Filmrolle #9: Filmblogger intern – Resignation, Frustration & Unverständnis

April/ Mai 2017 – Der monatliche Blog-Roll auf dem Filmaffen

In dieser Filmrolle in der Zeitraum für die gefundenen Blogbeiträge aus der Blogosphäre verdoppelt wurden. Aus der Not heraus. Denn vielleicht habt ihr es gemerkt? Leider fiel im letzten Monat die Filmrolle aus. Der Grund war schlicht und einfach die fehlende Zeit. Dafür waren wir aber in den letzten Wochen auf gleich drei Events: Dem Independent Days Filmfest in Karlsruhe, der German Comic Com in Frankfurt und dem 24. Internationalen Trickfilm Festival Stuttgart.

Aber was erwartet euch nun in dieser Filmrolle? Es wird eine Rolle voller Zweifel, Kritiken und Frustration. Ist die Blogosphäre also aus ihrem Winterschlaf erwacht? Es scheint so und dabei treffen die Thesen in den Blogbeiträgen genau den Kern der vielen Probleme in der Filmbranche – und zwar jeder Beitrag auf seine eigene Weise und mit einem anderen Unterthema.

Zunächst lauschen wir einem Kollegen, der sich wiederum die immer gleichen Sprüche der anderen Filmkritiker anhören muss. Direkt die Nächste zeigt auch ein gewisses und berechtigtes Unverständnis: Sie zählt 10 Film auf, die jeder mag, außer sie.

Auch im nächsten Beitrag schießt man sich auf Filme ein – um genauer zu sein, auf Feel Good Komödien aus Frankreich. Darauf folgt ein offener Brief an den Spiegel (ja, die Zeitschrift). Hier geht es um die sehr brisante Diskussion „Sind Streaming Dienste wirklich der Untergang des Kinos?“.

Wenn die Filmbranche nicht funktioniert, dann muss sich eben die Filmbloggerwelt vereinen, um sich nicht aus lauter Verzweiflung im eigenen Süppchen zu ertränken. Gerade erfrischend ist daher der letzte Beitrag in dieser Filmrolle: Ein Projekt, in dem „filmische Objekte“ erklärt und vorgestellt werden. Der Clou: An den Texten des Lexikons werkeln gleich mehrere Blogger gemeinsam mit.

 

Sätze von Kritikern bei PV’s

von Quotenmeter
Sidney trifft mal wieder den Nagel auf den Kopf und beweist, dass er nicht nur den richtigen Blick für die Bewertung von Filmen, sondern auch für die Bewertung der eigenen Gilde selbst hat. Er greift in seinem Beitrag typische Sätze von Filmkritikern bei Pressevorführungen auf und erklärt, warum Meckern um des Meckerns willen keinem helfen. Lest mal rein:
www.quotenmeter.de

 

10 Filme, die jeder mag – außer Antje

von Wessels Filmkritik
LA LA LAND, MOONLIGHT, SPLIT, LOGAN – Ja, das Kinojahr 2017 begann richtig stark. Und die Lobeshymnen auf einige Filme nahmen nicht ab. Darf man da überhaupt noch eine andere als weitläufig Verbreitete sagen? Natürlich darf und muss man das. Vor allem, wenn man sich selbst „Filmkritiker“ nennt. Antje folgt dem eigenen Ruf und zählt ein paar Filme auf, die scheinbar alle loben, sie aber mehr so geht so findet. Mit dabei ist nicht zwar kein Film von 2017, aber doch die eine oder andere Überraschung: wessels-filmkritik.com

 

Feel Good Komödien aus Frankreich

von B-Roll auf Kino-Zeit.de
Wer sich regelmäßig mit Filmen beschäftigt, ja gar einen Blick auf jeden neuen Kinostart berufsbedingt werfen muss, der bekommt schnell das Gefühl, das jede zweite Woche eine neue Komödie aus Frankreich startet. Die haben alle das selbe Schema: Culture Clash, Romanze und ein Wenig Gesellschaftskritik. Das mag zwar erfolgreich sein, hinken jedoch stellenweise in all ihrer weichgespülten Art nur an dem eigenen Anspruch vorbei. Andreas Köhnemann hat mal ein Zwischenfazit gezogen: www.kino-zeit.de/blog/b-roll

 

Kino ist tot

von Oh My Bob
Tina hat die Faxen dicke. Sie hat einen Artikel beim Spiegel gelesen, in dem der Verfall des Kinos durch die Streaming Dienste vorhergesagt wird. Das kann sie so nicht im Raum stehen lassen und hat daher einen offen Brief verfasst, indem sie gute Argumente liefert, warum Streaming und Kino sehr gut eine Koexistenz finden werden. Eine Davon ist: Streaming ist ein alltäglicher Quickie, während Kino ein Erlebnis ist. An der Stelle könnte man schon aufhören, aber sie läuft sich hier gerade erst warm: www.ohmybob.com

 

Filmische Objekte

von Adoring Audience
Ihr fragt euch zunächst, was „Audoring Audience“ ist? Nun, das ist der neue alte Blog von Franziska Tretter, die wir alle noch vom Filmkompass kennen. Unter neuem Namen und mit einem neuen Design startet sie gleich zu Beginn des neuen Blogs ein schönes Projekt mit dem einfachen Namen „Filmische Objekte“. Dahinter verbirgt sich die Idee für ein Lexikon über typische Objekte, die im Film auftauchen. Gemeinsam mit anderen Bloggern möchte sie jeden Monat einen neuen Beitrag dazu verfassen. Der erste Artikel beschäftigt sich mit dem „Umhang“. Lest mal rein: adoringaudience.de

Jörg Gottschling

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
Jörg Gottschling

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