Buchkritik: W2027 – WORLD OF TOMORROW

INHALT:
In W2027 – WORLD OF TOMORROW befinden wir uns in einer Welt, die von Außerirdischen kontrolliert wird. Das gefällt vielen Menschen allerdings nicht und so herrscht Krieg. Die junge Frau Kassandra steht zunächst eindeutig auf der Seite des Widerstandes, jedoch bekommt sie die Möglichkeit auch die andere Seite kennen zu lernen. Bald findet sie sich zwischen den Stühlen wieder und muss sich fragen, wo ihr Platz eigentlich ist.

FAZIT:

Florian Wentsch trifft mit seinem Debütroman den Nerv der Zeit. Spätestens seit THE HUNGER GAMES ist das Dystopie-Genre wieder sehr beliebt. Nicht das es neu wäre; wer gerne noch mehr solcher Romane lesen möchte, muss nur einmal nach Geschichten von George Orwell, Aldous Huxley oder Margaret Atwood suchen.

Im Prolog des Buches wird knapp zusammengefasst, in welcher Welt sich der Leser nun befindet. Außerirdische sind in der Lage, die Körper von Verstorbenen zu übernehmen. Sie kommen als sogenannte WARDEN auf die Erde und wollen neue Gesetze bringen, „bevor sich die Menschen nicht nur zu einer Gefahr für sich selbst, sondern das ganze Universum entwickeln würden.“ Das bedeutet unter anderem, eine gerechte Umverteilung aller Güter auf alle Menschen, um Kriege und Konflikte zu vermeiden.
Beim Lesen des Prologs konnte ich die Seite der Außerirdischen sehr gut nachvollziehen. Die Menschen sind so begierig auf Geld und Macht, dass sie damit so viel Schaden anrichten. Warum sie also nicht zu Frieden und Gerechtigkeit zwingen? Es gibt jedoch viele Widerständler und zu diesen gehört auch die Protagonistin Kassandra.

Kassandra kämpft für die Freiheit, um ihr Leben, die Liebe und Gerechtigkeit. Der Charakter von Kassandra ist voller Facetten mit der nötigen Wandlung im Verlauf der Geschichte. Auch die männlichen Protagonisten bieten Tiefe und Überraschungen. Was ich sehr interessant fand, war, dass ausgerechnet Kassandras Vater, der nicht aktiv an der Handlung teilnimmt, derjenige war, der mir als Leser noch eine weitere Betrachtungsweise geliefert hat. Nämlich, dass die aufgezwungenen Regeln nicht nur Vorteile haben.

Gerade in der jetzigen Zeit, in der Millionen von Menschen auf der Flucht sind, weil einzelne Gruppen meinen, sie müssten im Namen von Religion Leid bringen, muss man sich zwangsläufig hin und wieder die Frage stellen, ob eine Welt ohne Religion und einer Regierung, die nicht nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht ist, nicht eine bessere Welt wäre.

Die Geschichte um Kassandra und ihre Verbündeten ist spannend und kurzweilig, sie zieht den Leser schnell in ihren Bann. Lediglich an der Sprache merkt man, dass es sich hier um ein Debüt handelt. Hier fehlt Wentsch noch ein bisschen die Erfahrung mit Belletristik, ein guter Lektor kann das jedoch bei seinem nächsten Roman bestimmt verbessern. Was ich mir außerdem noch gewünscht hätte, wäre etwas mehr Details über die Charaktere. Was geht in ihnen vor? Was spielt sich in den Köpfen der Nebencharaktere ab?

W2027 – WORLD OF TOMORROW, ein absolut lesenswertes Buch. Ab dem 14.09.2015 ist der Roman als Taschenbuch im Handel erhältlich.

von Sarah Binder

Bewertung:

Quelle: Pressematerial Autor/ CreateSpace Independent Publishing Platform

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