BACK FOR GOOD (2018)

Kinostart: 31.05.2018 | Regie: Mia Spengler

Kurzinhalt:
Reality-TV-Sternchen Angie kommt frisch aus dem Drogenentzug. Eigentlich sollte das Ganze nur eine PR-Aktion sein, mit der sie sich einen Platz im nächsten Dschungelcamp sichern wollte. Doch die Konkurrenz ist hart in einer Welt in der Aufmerksamkeit als Währung gilt. Inzwischen hat sich auch noch ihr Freund und Manager von ihr getrennt und keiner ihrer sogenannten Freunde ist bereit sie aufzunehmen.

Daher muss Angie zurück zu ihrer Mutter Monika in ihr Heimatkaff ziehen. Ähnlich schwer hat es Angies pubertierende Schwester Kiki: Wegen ihrer Epilepsieerkrankung besteht Monika darauf, dass sie einen Schutzhelm trägt. Dieser isoliert sie auch effektiv von allen anderen Jugendlichen in ihrem Umfeld. Da bleibt nur das Internet, um nicht als ewiger Außenseiter zu enden. Mit einem dilettantischen Tanzvideo versucht sie sich der Youtube-Community vorzustellen. Doch statt des erhofften Zuspruchs machen ihr ein paar Cybermobber von nun an das Leben zur Hölle. Dabei will Kiki doch einfach nur dazu gehören. Ein Gefühl, das Angie sehr gut kennt. Als sie die Luftmatratze neben Kikis Bett bezieht, ist sie für ihre kleine Schwester wie ein Engel mit Silikonbrüsten, der perfekte Ratgeber, wenn es darum geht, sich aus der sozialen Isolation zu befreien.

BACK FOR GOOD ist ein komisch-kritischer Seitenhieb gegen unsere Medienlandschaft: „Gina Lisa Lohfink, Daniela Katzenberger oder das britische Boxenluder Katie Price waren dabei wichtige Vorbilder. Je mehr ich mich mit ihren Biographien und ihrem Auftritt in der Öffentlichkeit beschäftigte, umso mehr zog mich das Thema in den Bann. In grellen Farben illustrieren diese Frauen den Komplex des „Nicht-Genug-Seins“ des „Nicht-Ausreichens“. Es ist nie genug Make-up, die Brüste sind nie groß genug, die Absätze nie hoch genug. Es ist ein derart verzweifelter Kampf nach Anerkennung und Liebe, der dann in Reality-TV-Formaten endet, die darauf basieren, dass die Teilnehmer ihr Recht auf Empathie und Menschlichkeit an der Pforte abgeben. Eine seltsame Form von Unterhaltung. Doch andererseits so repräsentativ für unsere Zeit und unsere Gesellschaft, in der es in erster Linie um Aufmerksamkeit und nicht um Inhalte geht. Angie wuchs mir mehr und mehr ans Herz, als ich verstand, dass ich, wie die meisten Frauen, viele ihrer Komplexe teile und dass meine anfängliche Abneigung der Figur gegenüber daher rührte, das nicht wahrhaben zu wollen.“, so die Regisseurin über ihre Stoffentwicklung zum Film. Gleichzeitig ist die Komödie von Mia Spengler auch ein Porträt dreier Frauen, die familiär verbunden sind und trotz ihrer Generationsunterschiede alle auf der Such nach Liebe und Bestätigung sind.

Quelle: Pressematerial NFP marketing & distribution

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