Schwarz auf weiß #22: LOLITA (1962)

Der Begriff „Lolita“ steht bis heute für eine junge Frau, die bewusst ihre Sexualität einsetzt, um ihre Ziele zu erreichen. Es ist eine verstörende Mischung aus Kindlichkeit und sexueller Reife. Die Verbindung von dem Kosenamen Lolita mit dem Begriff Kindfrau entstammt aus dem Roman „Lolita“ von Vladimir Nabokov. Die Geschichte aus dem Jahr 1955 war ein Skandal. Der Autor und Literaturprofessor Nabokov bot sein Werk verschiedenen Verlagen an und wurde abgelehnt, bis er schließlich einen kleinen französischen Verlag fand, der es veröffentlichte. Das Buch wurde zum Bestseller, auch wenn es sehr kontrovers diskutiert und vielerorts verboten wurde. Es machte Nabokov zum Star.

Für die Verfilmung des Stoffes durch Stanley Kubrick 1962 verfasste Nabokov auch das Drehbuch. Dieses war jedoch so lang, dass daraus Weiter im Text

Das Filmjahr 2017 auf dem Filmaffen

Ein Rückblick auf unsere Kritiken

Das Filmjahr 2017 begann äußerst stark, machte in der Mitte eine ordentliche Figur, verpatzte den einen oder anderen Kracher und durchbrach am Ende die Schallmauer: Fast 130 Kritiken kamen dieses Jahr auf dem Blog hinzu. Das sind mehr als zwei Kritiken in der Woche. Für einen Hobby-Filmblog gar nicht so schlecht, oder?

Wir blicken nochmal zurück auf die Filme, die wir Weiter im Text

Schwarz auf weiß #21: EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE (1951)

Weihnachtsfilme gibt es viele. Jeder hat die freie Auswahl, ob er Weihnachten einen traurigen, lustigen, schaurigen oder schönen Film sehen möchte. Meine liebste Weihnachtsgeschichte ist EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE von Charles Dickens von 1843. Die Geschichte war sehr erfolgreich und ist bis heute so oft für Radio, Kino und Fernsehen adaptiert worden, dass ich kaum den Überblick behalten kann.

Ich schau ihn zur Weihnachtszeit viermal. Da ist DIE MUPPET WEIHNACHTSGESCHICHTE mit den Muppets, DIE GEISTER DIE ICH RIEF mit Bill Murray, EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE mit Sir Patrick Stewart und natürlich EINE WEIHNACHTSGESCHICHTE aus dem Jahr 1951 mit Alastair Sim in der Hauptrolle. Wir konzentrieren uns hier natürlich auf die Version von 1951, da sie schaurig schön ohne Farbe auskommt.

 

INHALT:

Zum Inhalt muss ich kaum etwas erzählen. Der Film erzählt die Geschichte des gierigen Geldverleihers Ebenezer Scrooge. Dieser ist alt und garstig und kann selbst zu Weihnachten sein eisiges Herz nicht erweichen. Nun bekommt er in einer einzigen Nacht gleich mehrfach Besuch. Zuerst besucht ihn der Geist seines verstorbenen Teilhabers Jacob Marley (Michael Hordern), der ihm droht, wenn er sein Leben nicht ändert, wird er genauso rastlos als Geist herumirren, wie Marley selbst es tun muss. Er kündigt außerdem die Ankunft von drei weiteren Geistern an, die Scrooge die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufzeigen werden. Durch diese Erlebnisse schockiert, ändert Scrooge sein Leben und wird zu einem besseren Menschen.

Die Thematik der Geschichte ist keine ganz leichte Kost und zur Zeit der Veröffentlichung war es eine klare Gesellschaftskritik. Es ist ein zeitloser Klassiker, der sich auf jede Zeit anwenden lassen kann. Gerade in der Weihnachtszeit sehen wir immer wie sehr wir dem Konsum und der Gier verfallen sind. Ich lebe in einer Innenstadt und brauche nur aus dem Fenster schauen, um die Menschen mit ihren riesigen Tüten zu sehen, die immer mehr kaufen und kaufen.

Die Verfilmung von 1951 ist jedoch eine der besten Adaptionen. Das Drehbuch blieb der Vorlage größtenteils treu, bis auf ein paar Ausnahmen. Am gravierendsten ist es in dem Teil der vergangenen Weihnacht. Hier wurde aus Scrooges kleiner Schwester seine ältere Schwester und es wurde erzählt, dass seine Mutter im Kindsbett gestorben ist. Zusätzlich wurden Szenen kreiert, die ursprüngliche Treffen erzählten, die das zwischen Scrooge und Jacob Marley.

