GILLY HOPKINS – EINE WIE KEINE (2016)

Mehr als nur ein Kinderfilm

INHALT:

Gilly Hopkins (Sophie Nélisse) hatte es sicher nicht leicht in ihrem bisherigen Leben. Ihre Eltern hat sie nie kennen gelernt und hüpft von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Das hat Gilly hart gemacht – und unfreundlich. Sie hat eine harte Schale, sie verletzt die Leute, bevor diese sie verletzen können. Auch nach Jahren hofft sie immer noch, dass ihre Mutter kommt und sie aus ihrem Leben abholt.

Ihr Leben ändert sich aber drastisch mit ihrer neuen Pflegemutter Maime Trotter (Kathy Bates). Die will sie nämlich absolut nicht aufgeben oder akzeptieren, dass Gilly ein unverbesserliches Kind ist. Sie schenkt ihr Vertrauen. Und nach und nach öffnet sich Gilly auch. Doch dann steht auf einmal eine Frau vor der Tür, die sich als ihre Großmutter (Glenn Close) heraus stellt.

FAZIT:

Es ist schon fast schade, dass GILLY HOPKINS mit so einer Starbesetzung nur ins Heimkino kommt aber dann freut man sich um so mehr auf den DVD-Start.

Zunächst einmal die Schauspieler. Die Besetzung überzeugt durch die Bank. Ich verbinde mit Kathy Bates ja Molly Brown aus TITANIC. Etwas älter, aber nicht weniger großartig, spielt sie hier die Rolle der Pflegemutter. Die junge Sophie Nélisse überzeugt genauso, wie auch alle anderen Jungdarsteller. Weitere Highlights sind Glenn Close als Oma und Octavia Spencer als Lehrerin Miss Harris.

GILLY HOPKINS basiert auf dem Roman gleichen Namens von Katherine Paterson aus dem Jahr 1978, ein Buch, das fast in jeder Schule zu finden ist. Hier ist die Pflegefamilie, nicht wie so oft in Filmen, der Ort des Grauens, sondern eigentlich das verdiente Paradies. Paterson arbeitete am Drehbuch mit um so den Ton zu bewahren. Was etwas schade ist, ist die Wandlung Gillys. Der Weg von der störrischen Göre zum verletzlichen Mädchen ist im Film sehr kurz und oberflächlich. Ich weiß allerdings nicht, wie das im Buch umgesetzt wurde.

GILLY HOPKINS ist kein klassischer Kinderfilm und schon gar kein Feel-Good-Movie. Das finde ich am besten daran. Die Sprache ist schroff und kommt in die Nähe, wie Teenager heute nun mal sprechen. Auch das Ende ist so vielschichtig wie das wahre Leben. Es gibt kein Happy End im eigentlichen Sinne, denn das würde ja bedeuten, dass es nur einen richtigen Weg und eine richtige Lebensentscheidung geben würde.

GILLY HOPKINS ist natürlich leicht überzeichnet. Es ist stellenweise etwas überdramatisiert, aber es ist am Ende des Tages auch ein fiktionaler Film. Trotz Allem und vielleicht auch gerade deshalb, ist er sehr sehenswert.

GILLY HOPKINS ist ab dem 13.10.2016 auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

von Sarah Binder

Bewertung:

 

Quelle: Pressematerial Concorde Home Entertainment 2016

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Sarah Binder

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Ich hab was mit Medien studiert und liebe Bananen. Keine Frage also, dass ich für den Filmaffen über die Welt der Filme und Serien berichte.
Sarah Binder

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