Hörprobe #8: ROGUE ONE – Original Soundtrack

Der neue Sound aus einer weit, weit entfernten Galaxie

ROGUE ONE – A STAR WARS STORY, der erste Spin-Off aus George Lucas Science Fiction Märchen, ist im Dezember erfolgreich in den Kinos gestartet. Parallel dazu kam auch der Soundtrack in den Handel. Und man mag sich zwar gerne über einige Punkte in ROGUE ONE schreitet, aber eines steht außer Frage: Der neue Sound hat es in sich und gehört ohne Zweifel zu den Stärken des Films. Ich hab nochmal genauer herein gehört.

INHALT:

Komponiert wurden die Stücke von Michael Giacchino. Das kam überraschend. Denn eigentlich sollte zuerst Komponist Alexandre Desplat für den Soundtrack zu ROGUE ONE – A STAR WARS STORY verantwortlich sein. Der Wechsel zu Giacchino war gut, denn mit seinen Stücken kreiert er seinen eigenen STAR WARS-Sound. Hier ist die Liste der Lieder:

1. He’s Here For Us
2. A Long Ride Ahead
3. Wobani Imperial Labor Camp
4. Trust Goes Both Ways
5. When Has become Now
6. Jedha Arrival
7. Jedha City Ambush
8. Star-Dust
9. Confrontation On Eadu
10. Krennic’s Aspirations
11. Rebellions Are Built On Hope
12. Rogue One
13. Cargo Shuttle SW-0608
14. Scrambling The Rebel Fleet
15. AT-ACT Assault
16. The Master Switch
17. Your fahter Would Be Proud
18. Hope
19. Jyn Erso & Hope Suite
20. The Imperial Suite
21. Guardians Of The Whills Suite

FAZIT:

Abwechslungsreich, ja gar voller Variablen und Varianten komme die einzelnen Stücke des Soundtrack zu ROGUE ONE – A STAR WARS STORY daher. Immer wieder erfahren die Lieder eine Wendung. Das macht sie hörenswert, denn gerade das überraschende Moment, in dem die Geschwindigkeit plötzlich gedrosselt wird, aus Hektik sanfte Melodik – und umgekehrt – wird, aktiviert die Sinne.

Der Sound ist anders. Nicht sofort STAR WARS-typisch. Doch dann nehmen die Stücke die bekannten Themen auf, geben ihnen eine neue Richtung und interpretieren das Bekannten auf eine eigene, intensive Art. Auf die Interpretation des Alten, folgt eine Adaption dessen zu einem völlig neuen STAR WARS-Hörgefühl. Der Soundtrack macht klar: „Ich bin etwas Eigenständiges, aber ich gehöre dazu.“ Prägende Themen, die diesen Charakter besonders verdeutlicht und im Kopf bleiben, sind „He’s Here For Us“ und „Rogue One“ und „The Imperial Suite“. Letzteres ist eine neue Varaition des „Imperial March“, der vertraut klingt und sich doch völlig von dem Original unterscheidet.

Manche Stücke (z.B.: „AT-ACT Assault“, „Jedha City Ambush“, „Krennic’s Aspirations“) sind hektisch. Im Stacato-Stechschritt bringen sie die Adern zu pulsieren. Die Erregung wird gar zum Stress. Nun befindet man sich mitten drin in der Kampfzone. Man spürt den Sand unter seinen Füßen und hört die Laserschüsse der AT-ACTs, die sich unermüdlich ihren Weg zu der kleinen Schar von Rebellen ebnen.

Andere Stücke, beispielsweise „Star Dust“ oder „Your Father would be Proud“, übertreffen sich hingegen in ihrer Beiläufigkeit. Sie laufen nebenher, laden dazu ein, das eigene Leben episch-melancholisch und sanft zu untermalen – dabei gehen sie leider auch unter, geraten gar in Vergessenheit.

Ikonische Werke für den Kanon der Geschichte der Filmmusik finden sich auf dem Soundtrack eher nicht, aber ein „STAR WARS Theme“ ist eben auch eine seltene Einmaligkeit. Nur wenige Stücke, wie etwa „The Imperial Suite“, rage heraus. So muss man den Soundtrack zu ROGUE ONE mehr als ein Gesamtwerk verstanden werden. Und als solcher funktioniert er hervorragend.

Der Soundtrack zu ROGUE ONE – A STAR WARS STORY ist seit dem 16.12.2016 auf CD und als MP3-Download im Handel erhältlich.

von Jörg Gottschling

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Disney/ Universal Music 2016

 

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
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