DIE EISKÖNIGIN: VÖLLIG UNVERFROREN (2013)

Eiskalt ins Herz

Nun ist es amtlich: Disney hat sich mal wieder selber übertroffen! Denn seit dieser Woche ist Disneys DIE EISKÖNIGIN der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeit und verdrängt damit TOY STORY 3 vom Thron. Dieses Stück Filmgeschichte findet nun auch den Einzug ins heimische Kinozimmer.

INHALT:
Als Kinder gingen Sie durch dick und dünn, doch ein Unfall sorgte für ein jähes Ende der unbeschwerten Kindheit der Königstochter Anna und Elsa. Die Türen und Tore des Schloßes wurden für die Außenwelt verschlossen, denn Elsa birgt ein verborgenes Geheimnis. Sie kann mit den Händen Eis entstehen lassen, diese Gabe jedoch nicht kontrollieren. Ihre kleine Schwester Anna, der Erinnerung beraubt, ahnt davon nichts.

Die Jahre vergehen, die Eltern kommen bei einem Sturm um und die Schwester entfernen sich immer weiter von einander. Als die Krönung von Elsa ansteht, tritt ihr dunkles Geheimnis nach einen heftigen Streit zu Tage und das Land versinkt in Schnee und Eis…

FAZIT:
Endlich wieder ein märchenhafter Disney-Film mit epischer Tragweite, ohne zu viel Klamauk dafür aber mit liebevoll animierten Figuren. Zwei Schwestern im Herzen vereint, entzweit durch eine eiskalte Gabe – DIE ESIKÖNIGN ist ein altes Märchen von Hans Christian Andersen verpackt in ein urig-disneytastisches Gewand. Die große Filmschmiede hat hier tatsächlich wieder, nach Jahren voller sprechender Autos und viel zu kurzweiligen Tiergeschichten, bewiesen, dass sie auch im Computerzeitalter zurück zu ihren Wurzeln finden und dennoch frisch und modern wirken können.

Schon RAPUNZEL – NEU VERFÖHNT ging in die richtige Richtung, wollte mit zeit-geistlichen Anspielungen jedoch viel zu hip sein. Das passte einfach nicht in die Fantasiewelt hinein. DIE EISKÖNIGIN macht das anders und bleibt in ihren Grenzen – zur Freude des Publikums.

Die Charaktere werden nicht in die Story hineingeworfen, sondern vorbildlich und langsam eingeführt. Jeder bekommt seine eigene Geschichte. Zwar wirkt der Schneemann Olaf (Hape Kerkeling), der den Sommer liebt, arg konstruiert in seiner Story, ohne ihn würde jedoch ein wichtiges Moment in DIE EISKÖNIGIN fehlen.

Was jedoch am besten passt: Die Mischung aus Dialog und Musik. Und es gibt endlich wieder einen richtigen Hit der hängenbleibt. Rekordverdächtig oft parodiert und gecovert und nebenbei auch noch Oscar-prämiert, ist „Let it go“ die Hymne für eine neue Generation an Animationsfilme.

Zusätzlich zum 102 Minuten langen Hauptfilm gibt es noch jede Menge Extras zur Produktion des Films, das Musikvideo zum Lied „Let it go“, sowie den Kurzfilm GET A HORSE oben auf die Scheibe drauf. Gerade letzteres lohnt sich in jedem Fall, ist er doch eine Hommage an die ersten Schritte von Mickey Maus und seinen Freunden.

Unglaublich gut erzählt, zieht DIE EISKÖNIGIN den Zuschauer mit in eine zauberhafte Welt, die gar nicht so weit von uns deutschen entfernt zu sein scheint – Ein eiskalter Spaß für die ganze Familie. Seit gestern (03.04.2014) ist DIE EISKÖNIGIN auf DVD und Blu-Ray im Handel erhältlich.

 Von Jörg Gottschling

Bewertung:

© Disney 2014

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Moin! Ich bin der Filmaffe. Und der Blog ist meine Schuld. Als Filmjunkie, Digital Native & Medienprimat ist mein natürlich Habitus der Bildschirm und alles, was sich darin befindet.
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