Die OSCARS 2018 – Alle Gewinner im Überblick

Die großen Gewinner: SHAPE OF WATER & DUNKIRK

Die 90. Oscar-Nacht ist zu ende und die Gewinner der Oscars 2018 stehen fest. Die meisten Goldjungen wurden an THE SHAPE OF WATER und Christopher Nolans DUNKIRK verliehen. Gastgeber war Comedian Jimmy Kimmel, der solide-komisch durch den Abend führte.

Nostalgisch begann es in schwarz-weiß: Im Stil der 40er Jahre werden einige Nominierte vorgestellt. Danach holt uns Jimmy Kimmel in die Gegenwart und setzt gleich zu Beginn ein Statement: er greift die Ungleichheit von Männern und Frauen in der Filmbranche auf, gibt einen Seitenhieb auf den Weinstein-Skandal, feiert die #Metoo-Bewegung und weist darauf hin, dass diese Oscars alles anders machen. Vielmehr noch, würde einmal mehr Geschichte geschrieben werden: So viele afroamerikanische Nominierte wie noch nie, die erste Frau für die „Beste Kamera“ (Rachel Morrison für MUDBOUND) nominiert und seit vielen Jahren auch wieder eine Frau für die „Beste Regie“ (Schauspielerin Greta Gerwig für Post to Post Links II error: No post found with slug "kinostart-lady-bird-2018").

Es war eine politische Preisverleihung ohne viel Glamour. Die Themen „Ungleichheit“ und „Minderheiten“ zogen sich wie ein roter Faden durch den Abend. Immer wieder nutzen Laudatoren und Gewinner die Bühne als Plattform für ihr soziales Anliegen. Das ist gleichermaßen wichtig, wie es diesmal auch etwas over the top war. Es war offensichtlich, dass die Academy ein dickes Ausrufezeichen setzen wollte.

Natürlich gab es auch Momente der Auflockerung. Ohnehin war die Stimmung bei den Oscars 2018 sehr gut. Es lag eine Wolke aus Selbstironie über allem. Jedoch ohne, dass es albern wurde: Stellt euch vor, ihr sitzt im Kino und Mark Hamill bringt euch Gummibärchen – das ist so passiert bei den diesjährigen Oscars. Denn Host Jimmy Kimmel nahm ein paar Stars mit (u.a. Lupita Nyong’o, Guillermo del Toro, Armie Hammer) und unterbrach eine Sneak Preview in einem benachbarten Kinosaal. Ein kleiner Spaß zwischendurch, der dem Zuschauer zeigen sollte, wie dankbar die Filmbranche denjenigen ist, die immer noch ins Kino gehen, um sich dort die neusten Produktionen anzuschauen.

Bei den Oscars 2018 gab es keinen Film, der außerordentlich abräumte. Die großen Gewinner waren SHAPE OF WATER (Bester Film, Beste Regie, Bester Soundtrack, Bestes Szenenbild), DUNKIRK (Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bester Schnitt). Jeweils über zwei Oscars durften sich unter anderen BLADE RUNNER 2049, DARKEST HOUR und der Animationsfilm COCO freuen. Etwas zu kurz kamen hingegen DER SEIDENE FADEN und CALL ME BY YOUR NAME. Besonders erfreulich und überaus ungewöhnlich ist die Auszeichnung „Bestes Drehbuch“ für den Horrorthriller GET OUT. Wo doch Horrorfilme eher selten für innovative Geschichten bekannt sind.

Keine Überraschung, sondern mehr als verdient gewinnen Allison Janney (“Beste Nebendarstellerin in I, TONYA) und Frances McDormand ( “Beste Hauptdarstellerin” in THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI). Auch McDormands Filmpartner Sam Rockwell durfte sich für die Auszeichnung als “bester Nebendarsteller” freuen. Emotional war die Rede von Gary Oldman, der den Award als “Bester Hauptdarsteller” entgegennahm. Ein Novum gab es auch. Denn der erste Oscar für eine Netflix-Produktion wurde verliehen: Der Dokumentarfilm ICARUS gewann in seiner Kategorie. Netflix MUDBOUND (insgesamt vier Mal nominiert, zwei mal davon Mary J. Blige) ging leer aus.