Einen großen Verdienst an dem Erfolg des Films hat Alastair Sim. Eine so große Rolle wie Scrooge zu verkörpern, verlangt einem Schauspieler viel ab. Es ist ein sehr facettenreicher und komplizierter Charakter. Er ist böse und gierig, aber er muss auch eine andere Seite haben, die vom Schauspieler herausgearbeitet werden muss. Wenn dies nicht passiert, kann der Zuschauer nicht mitfiebern, ob er sich doch noch ändert. Sim hat diesen Balanceakt bravourös gemeistert. Aber auch der Rest des Casts war hervorragend. Mervyn Johns, bekannt aus TRAUM OHNE ENDE und Hermione Baddeley spielen Mr. and Mrs. Cratchit hervorragend. Und natürlich sind die Geister Michael Dolan (Geist der vergangenen Weihnacht), Francis De Wolff (Geist der gegenwärtigen Weihnacht) und C. Konarski (Geist der zukünftigen Weihnacht) besonders hervorzuheben, die Scrooge so überzeugend klar machen, wohin sein Leben steuert.

Ursprünglich hatte der Film gar nicht so einen guten Start. Er wurde in den USA zum ersten Mal an Halloween gespielt, weil er zu schaurig für Weihnachten war. Er mauserte sich aber schnell zum Erfolg wird wohl fast genauso oft gesehen, wie IST DAS LEBEN NICHT SCHÖN. Weihnachten ist nun mal nicht dasselbe ohne unsere liebsten Weihnachtsfilme.

Filmrolle #14: Horrorctober, Filmkritiker auf der Metaebene & STAND BY ME

Oktober 2017 – Der monatliche Blog-Roll auf dem Filmaffen

Was für ein Monat! THE WALKING DEAD geht in die achte Staffel. STAR TREK meldet sich mit einer neuen Serie zurück – ebenso die Jungs aus STRANGER THINGS. Und das sind nur drei Serien-Highlights, auf die wir uns im Oktober freuen konnten. Darüber hinaus lockte Halloween mit der Möglichkeit, mal wieder in seiner Horrorfilm-Sammlung zu stöbern. Ja, wir Weiter im Text

Schwarz auf weiß #19: Eine kurze Geschichte des Horrors

Es gibt die weitverbreitete Annahme, dass der erste Film 1895 ARBEITER VERLASSEN DIE FABRIK von den Lumiere Brüdern war. Ich nutze das Wort Annahme, da es zu dieser Zeit viele Entwicklungen im Bereich Film gab und man es nicht ganz genau sagen kann. Der Film war dokumentarisch, er zeigte einfach, wie Arbeiter eine Fabrik verlassen.

Aber schon kurze Zeit später ging es Weiter im Text

Filmrolle #13: 115 Jahre Science Fiction Filme, Netflix-Film-Schicksale, Kinotipps & eine Reise nach Disneyland in Tokyo

September 2017 – Der monatliche Blog-Roll auf dem Filmaffen

Beides blieb in der Blogosphäre nicht unerwähnt. Im Gegenteil, gerade Clown Pennywise ließ uns noch vor Kinostart durchdrehen.

Überhaupt scheint es wieder ein Monat der Reflexion gewesen zu sein. Alle schauten ES von 1990 und viele machten sich Gedanken über das Früher und das Jetzt. Befindet sich der Film damit in einer Sackgasse? Wohl kaum. Aber die Dominanz von Remakes und Fortsetzungen ist nicht zu ignorieren. Umso wichtiger wird es, die Weiter im Text

Schwarz auf weiß #18: DIE ADDAMS FAMILY und (nicht gegen) DIE MUNSTERS

Immer wieder geht es in Artikeln darum, was nun besser war: DIE ADDAMS FAMILY oder DIE MUNSTERS. Beide Serien gingen innerhalb einer Woche im September 1964 auf Sendung. Natürlich haben beide einige Gemeinsamkeiten aber sie sind auch verschieden. Ich möchte mich daher nicht entscheiden, welche nun die bessere Serie ist, sondern sie euch beide vorstellen und ans Herz legen – jede von ihnen ist großartig. Weiter im Text