Filmrolle #7: Schrott Awards, Filmsuche, Trailer-Dilemma & LA LA LAND-Bashing

Februar 2017 – Der monatliche Blogroll auf dem Filmaffen

Die Berlinale macht die Bloggerwelt verrückt. Zugegeben, wir haben davon nicht allzu viel mitbekommen. Dafür umso mehr von der Oscar-Vorberichterstattung. In der heutigen Nacht auf Montag wird der Goldjunge wieder verliehen und es scheint so, dass die gesamte Filmwelt wegen zwei Filmen bereits völlig aus den Häuschen ist. Der eine heißt MOONLIGHT und der andere singt sich LA LA LAND. Letzterer hat in dieser Filmrolle gleich einen doppelten Part. Es sind zwei Auseinandersetzungen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Seid gepannt.

Außerdem hat kino-zeit.de in seiner B-Roll die Erwartungshaltung bei Filmtrailern analysiert und die Jungs von Filmexe suchen einen Film. Filmschrott veranstaltet hingegen bereits zum dritten Mal in Folge seine Oscar-Gegenshow „Schrott Awards“.

Aber wie immer alles der Reihe nach:

Schrott Awards 2017

von filmschrortt
Die perfekte Einstimmung für diese Nacht und gleichzeitig das ideale Gegenmodell für alle Oscar-Muffel. Es ist eine herrlich-anarchische Show in Textform mit köstlichen Dialogen. Schade und vielleicht sogar sehr gut, dass der Grafiker keinen Bock hatte, das Ganze visuell zu untermalen. Denn das Kopfkino baut aus den Wörtern eine Show, die an Unterhaltungsfaktor kaum zu überbieten ist. Vorhang auf für die Schrott Awards 2017: filmschrott.wordpress.com

Der Film zum Trailer

von B-Roll
Andreas Köhnemann analysiert in seinem Beitrag „Der Trailer zum Film: Eine Enttäuschung“ das Problem, was der Trailer für Erwartungen weckt und was am Ende im Film daraus gemacht wird. Und seien wir ehrlich, tatsächlich hinkt hier einiges, wurde wir doch alle mehr als einmal vom Film enttäuscht, nachdem wir den Trailer dazu gesehen haben.
Der Aufhänger ist PASSENGERS, in dem Jennifer Lawrence und Chris Pratt in einem Raumschiff durch Weltall tuckern. Der Film bekommt während der Ausführungen mehr als nur ein Rüffel. Es bleibt aber nicht dabei. Vielmehr geht es darum, wie vermarktet wird und gleichzeitig sogar die Potentiale des Films komplett auf wenige, populäre Aspekte reduziert werden. Andersherum sogar banaler Käse durch angebliche Tiefe ein zwei Minuten dreißig langes Podest gehievt werden. Lest mal rein: kino-zeit.de

Filmexe…sucht Film

von Filmexe
Auch das ist ein bekanntes Problem: Es liegt auf der Zunge, aber man kommt einfach nicht drauf. Welcher verdammte Film war das nochmal. Lange hat man ihn nicht mehr gesehen, aber in der Kindheit war der Film ein prägendes Ereignis. So ähnlich geht es gerade auch John, der wohl einen Western aus den 1970er oder 1980ern sucht. Viel weiß er nicht mehr, aber vielleicht könnt ihr ihm ja helfen? Hier geht’s zur Filmsuche: filmexe.de

5 Gründe LA LA LAND zu haten

von Filmexe
Ja, das ist ungewöhnlich, aber diesmal kommt ein Blog in der Filmrolle sogar doppelt vor. Aber bei all dem Lob für diesen Film, setzt sich der Text schon vom Titel her absolut von der Masse ab. Genau fünf prägnanten Punkten wird LA LA LAND zerrissen. Zugegeben: Dieser Text schreit nach Aufmerksamkeit und kommt sehr kalkuliert provozierend daher. Und ehrlich gesagt, bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob alles, was darin steht, auch wirklich so gemeint ist. Aber der Text bietet nicht nur ein schöne Diskussionsgrundlage für die Blogosphäre, sondern auch eine tolle Überleitung zum nächsten Beitrag. Hier mal fünf Punkte: filmexe.de

Eine gesungene LA LA LAND-Kritik

auf Filmtipp
Keine Frage, sondern großer Respekt. Michael Scharsig, der sich in den letzten Monaten mit seinem tollen Filmblog „Der Filmtipp“ etwas rar gemacht hat, haut aus dem nichts eine Filmkritik zu LA LA LAND raus, die definitiv das Highlight in der gesamten deutschsprachigen Filmblogosphäre für den Februar 2017 darstellt: So begnügt er sich nicht mit einer simplen Kritik in Wort und Schrift, sondern fusioniert seine Sprache mit dem Geist des Films. Kurzum: Er singt seine Kritik einfach vor. Und dass auf den Soundtrack von LA LA LAND. Eine fantastische Idee, die nicht nur gut klingt, sondern auch inhaltlich Hand und Fuß hat. Unbedingt reinhören:

Jörg Gottschling

Jörg Gottschling

Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
Jörg Gottschling

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