Die Oscars enden selbstironisch: Wie letztes Jahr durften auch diesmal Faye Dunnaway und Warren Beatty als Laudatoren den Oscar für den „Besten Film“ präsentieren – dieses Malzum Glück ohne Probleme. Am Ende freute sich SHAPE OF WATER über insgesamt vier Oscars.

Und nun ohne weitere Umschweife zu den Gewinnern…

 

And the Oscar goes to:

(die fett-gedruckten haben gewonnen)

Bester Film:

CALL ME BY YOUR NAME
DARKEST HOUR
DUNKIRK
GET OUT
LADY BIRD
DER SEIDENE FADEN
DIE VERLEGERIN
SHAPE OF WATER
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

Bester fremdsprachiger Film:

EINE FANTASTISCHE FRAU (Chile)
THE INSULT (Libanon)
KÖRPER UND SEELE (Ungarn)
NELYUBOV (Russland)
THE SQUARE (Schweden)

Bester Kurzfilm:

DEKALB ELEMENTARY
THE ELEVEN O’CLOCK
MY NEPHEW EMMETT
THE SILENT CHILD
WATU WOTE – ALL OF US


Bester Hauptdarsteller:

Timothée Chalamet für CALL ME BY YOUR NAME
Daniel Day-Lewis für DER SEIDENE FADEN
Daniel Kaluuya für GET OUT
Gary Oldman für DARKEST HOUR
Denzel Washington fürROMAN J. ISRAEL, ESQ.

Beste Hauptdarstellerin:

Sally Hawkins für SHAPE OF WATER
Frances McDormand für THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI
Margot Robbie für I, TONYA
Saoirse Ronan für LADY BIRD
Meryl Streep für DIE VERLEGERIN

Bester Nebendarsteller:

Willem Dafoe für THE FLORIDA PROJECT
Woody Harrelson für THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI
Richard Jenkins für THE SHAPE OF WATER
Christopher Plummer für ALLES GELD DER WELT
Sam Rockwell für THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

Beste Nebendarstellerin:

Mary J. Blige für MUDBOUND
Allison Janney für I, TONYA
Lesley Manville für DER SEIDENE FADEN
Laurie Metcalf für LADY BIRD
Octavia Spencer für THE SHAPE OF WATER


Beste Regie:

Christopher Nolan für DUNKIRK
Jordan Peele für GET OUT
Greta Gerwig für LADY BIRD
Paul Thomas Anderson für DER SEIDENE FADEN
Guillermo del Toro für THE SHAPE OF WATER

Bestes Drehbuch:

THE BIG SICK von Emily V. Gordon und Kumail Nanjiani
GET OUT von Jordan Peele
LADY BIRD von Greta Gerwig
THE SHAPE OF WATER von Guillermo del Toro und Vanessa Taylor
THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI von Martin McDonagh

Bestes adaptiertes Drehbuch:

CALL ME BY YOUR NAME von James Ivory
THE DISASTER ARTIST von Scott Neustadter und Michael H. Weber
LOGAN – THE WOLVERINE von Scott Frank, James Mangold und Michael Green
MOLLY’S GAME von Aaron Sorkin
MUDBOUND von Virgil Williams und Dee Rees


Beste Kamera:

Roger Deakins für BLADE RUNNER 2049
Bruno Delbonnel für DARKEST HOUR
Hoyte van Hoytema für DUNKIRK
Rachel Morrison für MUDBOUND
Dan Laustsen für SHAPE OF WATER

Bester Schnitt:

Paul Machliss und Jonathan Amos für BABY DRIVER
Lee Smith für DUNKIRK
Tatiana S. Riegel für I, TONYA
Sidney Wolinsky für SHAPE OF WATER
Jon Gregory für THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

