GRAPE SODA (2014)

Kurzfilm von Justin Robinson

Für seinen Kurzfilm GRAPE SODA lieh sich Nachwuchs-Regisseur Justin Robinson eine legendäre RED EPIC-Kamera aus, die sonst in großen Hollywood-Produktionen zum Einsatz kommt. Dass damit nicht nur reißerische Blockbuster gedreht werden müssen, beweist Robinson mit seinem preisgekröntem Indie-Werk.

Kurzinhalt:
Bobby (Mark Ashworth) erwischt seine Frau Sherry (Rachel Hendrix) mit einem anderem Mann – und das auch noch im eigenen Schlafzimmer. Die Ehe ist bereits seit Jahren durch eine schreckliche Tragödie zerrüttet, und Bobby befindet sich in einem Delirium. Nahezu gelähmt versucht er nun, seinen Alltag zu bewältigen und die Beziehung zu seiner Frau zu retten.

GRAPE SODA ist einer der Kurzfilme, die hängen bleiben. Nicht nur, dass Justin Robinson (POPEYE THE PIZZAMAN; RIFFRAFF) ein gutes Händchen für interessante Kameraeinstellungen und punktgenauen Schnitt beweist: Vor allem der Hauptdarsteller Mark Ashworth liefert in diesen 17 Minuten eine sehr eindrucksvolle Performance ab. Seine Gesichtsausdrücke, das permanente Kratzen am Unterarm und seine völlig zerbrochene Stimme lassen niemanden kalt und ziehen den Zuschauer schon nach wenigen Sekunden in den Bann. Man beginnt regelrecht, mit Bobby zu fühlen und hofft, dass alles für ihn nur noch besser werden kann.

Dazu gesellen sich teils düstere, teils wunderschöne Kameraeinstellungen, die anfangs bedrückend, zum Ende hin optimistisch wirken und jederzeit zum Geschehen passen. Sieht man sich GRAPE SODA ohne weiteres Hintergrundwissen an, könnte man auch glauben, dass es sich um eine waschechte Hollywood-Produktion handelt. Hier ist aber genau das Gegenteil der Fall: Robinson bekam zahlreiche Hilfe von Familien und Freunden, lieh sich die Hauptkamera aus und drehte das Werk in nur zwei Tagen ab. Dazu gesellt sich ein sehr eindringlicher Soundtrack, der die Szenen perfekt unterstreicht. Macht euch am besten ein eigenes Bild und leistet Bobby an diesen schweren Tagen ein wenig Gesellschaft:

Her mit eurem Feedback!

Quelle: Vimeo.com | Justin Robinson

Salih Yayar

Salih Yayar

Hey, ich bin Salih, 28 Jahre alt, kinosüchtig und Serienfreund. Große Epen, Sci-Fi und Independent sind mein Ding - also eigentlich alles. Und wenn ich nicht gerade über Multimedia oder Politik diskutiere, versuche ich selber mal etwas auf die Leinwand zu zaubern. Meistens kläglich.
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