In eigener Sache: Neue Entwicklungen beim Filmaffen

Ja, normalerweise wende ich mich selten direkt an unsere Leser, um nicht über Filme, sondern über den Filmblog zu sprechen. Meist ist dies gegen Ende des Jahres mit einem Feedback der Fall. Nun steht jedoch eine kleine Zäsur beim Filmaffen an. Die Arbeitswelt ruft immer lauter und viele von uns haben nicht mehr so viel Zeit. Doch keine Sorge: Der Filmaffe wird weiterleben. Nur an der einen oder anderen Stelle in abgespeckter Form.

 

Fünf Jahre, über 2000 Beiträge

In den fünfeinhalb Jahren, in denen dieser Filmblog schon existiert, hat sich viel getan. Von ein paar Beiträgen im Monat ist der Blog zu einem Portal geworden, das täglich gehegt und gepflegt wurde. Neue Filme, neue Trailer, aktuelle News und Filmkritiken…und darüber hinaus sogar Infos zu Serien und Streamingdiensten sowie einer Menge an Sprüngen über den Tellerrand hinaus. Dabei wuchs das Team immer weiter (und soll sogar noch weiter wachsen!). Doch das alles möchte erarbeitet, organisiert und veröffentlicht werden. Das frisst sehr viel Zeit, die ich bisher gerne geopfert habe.

 

Aufbruch zu neuen Ufern

Doch nun steht ein Umzug an und damit auch ein neuer Job. Ich habe bald nicht mehr die Energie für alles. Außerdem bin ich davon überzeugt, dass die alten Routinen, die maßgeblich aus dem „Trailer Park“ und einer unendlichen Zahl von „Kinostart-Meldungen“ bestanden, nicht die Qualität hervorbringen, zu der wir vom Filmaffen in der Lage sind. Deswegen wird viel verschlankt und sich auf das Wesentliche konzentriert.

 

Der Filmaffe nimmt ab

Schon seit Anfang diesen Jahres gibt es nicht mehr jeden Samstag einen neuen Kurzfilm. Das war bereits eine Maßnahme, die wir unbemerkt umgesetzt haben. Auch der „Newsticker“ ist kürzer geworden und wird sehr unregelmäßig veröffentlicht.

Ab September werden wir nun die Anzahl der Kinostart-Meldungen, bei denen wir täglich einen neuen Film kurz vorstellen, deutlich reduzieren. Der Service, dass ihr (beinahe) alle Filme, die im Kino starten, auch bei uns finden könnt, wird also so nicht mehr gegeben sein. Hier sagt schon die Statistik, dass sich die Mühe nicht wirklich lohnt. Wir werden also nur noch ausgewählte Filme als eine Art „Empfehlung“ vorstellen. Der „Trailer Park“, der kaum Resonanz erfahren hat, wird hingegen komplett eingestellt.

 

Qualität statt Quantität

Unser Plan ist einfach: Wir brauchen mehr Luft zum Leben und für Kreativität. Und so wollen wir die gewonnene Zeit dafür nutzen, dass wir mehr Kritiken schreiben und uns bestimmten Themen, die uns in Verbindung mit dem bewegten Film beschäftigen, widmen können. Es werden daher auch einige Bereiche ausgebaut: Wir reden mehr über Serien, die Veröffentlichungsrate der Beiträge auf „Affentheater – Der Blog im Blog“ wird erhöht und wir blicken noch intensiver auf die Streamingdienste (Netflix, Amazon Video & Co.). Außerdem haben wir uns vorgenommen, den „News“-Bereich aktueller zu gestalten. Auch hier haben wir mit Beginn diesen Jahres einige Änderungen vorgenommen, indem wir nun mehrere kleine News statt einem großen Newsticker veröffentlicht haben.

Ihr seht also. Wir sind nicht weg und auch wenn bald nicht mehr jeden Tag etwas bei uns passiert, lohnt es sich in Zukunft umso mehr in neue Beiträge von uns rein zu lesen.