Bestes Szenenbild:

Sarah Greenwood und Katie Spencer für DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
Dennis Gassner und Alessandra Querzola für BLADE RUNNER 2049
Sarah Greenwood und Katie Spencer für DARKEST HOUR
Nathan Crowley und Gary Fettis für DUNKIRK
Paul Denjam Austerberry, Shane Vieau und Jeff Melvin für SHAPE OF WATER

Beste Visuelle Effekte:

John Nelson, Gerd Nefzer , Paul Lambert und Richard R. Hoover für BLADE RUNNER 2049
Christopher Townsend, Guy Williams, Jonathan Fawkner und Dan Sudick für GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2
Stephen Rosenbaum, Jeff White, Scott Benza und Mike Meinardus für KONG SKULL ISLAND
Ben Morris, Mike Mulholland, Neal Scanland und Chris Corbould für STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI
Joe Letteri, Daniel Barrett, Dan Lemmon und Joel Whist für PLANET DER AFFEN: SURVIVAL


Bestes Kostümdesign:

Jacqueline Durran für DIE SCHÖNE UND DAS BIEST
Jacqueline Durran für DARKEST HOUR
Mark Bridges für DER SEIDENE FADEN
Luis Sequeira für SHAPE OF WATER
Consolata Boyle für VICTORIA & ABDUL

Bestes Make-Up:

Kazuhiro Tsuji, David Malinowski und Lucy Sibbick für DARKEST HOUR
Daniel Phillips und Lou Sheppard für VICTORIA & ABDUL
Arjen Tuiten für WUNDER


Beste Filmmusik:

Hans Zimmer für DUNKIRK
Jonny Greenwood für DER SEIDENE FADEN
Alexandre Desplat für SHAPE OF WATER
John Williams für STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI
Carter Burwell für THREE BILLBOARDS OUTSIDE EBBING, MISSOURI

Bester Song:

Remember Me“ aus COCO – LEBENDINGER ALS DAS LEBEN
„Mystery of Love“ aus CALL ME BY YOUR NAME
„This is Me“ aus GREATEST SHOWMAN
„Mighty River“ aus MUDBOUND
„Stand Up for Something“ aus MARSHALL

Bester Ton:

Julian Slater, Tim Cavagin und Mary H. Ellis für BABY DRIVER
Ron Bartlett, Doug Hemphill und Mac Ruth für BLADE RUNNER 2049
Mark Weingarten, Gregg Landaker und Gary A. Rizzo für DUNKIRK
Christian Cooke, Brad Zoern und Glen Bauthier für SHAPE OF WATER
David Parker, Michael Semanick, Ren Klyce und Stuart Wilson für STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI

Bester Tonschnitt:

Julian Slater für BABY DRIVER
Mark A Mangini und Theo Green für BLADE RUNNER 2049
Richard King und Alex Gibson für DUNKIRK
Nathan Robitaille und Nelson Ferreira für SHAPE OF WATER
Matthew Wood und Ren Klyce für STAR WARS: DIE LETZTEN JEDI


Bester Animationsfilm:

THE BOSS BABY
THE BREADWINNER
COCO – LEBENDINGER ALS DAS LEBEN
FERDINAND – GEHT STIERISCH AB!
LOVING VINCENT

Bester Animationskurzfilm:

DEAR BASKETBALL
GARDEN PARTY
NEGATIVE SPACE
REVOLTING RHYMES
LOU


Bester Dokumentarfilm:

ABACUS: SMALL ENOUGH TO JAIL
FACES PLACES (dt.: AUGENBLICKE – GESICHTER EINER REISE)
ICARUS
LAST MEN IN ALEPPO
STRONG ISLAND

Bester Dokumentarkurzfilm:

EDITH + EDDIE
HEAVEN IS A TRAFFIC JAM ON THE 405
HEROIN(E)
KNIFE SKILLS
TRAFFIC STOP

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