HIGH RISE (2016)

Kinostart: 30.06.2016 | Regie: Ben Wheatley

Kurzinhalt:
1975: Zwei Meilen westlich von London bezieht Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston) auf der Suche nach Anonymität sein neues Appartement, nur um bald feststellen zu müssen, dass seine Mitbewohner gar nicht daran denken, ihn in Ruhe zu lassen. So ergibt er sich schließlich in sein Schicksal, freundet sich mit den neuen Nachbarn an und wird dadurch zunehmend in das komplexe soziale Gefüge hineingezogen.

Während er so seine Probleme damit hat, seinen Platz inmitten dieser Gesellschaft zu finden, bekommen Laings gute Manieren und sein Verstand ebenso deutliche Risse wie das Gebäude selbst. Die Lichter gehen aus, die Aufzüge bleiben stehen, aber die Party hört nicht auf.

Die Menschen sind das Problem. Der Alkohol die Währung. Sex ist das Allheilmittel. Erst sehr viel später, als er auf dem Balkon sitzt und den Hund des Architekten verspeist, fühlt Laing sich endlich zu Hause…

Wer dachte, als Loki ist Tom Hiddleston (CRIMSON PEAK; 2015) schon in seiner abgefahrensten Rolle zu sehen, der hat wohl HIGH RISE noch nicht gesehen. Ein die Inhaltsangabe zu diesem Filme von Ben Wheatley (SIGHTSEERS; 2012), der „eine vorlagengetreue Adaption von J.G. Ballards Klassiker“ (so der Regisseur) ist, spricht Bände.

Wenn ich an meine Kindheit im London der späten 1970er zurückdenke, kommen mir nur Angst und Unruhe in den Sinn. Straßen voller Scheiße, Müll und verrostetem Metall. Der schier endlose Fußmarsch mit einem mit Einkäufen vollgepackten Kinderwagen durch den höllischen Qualm der Finchley Road. Betrunkene, brüllende Eltern, die aus Pubs und Volvos kippen, Treppen hinunterstürzen und aus den Betten anderer Leute fallen. Ich beobachtete die Erwachsenen bei ihren wahnwitzigen Eskapaden und fragte mich, wie das alles enden würde. Es gibt sie, diejenigen mit einem besseren Verständnis bezüglich Ballards philosophischen und formalistischen Intentionen. Ich weiß aber, wie es ist, sich in diesem Gebäude zu verirren. Einige der Echos, die durch die lange abgeschalteten Heizkanäle des Films hallen, sind die meinen, aber dieses Hochhaus, dieses „High-Rise“, wurde ohne jeden Zweifel von Mr. J.G. Ballard errichtet. Aus diesem Grund möchte ich Mr. Ballard, seiner Familie sowie Mr. Thomas meinen Dank aussprechen, dass ich mich für eine Weile darin niederlassen durfte.“

Drehbuchautorin Amy Jump

HIGH RISE startet am 30.06.2016 in den deutschen Kinos.

 

Quelle: Pressematerial DCM 2016

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