 

Kleine Schlussbemerkung

Zu guter Letzt möchten ich euch noch sagen, dass ich mir (zumindest) vorgenommen habe, dass ich mich in dieser Form nun auch häufiger bei euch melden möchte. Denn ohne unsere Leser wäre der Filmaffe nur irgendeine Website im Internet, auf der eine Filmbegeisterte Affenbande ihre Meinung abspeichert. Dabei lebt jeder Filmbesprechung immer vom Diskurs. Sprich: Auch eure Meinung ist und bleibt uns wichtig!

Schwarz auf Weiß #25: FRANCES HA (2012)

Heute Abend schau ich mir LADY BIRD an. Ich freu mich schon lange auf den Film mit Saoirse Ronan. Grund genug mal einen Blick auf die Regisseurin Greta Gerwig zu werfen, denn durch einen glücklichen Zufall war sie bereits Teil eines schwarz-weiß Films. Für FRANCES HA übernahm sie 2013 die Hauptrolle und schrieb zusammen mit Regisseur Noah Baumbach das Drehbuch. Schwarz auf Weiß #25: FRANCES HA (2012)Weiterlesen

Schwarz auf weiß #24: ED WOOD

Diesen Monat gehe ich in der Geschichte nicht allzu weit zurück. Ich möchte den Film ED WOOD von Tim Burton vorstellen. ED WOOD stammt aus dem Jahr 1994, daher ist das schwarz/weiß offensichtlich ein Stilelement und keine technische Gegebenheit. Tim Burtons Besetzung beinhaltete seinen alten Freund Johnny Depp, Sarah Jessica Parker und Martin Landau, der für seine Darstellung einen Oscar bekam.

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Kinotopia Now #6: Remakes, Prequels & Sequels – Teil 1

Beschäftigt man sich intensiver mit der Kinolandschaft, fällt einem eine Entwicklung auf, die in den letzten Jahre scheinbar immer mehr zunimmt: Statt durch neue Geschichten Begeisterung auszulösen, setzt vor allem das Mainstream-Kino auf Fortsetzungen und Neuauflagen. Ein Trend, der, betrachtet man die Filmgeschichte im Ganzen, eigentlich immer schon da war.

Doch das Filmangebot wird Weiter im Text

Im Rampenlicht #3: Jaume Collet-Serra

Er ist kein Mann der großen Blockbuster. Er ist eher der Mann für kleinere Thriller – Jaume Collet-Serra. Obwohl viele den ein oder anderen seiner Filme kennen werden, ist sein Name noch nicht in aller Munde. Oft wandelt er auf den Spuren Hitchcocks, erzählt lieber spannende Geschichten als sich um ihre Glaubwürdigkeit zu scheren. Doch er beherrscht sein Handwerk und macht aus Filmen, die langweiliger Trash hätten werden können, interessantes, beachtenswertes Kino. Früher hätte man Weiter im Text

Schwarz auf weiß #22: LOLITA (1962)

Der Begriff „Lolita“ steht bis heute für eine junge Frau, die bewusst ihre Sexualität einsetzt, um ihre Ziele zu erreichen. Es ist eine verstörende Mischung aus Kindlichkeit und sexueller Reife. Die Verbindung von dem Kosenamen Lolita mit dem Begriff Kindfrau entstammt aus dem Roman „Lolita“ von Vladimir Nabokov. Die Geschichte aus dem Jahr 1955 war ein Skandal. Der Autor und Literaturprofessor Nabokov bot sein Werk verschiedenen Verlagen an und wurde abgelehnt, bis er schließlich einen kleinen französischen Verlag fand, der es veröffentlichte. Das Buch wurde zum Bestseller, auch wenn es sehr kontrovers diskutiert und vielerorts verboten wurde. Es machte Nabokov zum Star.

Für die Verfilmung des Stoffes durch Stanley Kubrick 1962 verfasste Nabokov auch das Drehbuch. Dieses war jedoch so lang, dass daraus Weiter im Text

Das Filmjahr 2017 auf dem Filmaffen

Das Filmjahr 2017 begann äußerst stark, machte in der Mitte eine ordentliche Figur, verpatzte den einen oder anderen Kracher und durchbrach am Ende die Schallmauer: Fast 130 Kritiken kamen dieses Jahr auf dem Blog hinzu. Das sind mehr als zwei Kritiken in der Woche. Für einen Hobby-Filmblog gar nicht so schlecht, oder?

Wir blicken nochmal zurück auf die Filme, die wir Weiter im Text