DIE GARDE DER LÖWEN – DAS GEBRÜLL IST ZURÜCK (2015)

Pilotfilm zur neuen KÖNIG DER LÖWEN-Serie

In Disney neuster Serie DIE GARDE DER LÖWEN wird die Geschichte von DER KÖNIG DER LÖWEN, des wohl erfolgreichsten Disneyfilms, in Serienformat weitererzählt. Im Vordergrund steht Simbas Sohn Kion, der zusammen mit seinem tierischen Freunde-Mix zum neuen Beschützer des geweihten Landes wird. Der Pilotfilm ist ab heute im Handel erhältlich. Ich hab ihn mir mal angesehen und erzähle euch, welche Potentiale in der neuen Geschichte stecken.

INHALT:
Kion, der Sohn von König Simba, hat eigentlich nur Spiel und Spaß im Sinn. Gemeinsam mit seinen Freunden durchstreift er das geweihte Land und lebt ein sorgloses Leben. Das ändert sich jedoch, als sich eines Tages eine Gabe bei ihm offenbart: Er besitzt das mächtige Gebrüll der Löwen – ein lautes Gebrüll, bei dem er nicht nur seine Stimme, sondern die Stimme aller seiner Vorfahren nutzen kann, um dem Bösen Einhalt zu gebieten. Damit hat er sich als würdig bewiesen, um eine alte Gemeinschaft, die einst von seinen Großonkel, dem fiesen Scar angeführt wurde, wieder neu aufzustellen: Die Garde der Löwen.

In ihr vereinen sich der Stärkste, der Schnellste, der Mutigste, der Scharfäugigste und der Mächtigste des geweihten Landes, um dessen Bewohner zu beschützen. Diese müssen jedoch erst einmal gefunden werden. Aber Kion weiß schon, bei wem er mit der Besetzung seiner Garde beginnt – bei seinem besten Freund, dem mutigen Honigdachs Banga.

Und die Garde des Löwen ist auch bitter nötig, denn die Hyänen dringen auf der Suche nach Nahrung bereits unbehelligt ins Land ein. Nur die neuen Beschützer können sie jetzt noch aufhalten…

FAZIT:
DIE GARDE DES LÖWEN – DAS GEBRÜLL IST ZURÜCK stellt den 43 Minuten lange Pilotfilm zur Serie dar, die seit kurzem jedem Samstag und Sonntag im Disney Channel zu sehen ist. Die Serie ist in ihrer Form keine Unbekannte und folgt einer Tradition von Disney-Serien, die auf große Spielfilme beruhen. So wurden beispielsweise schon mit DIE DSCHUNGELBUCH-KIDS, der grandiosen AALADIN-Serie, KUSCO’S KÖNIGSKLASSE oder der TARZAN-Serie erfolgreiche Kinoproduktion in Form einer Serie weitergeführt oder mit Vorgeschichten unterfüttert. Zu einer der Beliebtesten gehört wohl TIMON UND PUMBAA, die ebenfalls ein Spin-Off aus DER KÖNIG DER LÖWEN ist. Grund genug, daran anzusetzen und zurück zur Ursprungsgeschichte zu kommen: Den Löwen auf dem Königsfelsen.

Natürlich dürfen dabei alte Bekannte nicht fehlen: Neben Simba und seiner Frau Nala, treffen wir auch wieder auf Kiara, die mit KÖNIG DER LÖWEN 2 ihre eigene Geschichte bekam. Und auch der weise Affe Rafiki, der Königsberater Zazu und das dynamische Duo Timon und Pumbaa sind hin und wieder in den Folgen zu sehen. Im Vordergrund stehen jedoch ganz neue Figuren, eben jene Garde des Löwen angeführt von Kion.

Diese Figuren, so neu sie auch sind, machen wirklich Spaß. Die bunt zusammengewürfelte Garde ist ein chaotischer Haufen von Freunden, die ungleicher nicht sein könnten. Neben Löwenjunges Kino stehen der mutiger Honigdachs Banga, die pfeilschnelle Leopardin Fuli, das bärenstarke Nilpferd Beshti sowie Ono, ein kleiner Vogel mit Adleraugen. Alle haben im Laufe der Serie ihre Geschichte zu erzählen und als Jungtiere eigentlich auch noch ihren Platz auf der Welt zu finden. Zusammen bilden sie nicht nur ein seltsamer Freundeskreis, der tatsächlich an die DSCHUNGELBUCH-KIDS erinnert, sondern sie müssen sich der Herausforderung stellen, nun als Beschützer schnell erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen.

Diese tierische Mischung der Löwengarde ist obendrein ein schönes Statement für eine Serie. Es besagt, dass eben jedes Tier zum Helden werden kann – und nicht nur der starke Löwe. Hierin zeigt sich wieder eine der Stärke von Disney-Serien. Denn es werden die richtigen Werte vermittelt und dank der unterschiedlichen Charaktere, die alle noch selbst Kinder sind, mit ihren individuellen Problemen auch die Frage und Unsicherheit angesprochen, mit denen der junge Zuschauer auch gerade konfrontiert wird – in dieser ersten Geschichte sind es vor allem die neuen Herausforderungen in Kions Leben. DIE GARDE DER LÖWEN ist also eine wertvolle Fabel mit hohem Unterhaltungsfaktor.

Zeichnerisch hätte man sich hingegen bei DIE GARDE DER LÖWEN definitiv mehr gewünscht. Die Konturen sind zu einfach, die Optik im ganzen etwas zu rein, zu detailarm. Wahrscheinlich setzt man hier auf eben jenen Zeichentrend, der genau jene einfach Optik als hip und modern definiert und auch in anderen Disney-Serien, wie etwa DIE 7Z (über die sieben Zwerge) zu finden ist. Vergleicht man die Serie jedoch mit den anderen drei Filmen und der TIMON UND PUMBAA-Serie, könnte der Zuschauer schnell der Meinung verfallen, man habe sich nur wenig Mühe gegeben. Sehr schade, denn gerade DER KÖNIG DER LÖWEN wurde für seine feinen Details gelobt, die einen Großteil der Atmosphäre des Films ausmachten. Vielleicht wäre auch bei DIE GARDE DER LÖWEN eine optische Angleichung an den Rest der Reihe schön gewesen?

Bei der Musik wurde dagegen alles richtig gemacht. Sie lässt die Hüften schwingen: Die afrikanischen Rhythmen gepaart mit amerikanischer Popmusik laden zum Tanzen ein. Dabei wurden im Pilotfilm noch gar nicht alle eigens für die Serie neu komponierten Lieder, die man auf dem ebenfalls im Handel erhältlichen Soundtrack zu DIE GARDE DER LÖWEN finden kann, verwendet. Man darf sich also auch in den weiteren Folgen auf neue Songs freuen – das ist heutzutage doch eher selten bei solchen Produktionen zu finden.

Alles in allem ist der Pilotfilm zu DIE GARDE DER LÖWEN – DAS GEBRÜLL IST ZURÜCK ein unterhaltsamer Kurzfilm geworden, der einen wieder zurück in die magische Steppe entführt und Lust auf den Rest der Serie macht. Ab dem dem 27.10.2016 ist der Film auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

von Jörg Gottschling

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Diney 2016

© Disney

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Jörg Gottschling

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
Jörg Gottschling

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