2014)

Blanker Horror für den Blu-Ray Player

 

Da es ja Horrorfilme bekanntlich nicht nur im Kino gibt, sondern einige auch direkt den Weg in die Heimkinos finden, gibt es nun eine Kritik zu einem solchen Vertreter. Am 26.11.15 kommt der Horrorthriller JESSABELLE auf Blu-Ray in die Regale und ob er sich lohnt, erfahrt ihr jetzt.

INHALT:

Nach einem schweren Autounfall, bei dem ihr Verlobter ums Leben kommt, ist Jessie (Sarah Snook) von der Hüfte abwärts gelähmt und fortan auf einen Rollstuhl angewiesen. Um sich zu erholen, kehrt sie in ihre Heimat Louisiana in das Haus ihres entfremdeten Vaters Leon (David Andrews) zurück. Doch nach und nach bekommt die stark traumatisierte Jessie den Eindruck, dass in dem alten Haus etwas nicht stimmt. Der ortsansässige Preston (Mark Webber) spendet der verängstigten Frau zwar Trost, aber die Geistererscheinungen lassen einfach nicht nach. Eines Tages findet sie eine alte Videokassette, die ihre vor Jahren verstorbene Mutter für sie aufgenommen hat. Darauf ist eine verstörende Botschaft aufgezeichnet: Ihre Mutter hatte ihr die Karten gelegt und eine Zukunft voller Schrecken vorausgesagt. Mit der sich zunehmend in dem alten Familienhaus manifestierenden Präsenz scheint dieses düstere Schicksal nun Wirklichkeit zu werden…

FAZIT:

Die Story klingt im Grunde für eine Heimkinoveröffentlichung recht ordentlich und der Film beginnt in der Tat auch recht rasant mit einem dicken Schicksalsschlag für die Hauptfigur. Daraufhin spielt der Film eine ganze Weile in Jessies Haus, in dem sie aufwuchs und sie wird von ihrem Vater mehr schlecht als recht gepflegt. Das Setting selbst ist teilweise auch relativ schmutzig und bedrohlich gehalten, also perfekt für ein paar Schreckmomente. Die gibt es dann auch einige Male und es ist auch relativ interessant, Jessie dabei zuzusehen, wie sie dem Geschehnissen rund um ihre verstorbene Mutter und den mysteriösen Videobändern nachgeht. Klar, es wirkt alles natürlich irgendwie so, als wär der Film wirklich nicht kinotauglich, doch für direct to Blu-Ray doch garnicht mal schlecht. Dieser Eindruck verflüchtigt sich aber dann, wenn das letzte Drittel des Films beginnt und auf einmal noch Dinge wie Voodoo und fragwürdige Rituale hinzukommen. Irgendwie passt das nicht so recht in den bisherigen Verlauf des Film. Und das Finale wirkt irgendwie total absurd und nicht nachvollziehbar, dass es einen schaudert. Ihr fragt euch sicherlich am Ende, wieso Jessie überhaupt da ist, es wurde einfach alles total aus dem Zusammenhang gerissen.

Bild & Ton
Das Bild ist in 1080p 1,77:1 vorhanden, man hat also Vollbild auf seinem 16:9 TV und es weißt keinerlei Mängel auf. Alles ist richtig scharf und kontrastreich, was in den vielen dunklen Szenen besonders wichtig ist. Hier haben die Macher eine echt starke Qualität an den Tag gelegt. Der Ton ist ebenfalls besonders brachial gehalten und in DTS-HD 5.1 vorhanden. Besonders für die Schreckmomente ist dieses Tonformat quasi wie geschaffen und lässt definitiv keine Wünsche offen.

Extras
Hier ist man mal wieder besonders „einfallsreich“ gewesen und spendiert der Blu-Ray Extras wie Trailer, zusätzliche Szenen, ein alternatives Ende und ein paar Audiokommentare. Das scheint aber bei vielen Produktionen so langsam der Standard zu sein, also gibt es hier keine nennenswerten Überraschungen.

JESSABELLE beginnt für eine Heimkinoveröffentlichung sehr ordentlich und bietet in den ersten zwei Dritteln des Films eine solide Horrorleistung, der dann aber das Finale folgt. Denn das ist leider total absurd und schwachsinnig geworden, dass man da eher den blanken Horror hat, wenn man den kompletten Film nochmal Revue passieren lässt. Wenn man jetzt richtig scharf auf den Streifen ist, sollte man ihn vielleicht nur ausleihen, denn die aktuellen 15€ sind als Startpreis viel zu hoch und man ärgert sich im Nachhinein nur über die Anschaffung.

von Tobias Dute

Bewertung:

 

Quelle: Pressematerial Koch Media 2015

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Hey, ich bin Tobi, 25 Jahre alt und ein riesen Scifi- und Fantasyfan, doch auch Disneyfilme finde ich echt klasse. Und damit ihr meine Begeisterung auch irgendwann einmal teilt, teile ich meine Kritiken und Neuigkeiten aus Hollywood mit euch!
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